Über SAP-Schnittstelle Daten in m:pro Informations-Plattform integrieren

ERP-Daten können von technischen Fließbildern aus per Knopfdruck aufgerufen werden.
(PresseBox) (Wiesbaden, ) Mit einer neu entwickelten Standard-Schnittstelle bindet die m:pro IT Consult GmbH, Wiesbaden, nun auch sehr komfortabel SAP-Daten in ihr objektorientiertes Data Warehouse ein. Erstmals kommt die SAP-Schnittstelle bei der BAYERNOIL Raffineriegesellschaft an den Standorten Vohburg, Ingolstadt und Neustadt zum Einsatz, für deren Bedarf die Schnittstelle auch zunächst entwickelt wurde. Die Anwender können heute über ihr integriertes Informationssystem BORIS - BORIS steht für BAYERNOIL Raffinerie-Informations-System - nicht mehr nur prozessorientierte (Echtzeit-, Planungs-, bilanzierte, usw...) Daten aufrufen, sondern auch gleichzeitig Informationen aus dem ERP-System einsehen. Von Vorteil ist dabei nicht nur die Zeitersparnis für den Anwender, der sonst die Daten in SAP separat recherchieren müsste. Die Informationen werden allen Mitarbeitern zugänglich gemacht, ohne dass spezielle SAP-Kenntnisse vorausgesetzt werden oder ein eigener SAP-Zugang bestehen muss. Per Knopfdruck auf das betreffende Objekt (z.B. einen Wärmetauscher) im Fließbild stehen Equipment-Daten aus dem ERP-System sofort zur Verfügung. Bei BAYERNOIL wird von der Lösung vor allem der Maintenance-Bereich profitieren: Beispielsweise sollen in Kürze auch Informationen über die Höhe von Reinigungs- und Wartungskosten für einen Wärmetauscher die Entscheidung erleichtern, zu welchem Zeitpunkt das Gerät gewartet werden sollte, weil man diese Kosten in ein Verhältnis zu den steigenden Energiekosten setzen kann. Bei BAYERNOIL hat m:pro für alle Mitarbeiter einen Lesezugriff auf die Daten eingerichtet. Einen Schreibzugriff für ausgewählte Anwender auf Data-Warehouse-Ebene wird die Raffinerie bei Bedarf freischalten.

Um die ERP-Daten von SAP R/3 in das objektorientierte Informationssystem m:pro object warehouse (m:owh) integrieren zu können, nutzt das Wiesbadener Softwarehaus die offene BAPI-Schnittstelle (BAPI = Business Application Programming Interface) von SAP. Integriert werden alle gepflegten Equipment-Daten aus der Kategorie PM (Plant Maintenance) des SAP-Moduls LO (Logistics). Zu den Equipments gehören Maschinen (Motoren, Pumpen, Kompressoren), Apparate (Kolonnen, Reaktoren, Öfen, Wärmetauscher, Behälter, Tanke) Elektroeinrichtungen und Mess- und Regeltechnikgeräte. Innerhalb von SAP sind die Daten grundsätzlich so modelliert, dass es fest vorgegebene Tabellen für bestimmte Inhalte gibt, die um dynamische Strukturen ergänzt werden können. m:pro unterscheidet hier zwischen "physikalischen Klassen" und "abstrakten Informationen". Beides kann durch die Verwendung von BAPI-Controls ausgelesen werden. Die Komplexität der Standard-Schnittstelle entsteht durch die unterschiedlichen BAPI-Controls, die je Informationstyp verwendet werden müssen.

Beim Start von BORIS wird der Anwender automatisch mit dem objektorientierten Datenmodell von m:pro (m:odm) verbunden. Zur Abfrage der SAP-Daten greift er zunächst auf das m:odm auf dem m:pro-Server und indirekt auf die SAP-Daten auf dem SAP-Server zu. Die Verbindung zum SAP-Server kann je nach Wunsch entweder dauerhaft bestehen oder bei jeder Abfrage dynamisch aufgebaut werden. Die SAP-Daten werden - wie auch die anderen BORIS- Informationen - in Echtzeit abgerufen, so dass eine doppelte Datenhaltung vermieden wird. Durch den Online-Zugriff können die SAP-Daten für aktuelle Berechnungen verwendet werden.

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