3. Darmstädter Sicherheitstag des Fraunhofer-Instituts SIT am 6.11.2003

Störfällen in IT-Systemen vorbeugen, die Unternehmenswerte gefährden und nicht kompensierbare Umsatzausfälle verursachen können.
(PresseBox) (Darmstadt, ) Unternehmensleitung und Aufsichtgremien sind auch gemäß KonTraG und Basel II dazu verpflichtet, die Implementierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen und deren Aufrechterhaltung zu überwachen. IT-Systeme sind in den meisten Unternehmen "digitale Nervensysteme", die für den reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse kontinuierlich funktionieren müssen. "Ausfälle durch interne Systemstörungen, durch Angriffe aus dem Internet oder durch Katastrophen wie Feuer oder Überschwemmung können zu erheblichen direkten wirtschaftlichen Schäden führen sowie zu Umsatzeinbußen und zu indirekten Schäden wie Imageverlust", gibt Dr. Rolf Reinema vom Fraunhofer-Institut SIT zu bedenken.

Auf dem 3. Darmstädter Sicherheitstag vermittelt das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation SIT in Darmstadt einen Überblick über Aspekte und Maßnahmen zur Gewährleistung der IT-Sicherheit und zur Aufstellung von Notfallplänen in Unternehmen. Experten aus dem Fraunhofer-Institut SIT sowie von Unternehmen wie Accenture, Hewlett-Packard, Lufthansa Systems, Arcor und Utimaco geben in Vorträgen und Diskussionen Einblick in umfassende Sicherheitsszenarios und stellen sich den Diskussionen mit den Teilnehmern. Leiterin des Progamms ist Frau Prof. Dr. Claudia Eckert, Direktorin des Fraunhofer-Instituts SIT. Weitere Informationen unter www.sit.fraunhofer.de
Zielgruppe sind Unternehmensleiter, denen beim Eintreten vermeidbarer Schäden rechtliche Konsequenzen, z.B. Schadenersatzforderungen, drohen, sowie die Verantwortlichen für die Umsetzung und Aufrechterhaltung von Sicherheitsstrukturen in den Unternehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 190,00 Euro inkl. MwSt. Anmeldung über:
Fax +49 6151 869 704 oder E-Mail sicherheitstag2003@sit.fraunhofer.de

"Überraschend wenige Unternehmen sind auf Angriffe über das Internet, auf Sabotage eigener Mitarbeiter oder auf Datenspionage vorbereitet. Accenture geht davon aus, dass im Jahr 2002 in Deutschland als Folge dieser und anderer Sicherheitsprobleme ein Umsatzausfall im Online-Handel von bis zu fünf Milliarden Euro im B2B-Segment und Mindereinnahmen von rund 2,5 Milliarden Euro im B2C-Segment entstanden sind", resümiert Rechtsanwalt Dr. Markus Hellenthal, Associate Partner von Accenture und Hauptredner auf dem 3. Darmstädter Sicherheitstag. Er adressiert besonders die Erhaltung der Unternehmenswerte.

Basisaspekt des Sicherheitstages sind die ganzheitlichen Anforderungen für Sicherheit, die für die Kontinuität der Geschäftsprozesse bedeutsam sind. Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag werden nacheinander Workshops zu den Themen "Externe Anforderungen", "Unternehmensnetze und Geschäftsprozesse" sowie "Schutz der kritischen Infratstrukturen" durchgeführt.

Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion über "Trusted Computing". Hier werden auch die Aktivitäten der Trusted Computing Platform Alliance (TCPA) kritisch erläutert, in der Unternehmen wie Intel, IBM, Microsoft und ca. 200 weitere Partner engagiert sind, sowie die Bedeutung zukünftiger Betriebssysteme wie Palladium und Next Generation Secure Computing Base (NGSCB) von Microsoft. Der gesamte Sicherheitstag will den Teilnehmern den Handlungsbedarf und konkrete Handlungsoptionen aufzeigen und ihnen helfen, IT-Sicherheit in ihren Unternehmen erfolgreich umzusetzen.

Kontakt

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT
Rheinstr. 75
D-64295 Darmstadt
Karl-Wilhelm Starcke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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