Marktanalyse: In sechs Jahren ist mindestens jedes zehnte Auto intelligent

Analysten prognostizieren stark wachsenden Markt für „fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme“ wie Verkehrszeichenerkennung oder Abstandsregeltempomaten
Übersicht: Quantitative Entwicklungsprognose für einzelne Assistenzsysteme (PresseBox) (München, ) Intelligente Elektronik wird das Autofahren schon bald für eine breitere Masse sicherer und bequemer machen. Nach einer Studie des Marktanalysten Strategy Analytics soll in sechs Jahren mindestens jedes zehnte neu zugelassene Fahrzeug über ein so genanntes „fortschrittliches Fahrerassistenzsystem“ verfügen (Advanced Driver Assistance System, ADAS). Derzeit würde nur jedes hundertste Auto mit einer solche Technologie ausgeliefert. Laut dem gerade veröffentlichten Report „ADAS: Assessing Opportunities and Challenges“ besteht für diese Technologien aufgrund technischer Innovationen und öffentlicher Bemühungen um mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein bedeutendes Marktpotenzial. Strategy Analytics erwartet eine nahezu Versechsfachung von derzeit 11 Millionen auf 63 Millionen Einheiten im Jahr 2013 weltweit. Fahrerassistenzsysteme würden immer einfacher und günstiger in Kraftfahrzeuge zu installieren, was die Autohersteller ermutige, sie auch in Autos in niedrigeren Preissegmenten anzubieten, so die Analysten.

Preise für Fahrerassistenzsysteme sinken

Unter dem Begriff „Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme“ fasst man unterschiedliche elektronische Systeme zusammen, die den Fahrer unterstützen, entlasten und schützen sollen. Insbesondere die Halbleiter-Industrie beschleunige die Entwicklung von kostengünstigen Fahrerassistenzsystemen, erklärt Chris Webber, Vice President Global Automotive Practice. Fahrerassistenzsysteme böten neue Umsatz-Möglichkeiten für die Anbieter von „Automotive Chips“. Die Kosten für ADAS-Systeme würden auch dadurch gesenkt, dass in Zukunft mehrere Anwendungen die gleichen Sensoren nutzen; fortschrittliche Systeme verwenden dabei gleichzeitig mehrere Sensor-Typen.

ADAS für sicherere Straßen

Während die Preise für die Systeme sinken, werden sich insbesondere Kamera-Technologien weiter entwickeln und so eine wertvolle Rolle bei der Objekterkennung spielen, so die Analysten. Kameras bilden die Basis einer ganzen Reihe neuer Anwendungen, die im Report detailliert dargestellt sind. „Autohersteller und Zulieferer fokussieren sich derzeit stark auf das Thema Fahrerassistenzsysteme. Sie arbeiten eng zusammen, um neue Lösungen zu entwickeln, welche die ‚eSafety-Herausforderung‘ lösen können,“ so Kevin Mak, Industry-Analyst Automotive Electronic Services bei Strategy Analytics. Das Ziel der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission ist es, die Anzahl tödlicher Umfälle im Straßenverkehr bis zum Jahr 2010 zu halbieren*.

Die ADAS-Prognose im Detail

Die Strategy-Analytics-Studie betrachtet insbesondere die Entwicklung von Technologien wie Abstandsregeltempomaten (Adaptive Cruise Control), adaptives Kurvenlicht (Adaptive Front-Lighting), Systeme zur Überwachung des Toten Winkels (Blind Spot Monitoring), Spurhalteassistenten (Lane Departure Warning), Einparkhilfen sowie Unfall-Erkennungssystemen (Pre-Crash Safety Systems). Weiterhin analysiert die Studie die Entwicklung von neu entstehenden Technologien wie Fahrerzustandserkennung (Drowsiness Detection), Nachtsichtsysteme (Night Vision), Verkehrszeichenerkennung (Traffic Sign Recognition sowie die neuesten Fahrzeug-zu-Fahrzeug- (Vehicle-to-Vehicle) und Fahrzeug-zu-Straßenrand- (Vehicle-to-Roadside) Kommunikations-Systeme. Die Aktivitäten von Zulieferern und Autoherstellern sind ebenfalls berücksichtigt.

Studie beziehen

Interessierte können die vollständige, 150 Seiten fassende Studie von Strategy Analytics im Internet über: http://www.strategyanalytics.com bestellen.

* http://ec.europa.eu/...

Presseportal: http://strategyanalytics.talkabout.de

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