Verhaftung des amerikanischen Spam-Königs nur ein erster Schritt

Erwartungen der US-Behörden nach Verhaftung von Soloway zu optimistisch.
G DATA Security Logo (PresseBox) (Bochum, ) Die Verhaftung des Megaspammers Robert Alan Soloway ist ein erfreulicher Schlag gegen die Spam-Industrie. Weltweit schätzt G DATA Security die Anzahl der Megaspammer auf mehr als 200 Gruppen - Einzeltäter sind hier in der Minderheit.

Die Trockenlegung allein einer Quelle wird daher nicht für eine deutliche Abnahme des globalen Spamaufkommens führen.

Ralf Benzmüller, Leiter G DATA Security Labs

„G DATA Security ist natürlich begeistert, es mit einem Megaspammer weniger aufnehmen zu müssen.

Allerdings ist durch die Festnahme von Soloway mit einer Abnahme des weltweiten Spamaufkommens natürlich nicht zu rechnen. Soloway ist nicht mehr als ein Rädchen im Getriebe der Cybercrime-Industrie. Die Hintermänner werden ihren Bedarf einfach auf eine der weltweit mehr als 200 Spam-Organisationen umschichten. Von einem zu erwartenden Rückgang durch die Verhaftung eines Einzeltäters zu sprechen verharmlost unseres Erachtens die ernste Bedrohung durch Spam und Phishing.“

Online Kriminalität ist ein Profi-Business - der Betrieb von Botnetzen gehört zu den einträglichsten und gefahrlosesten Einnahmequellen der Cybercrime-Industrie. Allein im vergangenen Monat war ein deutlicher Anstieg von Spam zu verzeichnen und erreichte zeitweise Spitzenwerte von über 90 Prozent am gesamten E-Mail-Aufkommen.

Hintergrund

Robert Aalan Soloway galt als einer berüchtigsten Spammer der Welt und wurde von den US-Justizbehörden am Mittwoch
vergangener Woche verhaftet. Die gegen den 27-jährigen Amerikaner erhobenen Anklagepunkte könnten ihn für Jahrzehnte hinter Gitter bringen. Die amerikanische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass bereits Soloways Verhaftung das weltweite Spamaufkommen spürbar verringert.

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