Offener Standard: XGI und Kontron veröffentlichen UGM 1.0 Spezifikation für Embedded Grafik Module

Der neue Standard Universal Graphics Module wird erwachsen
. (PresseBox) (Eching/München, ) XGI und Kontron veröffentlichten auf der Computex in Taiwan offiziell die erste vollständige Design-Spezifikation des neuen Universal Graphics Module Standards UGM. Der neue Standard, der speziell für langzeitverfügbare high-end PCI Express Grafik entwickelt wurde, steht ab sofort in der Version UGM 1.0 unter www.universal-graphics-module.org zum Download bereit.

Dank der Verwendung austauschbarer und skalierbarer Standardmodule ist der UGM Standard der ökonomischste Weg, embedded Applikationen mit high-end Grafik in kürzester Zeit zur Marktreife zu führen. Bis heute galten diese Vorteile nur für Computer-on-Modules, mit dem UGM Standard sind sie nun auch für embedded Applikationen mit high-end Grafik verfügbar.

Die UGM Spezifikationen und Marke, die von XGI und Kontron auch für Drittanbieter frei zugängig gemacht wurde, wird zukünftig von der UGM Interest Group verwaltet, die sich derzeit in Gründung befindet. Anwender profitieren insbesondere von der unabhängigen Weiterentwicklung der Spezifikation.

„Die Veröffentlichung von UGM wird die Entwicklung zahlreicher embedded Grafik-Module auf Basis dieses offenen Standards beschleunigen. Kontron und XGI haben bereits Interessensbekundungen von anderen potenziellen Herstellern erhalten, sagt Jonathan Shyi, Präsident von XGI Technology.

UGMs zielen auf den derzeit größten Markt in der Embedded Computing Technologie: Proprietäre Designs sagt Dirk Finstel, CTO der Embedded Modules Division, Kontron. Wir gehen davon aus, dass sich Module wie UGM mit ihrem Potential für hohe Stückzahlen und großes Wachstum umso mehr durchsetzen werden, je mehr offene Standards für modulare Designs verfügbar sind, da sie sich so in dem Köpfen der OEM manifestieren und als verlässliche und für jeden Bedarf verfügbare Alternative zur vollständigen Eigenentwicklung wahrgenommen werden. ergänzt Finstel.

Zu den Hauptanwendungsbereichen für modulare high-end embedded Grafik zählen medizinische und industrielle Bildverarbeitung, professionelle Spiel- bzw. Entertainment-Systeme, POS/POI-Terminals, kommerzielles Outdoor-Boradcasting (z.B. Videotafeln), Informationssysteme in öffentlichen Anlagen sowie high-end Residential-Gateways.

Die Spezifikation

Der neue UGM-Standard, der erstmals von Kontron und XGI im Februar diesen Jahres auf der Embedded World in Nürnberg vorgestellt wurde, definiert ein 84 x 95 mm universelles Grafikmodul, das Monitore mit der gesamten Bandbreite aktueller Videosignale versorgt.

Entgegen der konventionellen Grafikkartenbestückung im 90-Grad Winkel, werden UGMs parallel zum Baseboard gesteckt. Das spart Platz und ermöglicht so extrem flache und bedarfsgerecht skalierbare Designs. Noch wichtiger für Anwender sind jedoch die Langzeitverfügbarkeit der UGMs von mindestens drei bis fünf Jahren sowie die besonders einfache und schnelle Implementierung der Grafikfunktionen und Treiber in kundenspezifische Designs.

UGMs empfangen PCIExpress und Videosignale über die 220 Pins des Steckverbinders, der auch für COM Express/ETXexpress Computer-On-Module verwendet wird, via 1, 4, 8 oder 16 Lanes (PEG) und bereiten sie auf - inkl. Video Capture Funktionen und bis zu 1 GB Videospeicher - und liefern die konvertierten Signale dann ebenfalls über den Steckverbinder wieder zurück zum Baseboard. Zur Wiedergabeseite hin unterstützt die UGM Spezifikation 1.0 derzeit Dual LVDS, Dual DVI und Dual VGA.

Auf dem Baseboard selbst kann der Entwickler entscheiden, welche Signal-Kombinationen er letztendlich zum externen Anschluss bereitstellt. So kann beispielsweise eine Kombination von Sound, USB und DVI als HDMI-Interface implementiert werden. Damit reduziert sich der Aufwand für Grafik-Layout sowie Treiberentwicklung auf die Bereitstellung der entsprechenden Leiterbahnen, des Steckverbinders sowie der ggf. noch erforderlichen peripheren Bauelemente für Zusatzfeatures wie beispielsweise HDCP Kopierschutz für die Darstellung von hochauflösendem, kopiergeschütztem Videomaterial. Der Grafikprocessing-Core ist stets bereits fertig und alle erforderlichen Treiber sind bereits implementiert.

Auch wird bei diesem Design gänzlich auf Kabel verzichtet. Damit unterscheiden sich UGMs zusätzlich von aktuellen Standardgrafikkarten, bei denen heute bereits Schnittstellen über Kabelpeitschen ausgeführt werden, weil das schmale Erweiterungskarten-Slotblech nicht hinreichend Platz für externe Schnittstellen bietet. Bei 12 bis 22 V DC Spannungsversorgung sind darüber hinaus gemäß UGM Spezifikation bis zu 72 W Thermal Design Power zulässig. Damit kann UGM selbst absolute High-end Spiele mit höchsten Frameraten und allen Grafikoptimierungsalgorithmen perfekt unterstützen.

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Kontron AG
Oskar-von-Miller-Straße 1
D-85386 Eching
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