Künftig warnt Mcert den Mittelstand vor IT-Bedrohungen

BITKOM, Bundesinnenministerium und Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit haben neues Angebot für Internet-Sicherheit im Mittelstand gestartet
(PresseBox) (Berlin, ) Verständliche Warnmeldungen und Handlungsempfehlungen per E-Mail auch für Nicht-Experten

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) haben heute gemeinsam das Mcert gestartet. „Cert“ steht für Computer Emergency Response Team und „M“ für Mittelstand. Mcert bietet dem deutschen Mittelstand vorbeugenden Schutz gegen Bedrohungen von IT-Systemen und wird dadurch die Sicherheit im Internet weiter verbessern. Mcert bietet verlässliche, individuelle und schnelle Warnmeldungen sowie leicht verständliche Handlungsempfehlungen per E-Mail-Abo an. Das Mcert-Team hat seinen Sitz in Berlin und ist unter der Adresse „www.mcert.de“ erreichbar.

Mcert wurde in Form einer Public Privat Partnership realisiert. Die Initiative von BITKOM, BMI und BMWA wird von namhaften Partnern aus der Industrie unterstützt. Dazu zählen die Unternehmen Aladdin, Computer Associates, Datev, Deutsche Telekom, Giesecke & Devrient, Microsoft, PSINet, SAP und symantec.

Bundesinnenminister Otto Schily erklärt: „Wirtschaft und Verwaltung stützen sich in unserem Land zunehmend auf moderne Informationstechnologie. Dies macht sie für Störungen und für Angriffe auf die Informations- und Kommunikationsnetze besonders empfindlich. Wir ergreifen präventive Sicherheitsmaßnahmen, um unsere technische Infrastruktur vor ähnlichen Schäden zu schützen. Die Bundesregierung hat schon im Jahr 2001 gemeinsam mit der Wirtschaft den CERT-Verbund gegründet. Mit diesem Verbund verfügt Deutschland über ein einzigartiges Instrument zum Schutz der Datennetze. Mcert ergänzt den CERT-Verbund und schließt damit eine Lücke in unserer nationalen IT-Sicherheitsinfrastruktur.“

Rezzo Schlauch, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand sagte auf der Pressekonferenz: „Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit geht fast nichts! Ich begrüße den Start von Mcert als einen wichtigen Schritt, das Bewusstsein kleiner und mittlerer Unternehmen für das Thema "IT-Sicherheit" zu schärfen. Wir wollen die mittelständische Wirtschaft über die Sicherheit im Internet informieren und für die Notwendigkeit, sich gegen Angriffe aufs Netz zu schützen, sensibilisieren. Gleichzeitig stellen wir auch das notwendige Know-how mittelstandsgerecht dar.“

BITKOM-Präsident Willi Berchtold: „Mcert ist ein wichtiges und beispielhaftes Projekt. Wichtig deshalb, weil es kein vergleichbares Angebot für die spezifischen Sicherheitsbedürfnisse des deutschen Mittelstandes gibt. Beispielhaft deshalb, weil hier ein globales Thema – die IT-Sicherheit – mit einer effektiven Public-Private-Partnership angegangen wird. Solche PPPs sind ein gutes Mittel, um die Herausforderungen der komplexen, vernetzten Welt von morgen zu meistern.“

Mcert wird nicht das einzige Engagement der drei Initiatoren in Sachen Verbesserung der IT-Sicherheit bleiben. Dazu Otto Schily: „Die Geschwindigkeit und Verbreitung von Viren und Würmern im Internet nimmt zu. Die Ausbreitung des „Blaster-Wurms“ im August dieses Jahres hat gezeigt, dass zunehmend auch Privatpersonen betroffen sind. Das Bundesinnenministerium wird daher im Jahr 2004 ein CERT für Bürger einrichten. Damit werden wir eine tragende Sicherheitsstruktur für alle Ebenen der IT-Nutzung schaffen.“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat heute auch erklärt, durch seine Initiative "Mittelstand sicher im Internet" schon laufende Aktionen zur Erhöhung der Sicherheit in der Informationstechnologie zu verstärken. Mit zahlreichen Vor-Ort-Veranstaltungen und unter „www.mittelstand-sicher-im-internet.de“ bietet die Kampagne breitgefächerte Informationen an. Branchenspezifische Sicherheitsbedürfnisse werden im Webportal erläutert und verständlich dargestellt. Effiziente Lösungen zu Virengefahren, Hackerangriffen und Firewalls sind hier ebenso zu finden wie Darstellungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Aspekte der Wirtschaftlichkeit. Aufgeteilt nach Branchen, der Anzahl der in den Betrieben eingesetzten Computer und den Anwendungsgebieten können interessierte Unternehmer zielgenau relevante Informationen finden. Konkrete Beispiele aus den Unternehmen veranschaulichen den praktischen Handlungsbedarf und die nötigen Umsetzungsmaßnahmen.

Für BITKOM ist Mcert ein Glied in einer Kette von Initiativen, mit denen der Verband Innovationen anstoßen will. „Unsere Vision ist: Wir machen, gemeinsam mit der Politik, gemeinsam mit der Wirtschaft und allen gesellschaftlichen Kräften Deutschland zum Innovationsstandort Nummer eins!“, so Willi Berchtold.

Kontakt

BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
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Cornelia Kelch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Assistentin Presse und Kommunikation
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