Gehälter im Bereich Kontakt und Akquisition steigen dmmv legt aktuellen Gehaltsspiegel der Digitalen Wirtschaft vor

(PresseBox) (Berlin, ) In den Bereichen Akquisition und Kontakt haben die Gehälter und Provisionen in der Digitalen Wirtschaft in diesem Jahr zulegen können. In den meisten anderen Bereichen sind die Durchschnittsgehälter im Vorjahresvergleich unverändert geblieben, so das Ergebnis des fünften dmmv-Gehaltsspiegels. Damit wurde erstmals seit Durchführung der Gehaltsspiegelumfrage eine Nullrunde bei den Durchschnittsgehältern der Festangestellten in der Digitalen Wirtschaft festgestellt. Berufsanfänger müssen sogar niedrigere Einstiegsgehälter akzeptieren. Vereinzelt sind auch in der Führungsebene rückläufige Gehälter zu beobachten.

Für den aktuellen dmmv-Gehaltsspiegel wurden Daten zu mehr als 2.300 Angestelltenverhältnissen ausgewertet. Der jährlich erscheinende dmmv-Gehaltsspiegel gilt in der Branche als wichtige Orientierungshilfe für Vertragsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Er liefert Antworten auf die Frage nach der Höhe der Gehälter, dem Umfang der Wochenarbeitszeit, dem Mitarbeiterbedarf der Unternehmen sowie nach alternativen Vergütungsmodellen. Dabei werden die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder gesondert ausgewiesen. Der "dmmv-Gehaltsspiegel 2003/2004" erscheint in den kommenden Tagen und kann über den HighText Verlag bezogen werden.

Wochenarbeitszeit sinkt weiter - Zunehmend individuelle Provisionszahlung

Bei den realen Wochenarbeitszeiten hat sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt, so dass sich diese nun mit knapp 43 Stunden den nominalen Wochenarbeitszeiten noch weiter angenähert haben. "Die im aktuellen Gehaltsspiegel festgestellten Trends können unter den Stichworten Etablierung und Professionalisierung zusammengefasst werden", so dmmv-Forscher Bernd Henning. "Dazu zählt auch eine fortschreitende Rückbesinnung auf traditionellere Vergütungsmodelle, die etwa im fast vollständigen Verschwinden von Stock Options für Mitarbeiter zum Ausdruck kommt. Provisionen werden nun stärker von der Leistung des einzelnen Arbeitnehmers abhängig gemacht statt vom Erfolg des Gesamt-Unternehmens." An Bedeutung zugenommen haben die geldwerten nicht-finanziellen Leistungen wie Jobtickets und PKW-Nutzung.

Programmierer und "gestandene" Grafik/Designer gesucht - Azubis willkommen

Nach wie vor werden in der Digitalen Wirtschaft neue Mitarbeiter gesucht: Im Durchschnitt will jedes Unternehmen einen neuen Mitarbeiter einstellen. Überdurchschnittlicher Personalbedarf besteht wie schon in den Vorjahren im Bereich Programmierung, in diesem Jahr zusätzlich aber auch wieder im Bereich Design/Grafik. Bei der Neueinstellung von Grafikern ist den Arbeitgebern Berufserfahrung besonders wichtig. Generell wird bei neuen Mitarbeitern auf Berufserfahrung mehr als doppelt so viel Wert gelegt wie auf einen Hochschulabschluss. Persönliche Kontakte sind mit großem Abstand die wichtigste Recruitingquelle.

Weit über dem Bundesdurchschnitt liegt der Anteil ausbildender Unternehmen - jedes zweite Unternehmen bildet aus, vor allem IT Fachberufe und Mediengestalter. "Ein deutliches Bekenntnis der Digitalen Wirtschaft zur nachhaltigen Sicherung ihrer humanen Ressourcen", so dmmv-Präsident Arndt Groth (Interactive Media CCSP AG).

Der dmmv-Gehaltsspiegel 2003/2004 kurz notiert: Der dmmv-Gehaltsspiegel erscheint jährlich in der dmmv-Studienreihe im HighText Verlag. Autor: Stephan Giesler Herausgeber: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V. / HighText Verlag ISBN 3-933269-74-1; Preis: 12,80 Euro Umfang: ca. 50 Seiten, Format: A5
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Dr. Bernd Henning
Referent Online-Vermarktung Forschung
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