STRATO fordert einheitliches Energieeffizenz-Label für Rechenzentren

BUND-Umweltpreisträger und Internetdienstleister STRATO für transparenten Klimaschutz im Internet / „grüner Strombezug“ allein nicht ausreichend
(PresseBox) (Berlin, ) Vor dem Hintergrund des Klimagipfels in Bali hat STRATO, zweitgrößter Webhoster Europas, ein einheitliches Effizienz-Label für Rechenzentren gefordert. „Wir brauchen ein ähnliches System wie das, was wir aus dem Privathaushalt kennen: Energiefresser erhalten eine schlechte Note, Energiesparer ein A++“, so Damian Schmidt, Vorstandsvorsitzender der STRATO AG. Nachdem das Unternehmen in den letzten anderthalb Jahren bereits rund 30 Prozent Strom pro Kunde eingespart hat, kündigte es im Sommer als erster großer europäischer Webhoster an, komplett auf CO2-freien Regenerativstrom umzusteigen.

Da Strom einer der größten Kostenfaktoren im Rechenzentrumsbetrieb ist, zahlen sich Energieeinsparungen hier besonders aus. STRATO begrüßt Green IT Initiativen, die sich dieses Problems annehmen, bemängelt jedoch gleichzeitig deren zunehmende Intransparenz. Denn viele Initiativen stützen sich vornehmlich auf den Strombezug. Doch Regenerativstrom ist nicht automatisch klimaneutral, so die Klimaexperten des Schweizer Paul-Scherrer-Instituts.(1)

„Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, sagt Damian Schmidt: „Wer nur grünen Strom bezieht, denkt weder wirtschaftlich noch nachhaltig. Energiesparen und Energieeffizenz sind die Herausforderungen der Zukunft.“ Deshalb fordert STRATO einheitliche und vergleichbare Messstandards für Rechenzentren. Nimmt man beispielsweise den Stromverbrauch pro Server als Messgröße, ergibt sich folgender Vergleich dreier bekannter Internetdienstleister:

IT-Dienstleister:

STRATO: 30.000 Server, Stromverbrauch 30 GWh p.a, Stromverbrauch/Server 1 MWh p.a.

1&1(2): 40.000 Server, Stromverbrauch 60 GWh p.a, Stromverbrauch/Server 1,5 MWh p.a.

Google(3)+(4): 450.000 Server, Stromverbrauch 810 GWh p.a, Stromverbrauch/Server 1,8 MWh p.a.

(alle Angaben sind Circa-Werte)

STRATO setzt sich für die Einführung des vom Umweltbundesamt befürworteten Energieeffizienz-Labels für Rechenzentren ein. Eine wichtige Rolle könnte hierbei der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. spielen. STRATO führt damit sein Engagement für den Klimaschutz konsequent fort, für das es vor wenigen Wochen mit dem „Berliner Umweltpreis des BUND“ ausgezeichnet worden ist: „STRATO zeigt, dass umweltbewusstes Handeln auch in energieintensiven Industriezweigen wie dem hart umkämpften Webhosting-Markt möglich ist.“

(1) Kypreos S. (2007): “Stabilizing Global Temperature Change Below Thresholds”, Monte Carlo
(2) 1&1 Internet AG: “1&1 setzt auf grünen Strom”, Pressemitteilung vom 3.12.2007
(3) Markoff, J. und Hansell, S.: „Hinding in Plain Sight“, in der New York Times vom 14.6.2006
(4) Barroso, L./ Weber, W./ Xiabao, F. (2007).: "Power Provisioning for a Warehouse-sized Computer”, Mountain View

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