Technik für Alzheimer-Patienten

Technology Review über Perspektiven in der Krankenpflege
(PresseBox) (Hannover, ) Die Zahl der Demenzkranken in Deutschland wächst. Die Industrie sieht eine neue Zielgruppe, und die Alzheimer-Gesellschaften trommeln für neue Technologien, die bei der Pflege helfen. Doch die Technik ist umstritten. Richtig eingesetzt, kann sie jedoch Betreuer und Pfleger sinnvoll entlasten, schreibt das Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 12/03.

Eine Million Menschen in Deutschland sind demenzkrank, 2050 werden es doppelt so viele sein. Sieben bis zehn Jahre, gerechnet von der ersten Diagnose, leben die Betroffenen mit der Krankheit. Und trotz aller medizinischen Fortschritte ist eine Heilung nicht in Sicht.

Künstliche Intelligenz kann helfen, wenn der menschliche Geist versagt. So hat die Chip- und Sensorindustrie bereits Assistenzsysteme entwickelt, die den Kranken, den Pflegern und den Angehörigen das Leben erleichtern sollen. Einfache Mittel sind Lichtschranken oder Fußmatten, die signalisieren, wenn ein Patient die Wohnung oder das Haus verlässt. So können Alzheimer-Patienten mit "Weglauftendenz" rechtzeitig gefunden werden, ohne dass man sie ständig begleiten oder gar einschließen muss. Ein Chip in einer Armbanduhr oder im Schuh löst Alarm aus, sobald Demenzkranke die Induktionsschleife unter der Fußmatte an der Eingangstür passieren.

Kritiker nennen diesen Chip abwertend "Diebstahlsicherung wie im Kaufhaus" und sprechen von menschenunwürdiger Totalüberwachung der Kranken. Viele Betreuer hingegen versprechen sich von diesen technischen Hilfsmitteln Entlastung und sehen in ihnen die Chance, den Bewegungsspielraum der Demenzkranken zu erweitern. Dennoch ist ihnen klar, dass Technik persönliche Betreuung nicht gänzlich ersetzen kann. Sensoren können zwar den Dementen orten, aber nach Hause bringen und beruhigen muss ihn ein Mensch.

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