Bayerns Verkehrsministerin Müller besucht Chemiedreieck

Bedeutung eines bedarfsgerechten Ausbaus der Schieneninfrastruktur betont / Müller: „Mehr Tempo beim Ausbau der Schienenstrecke München – Mühldorf – Burghausen notwendig“
(PresseBox) (München, ) Bayerns Wirtschafts- und Verkehrsministerin Emilia Müller hat bei einem Besuch im Chemiedreieck die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Schienenanbindung der Region unterstrichen. "Das wachsende Transportvolumen im Schienengüterverkehr Richtung Chemiedreieck macht rasche Ausbaumaßnahmen notwendig. Die chemische Industrie wird in den nächsten Jahren über 1 Mrd. € in den Standort investieren. Das Transportvolumen von und zum Chemiedreieck wird sich dadurch von heute 3 Mio. Tonnen auf 6 Mio. Tonnen im Jahr 2015 verdoppeln. Ohne zeitgleichen Ausbau der Schieneninfrastruktur ist das nicht zu bewältigen", betonte sie anlässlich einer Werkbesichtigung der Firma Wacker Chemie in Burghausen.

Die Weichen dafür seien grundsätzlich gestellt. Müller: "Der Ausbau der Schieneninfrastruktur ist Kernpunkt des zwischen der Deutschen Bahn AG, der Industrie und dem Freistaat Bayern abgestimmten Masterplan Schiene Chemiedreieck Bayern." Neben der Modernisierung der Signaltechnik und weiteren Blockverdichtungen in den Streckenabschnitten Mühldorf – Landshut und Mühldorf – Burghausen sei vor allem der zweigleisige Ausbau der Streckenabschnitte Markt Schwaben – Hörlkofen, Thann-Matzbach – Dorfen, Ampfing – Mühldorf und Mühldorf – Tüßling bis 2015 zu realisieren.

"Die bedarfsgerechte Realisierung dieser Ausbaumaßnahmen ist ein zentrales Anliegen bayerischer Verkehrspolitik. Die Eckpunkte der Finanzierung sind mit dem Bund und der Deutschen Bahn AG inzwischen abgestimmt. Jetzt kommt es darauf an, die Planungen zügig fortzuführen und die Baumaßnahmen zu beginnen", so die Verkehrsministerin weiter. Bayern werde sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen.

Bei dem Besuch betonte Wirtschaftsministerin Müller die hohe Bedeutung des Chemiedreiecks für Wachstum und Beschäftigung in Bayern. Müller: "Die aktuellen Milliarden-Investitionen von OMV in zusätzliche Propylen- und Ethylenkapazitäten sowie von Borealis in eine hochmoderne Polypropylenanlage verdeutlichen die Attraktivität des Standorts. Dies gilt umso mehr, wenn sich etwa Burghausen wie bei Wacker gegen internationale und nationale Alternativstandorte durchsetzt. Der Ausbau der Polysilicium-Kapazitäten in Burghausen ist ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des südostbayerischen Chemiedreiecks."

Die Staatsregierung und die im Chemiedreieck ansässige Industrie arbeiteten weiter gemeinsam an der Stärkung des Standorts. Das zeige das Beispiel Ethylen-Pipeline. Müller: "Der Bau der vom Freistaat Bayern geförderten Ethylen-Pipeline hat im September begonnen. Die Pipeline wird zur Zukunftssicherung des Standorts wesentlich beitragen." Die Industrie und ihre Beschäftigten im Chemiedreieck könnten sich auf die Unterstützung der Staatsregierung verlassen.

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