SaferSurf.com beendet Spionage im Internet

(PresseBox) () Automatischer Schutz vor Viren und 0190-Dialern ergänzt um anonymes Surfen. 'Lauscher' erhalten nicht verwertbare Nutzerprofile und können Internetsurfer nicht mehr ausspionieren.

SaferSurf schützt seit Mai 2002 unter www.safersurf.com nicht mehr nur automatisch vor Viren und gefährlichen 0190-Dialern bevor infizierte Dateien auf die Rechner der Benutzer gelangen, SaferSurf funktioniert seit heute auch als anonymer Proxy. Wichtige Informationen, wie zum Beispiel der Standort der Einwahl oder der verwendete Provider, gelangen nicht in fremde Hände. Bei jeder Anwahl löscht SaferSurf die Referer-Information und Web-Bugs aus dem Datenstrom.

Bei Web-Bugs handelt es sich um kleine, unsichtbare Grafiken (normalerweise 1x1 Pixel groß und transparent), die sich meist am Rand oder am Ende von HTML-Dokumenten befinden. Ein entsprechender HTML-Tag könnte so aussehen: . Auffällig dabei ist, dass als Quelle für das Bild keine gewöhnliche GIF- oder JPEG-Datei angegeben ist, sondern ein CGI-Skript aufgerufen wird, das dann erst ein solches Bild zurückliefert.

Web-Bugs werden zur Erstellung von Nutzerprofilen verwendet. In Deutschland setzt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) Web-Bugs auf allen von ihr statistisch erfassten Seiten ein. Das sind zum Beispiel die Websites von RTL, Focus und auch dem Heise-Verlag mit den Fachzeitschriften c't und iX.

Aber nicht nur die IVW verwendet Web-Bugs. Nutzerprofile werden weltweit generiert, nicht nur Weltfirmen wie Yahoo/GeoCities oder das weltgrößte Bannernetzwerk Doubleclick nehmen auf den Datenschutz keine Rücksicht. Jetzt steigen auch kleine Firmen wie Geolizer oder Geobytes in das Geschäft mit den Nutzerdaten ein.

Hier ein Auszug aus der Website www.geolizer.de: "Wir lösen die IP-Adressen von Website-Besuchern nach Stadt, Postleitzahl, Bundesland, Provider, Längen- und Breitengrad oder Suchmaschine auf. Die Ungenauigkeit beträgt max. 50 km Luftlinie."

"Wenn jetzt schon 'Wald und Wiesen-Anbieter' wie www.geolizer.de die Nutzer ausspionieren, Standort, Zugangsprovider und die zuletzt besuchte Internetseite meistbietend verkaufen, muss etwas geschehen. Diese Dienste zerstören nachhaltig weiter das Vertrauen der Internetnutzer in ein sicheres und anonymes Netz", sagt René Holzer, Geschäftsführer von Nutzwerk und Erfinder des Echtzeit-Datenfilters SaferSurf.

Um eine genaues Nutzerprofil zu erzeugen, wird durch Setzen eines sogenannten Web-Bugs die zuletzt besuchte Seite über die Referer-Information festgestellt. Um zentral diese Referer-Informationen zur Verfügung zu haben, wird auf allen Seiten die kleine Grafik, der so genannte Web-Bug, gesetzt. Da beim Surfen eine eindeutige Nummer, die IP-Adresse, zugewiesen wird, entsteht aus diesen beiden Informationen ein genaues Abbild dessen, was der jeweilige Besucher im Internet angewählt hat.

"Es ist ein Skandal, dass Besucher über Web-Bugs gezielt und ohne ihr Wissen ausspioniert werden. Mit Interesse sehe ich, dass in den Statistiken die Web-Bugs von führenden Zeitschriften-Verlagen, die sich in ihren Publikationen ständig für den Datenschutz stark machen, an oberster Position stehen. Der Verband der Werbeträger ist wohl so mächtig, dass er jeden zwingen kann das 'Spionagewerkzeug' Web-Bug einzusetzen. Damit ist aber jetzt ein für allemal Schluss", beschreibt René Holzer die Eindrücke beim Lesen der aktuellen Web-Bug Statistik.

SaferSurf löscht auf Wunsch des Nutzers bei jedem Wechsel zu einem neuen Internet-Angebot die Referer-Information aus dem Datenstrom. So erfährt weder der angewählte Dienst, woher der Besucher kommen, noch kann es ein "Mitlauscher" erfahren. Zusätzlich surft der Nutzer mit der IP-Nummer des SaferSurf-Servers. Er ist also quasi anonym.

Der Clou bei SaferSurf ist dabei: Wenn jetzt der Betreiber des Web-Bugs alle Aktivitäten mitschreibt und die Referer-Informationen auswertet, entsteht für den 'Lauscher' kompletter Unsinn. Durch den SaferSurf-Server kann nicht festgestellt werden, wie einzelne Besucher und Internet-Adressen zusammenhängen. Dem 'Lauscher' kommt es so vor, als wäre ein einzelner Nutzer mit Tausenden von Internet-Browsern völlig unstrukturiert im Internet unterwegs. Damit erhält der 'Lauscher' ein völlig wertloses Nutzerprofil.

"Ich kann das Interesse der Websites und der Werbeindustrie an Nutzerprofildaten verstehen. So könnte man zielgerichteter und ohne Streuverluste werben. Aber ohne Wissen des Nutzers Profile zu erstellen, auszuwerten und zu verkaufen – das geht zu weit", so Holzer weiter.

Neben dem Löschen der Zusatzinformation Referer und der Erstellung von völlig sinnlosen Nutzerprofilen für ‚Mitlauscher', führt SaferSurf eine Liste mit bekannten 'Lauschern'. Sobald ein Web-Bug von diesen 'Lauschern' gesetzt wird, blockiert SaferSurf den Web-Bug. Durch das Zusammenspiel mehrerer Schutzfunktionen ist die Privatsphäre des Surfers im Internet geschützt.

Kontakt

Nutzwerk GmbH
Kohlgartenstr.13
D-04315 Leipzig
Social Media