Die häufigsten Fehler bei der Kollektormontage

Wichtige Tipps von den CitrinSolar-Experten
Material prüfen. Foto: CitrinSolar (PresseBox) (Moosburg, ) Die Montage von Kollektoren für die solare Wärmeerzeugung gehört mittlerweile zum Alltag des modernen Heizungsbauers. Aber wenn etwas zur Routine wird, schleichen sich häufig auch Fehler ein. So kommt es immer wieder zu unnötigen Reklamationen. Die CitrinSolar-Experten zeigen hier dem Fachhandwerker die häufigsten Fehler und geben Tipps aus der Praxis für die Praxis, um sie zu vermeiden.

1. Materialüberprüfung
Es klingt banal, wird aber häufig vernachlässigt: Bevor es losgeht, sollten Sie sich erst einmal vergewissern, ob das richtige Material vorhanden ist. Denn eine der häufigsten Fehlerursachen ist die Verwendung falscher Komponenten, weil auf dem Dach ein wesentliches Teil fehlt.

Dabei ist das Kontrollieren schnell und einfach gemacht: Geliefertes Material ordentlich auslegen, mit Stückliste vergleichen und abhaken. Zum Standardpaket sollten gehören: Kollektoren, Dachhaken, Verbindungsschienen, Niederhalter, Schrauben, U-Scheiben und Muttern, Anschlusskomponenten, Tragegriffe (Bild1)

Und wenn wir gerade bei den Vorbereitungen sind: Vergessen Sie auch nicht, das notwendige Werkzeug bereitzuhalten.

2. Dachhaken und Schiene
Wackelige Kollektoren können tödlich sein. Darum sollte die Befestigung absolut sicher ausgeführt sein. Beim Verschrauben der Dachhaken an der Dachlatte ist es deshalb wichtig, die vorgegebenen Abstände exakt einzuhalten. Nur so ist eine dauerhaft sichere Verbindung gewährleistet.

Außerdem muss der Dachhaken in seiner Auflagenfläche absolut plan auf dem Dachziegel montiert werden, um Ziegelbruch zu vermeiden. Gegebenenfalls sollten die Kanten plan geschliffen werden. Besteht die Gefahr hoher Schneelasten, muss die Last auf zusätzliche Dachhaken verteilt werden. (Bild 2)
Eine weitere Möglichkeit bei hohen Schneelasten, ist die Verwendung von Blechdachpfannen im Bereich des Dachhakens.

3. Transport
Wackeliges Hantieren mit dem Kollektor auf dem Dach führt schnell zu Unfällen. Das ist vermeidbar. Achten Sie deshalb darauf, dass die, mit dem Kollektor gelieferten, Tragegriffe auch benutzt werden. So lassen sich die knapp 40 kg schweren Kollektoren einfach und sicher aufs Dach bringen. (Bilder 3+4)

Nachdem der Kollektor auf die Montageschienen gelegt wurde, lässt man ihn behutsam nach unten gleiten, bis er in dem Montageprofil einrastet. Auch wenn die Alu-Rahmenprofile robust aussehen, kann ein harter Schlag zu Beschädigungen führen, die langfristig die Funktion beeinträchtigen können. (Bild 5)

4. Befestigung
Oft sieht man Dächer, auf denen die Kollektoren ein „wirres“ Bild abgeben. Dabei ist eine ordentliche Optik so leicht zu erreichen: Wenn alle Kollektoren sicher in die Montageprofile eingerastet sind, werden sie sofort sorgfältig ausgerichtet. Erst danach sollten alle Anschlussklemmen sowie die Niederhalter befestigt werden. Wenn Sie jetzt noch das gesamte Kollektorfeld auf korrekte und stabile Montage überprüfen, ersparen Sie sich spätere Nacharbeiten auf dem Dach. (Bilder 6+7)

5. Kollektoranschluss
Dichtungen im Anschlussbereich werden bei den üblichen Temperaturschwankungen auf dem Dach meist brüchig. Verwenden sie deshalb nur Systeme, die ohne diese Hilfsmittel auskommen. Und weil es viel einfacher geht, sollten Sie die Kollektoren mit flexiblen Anschlüssen verbinden. Achten Sie darauf, dass aus hydraulischen Gründen maximal sieben Kollektoren in Reihe „verschaltet“ sein sollten. (Bild 8)

Warum auch immer Marder gerne die Anschlusskabel der Temperaturfühler fressen, ist nicht bekannt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Leitungen sicherheitshalber in einem Wellrohr ins Haus einführen. (Bild 9)

6. Wartung
Immer wieder gern wirf der Abschluss eines Wartungsvertrages vergessen. Kleben Sie sich einen roten Aufkleber ins Auto, der sie darauf aufmerksam macht. Und wenn sich Ihr Kunde verweigert, weisen Sie ihn darauf hin, dass unterlassene Wartung ein Risiko darstellt. Weil ihm nur regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten Gewähr für den sicheren, umweltschonenden und energiesparenden Betrieb seiner Solaranlage geben.

Hier die wichtigsten Arbeiten, die im Abstand von zwölf Monaten im Rahmen der Wartung durchgeführt werden sollten:
• den Betriebsdruck prüfen
• Vordruck des Ausdehnungsgefäßes überprüfen
• die Pumpenlaufruhe checken
• die Vor- und Rücklauftemperatur kontrollieren
• die Reglerfunktion testen
• das Sicherheitsventil untersuchen
• den pH-Wert überprüfen (größer 7),
• den Frostschutz in Augenschein nehmen (größer –25°C)
Und versäumen Sie nicht, trübe Solarflüssigkeit komplett auszutauschen.

Wenn diese Tipps berücksichtigt werden, steht einer erfolgreichen Inbetriebnahme nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen zur Kollektormontage gibt es bei CitrinSolar in 85368 Moosburg. =CITRIN/BfC=

Für die Redaktion: Diesen Text und Bildvorschläge finden Sie zum Download im Internet unter http://www.waschzettel.de/...

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