Continental kauft Siemens VDO und startet mit gebündelter Kraft in eine neue Unternehmensära

(PresseBox) (Hannover/Regensburg, ) .
- Automobilzulieferer heißt neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter willkommen
- Intensiv vorbereitete Integration wird mit Hochdruck umgesetzt
- Wennemer: Letzte Entscheidungen nach Detailprüfungen in zwei bis drei Monaten
- Kunden und Investoren vertrauen auf höchste Kompetenz und breites Produktportfolio bei Megatrendthemen Sicherheit, Nachhaltigkeit und Information

Die Continental AG, Hannover, startet nach dem abgeschlossenen Kauf der Siemens VDO Automotive AG mit der gebündelten Kraft von zwei hoch leistungsfähigen und innovativen Unternehmen aus der Spitzengruppe der weltweiten Automobilzulieferindustrie in eine neue Ära. "Wir heißen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bisherigen Siemens VDO herzlich willkommen. Mit vereinten Kräften werden wir unsere Continental zu einem weltweit herausragenden Automobilzulieferer formen", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer am Mittwoch.

Der internationale Automobilzulieferer hatte zuvor den am 25. Juli vereinbarten und am 29. November von der EU-Kommission ohne Auflagen genehmigten Kauf der Siemens VDO Automotive AG vollzogen und den Preis in Höhe von 11,4 Milliarden Euro, der Steuervorteile von rund einer Milliarde Euro beinhaltet, an die Siemens AG gezahlt. Das erworbene Unternehmen wird ab Dezember 2007 in der Continental-Konzernbilanz voll konsolidiert. Für die Finanzierung des Kaufs hatte Continental Mitte Oktober ein Konsortium aus 39 internationalen Banken gewinnen können. Zudem war am 30. Oktober eine knapp 10-prozentige Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen worden, die rund 1,48 Milliarden Euro einbrachte.

"Nach intensiver Vorbereitung können wir jetzt mit einem fliegenden Start die Integration angehen. Für eine ganze Reihe wichtiger Entscheidungen werden wir uns aber nun noch zwei bis drei Monate Zeit nehmen, um die uns bisher aus wettbewerbsrechtlichen Gründen noch verschlossenen Daten intensiv zu prüfen", kündigte Wennemer an.

"Dies gilt insbesondere für die Informationen, die Umsatz, Ergebnis und Anzahl der Mitarbeiter nach Produktgruppen und Werken betreffen. Die für das operative Geschäft und insbesondere für die Produktion benötigten Pläne werden letztlich die Grundlage dafür bilden, dass Synergieeffekte entstehen und aus zwei sehr guten Unternehmen ein noch besseres und effizienteres entstehen kann."

Continental erwartet nach den bisherigen Planungen Netto-Synergieeffekte in Höhe von mindestens 170 Millionen Euro ab 2010. "Wir wären nach unserem jetzigen Kenntnisstand enttäuscht, wenn es bei dieser konservativ eingeschätzten Summe bleiben würde und gehen davon aus, dass der Betrag höher liegen wird. Näheres werden wir in den nächsten zehn Wochen sagen können", kündigte Wennemer an.

Der für Technologie-Entwicklung des Gesamtkonzerns und die neuen Divisionen Chassis & Safety sowie Powertrain verantwortliche Konzernvorstand Dr. Karl-Thomas Neumann betonte, dass die neue Continental mit erweiterter globaler Aufstellung, einem gestärkten Produktportfolio und umfassender automobiler Systemkompetenz ganz besonders von den entscheidenden Zukunftstrends der Automobilindustrie profitieren wird: "Unsere Innovationskraft und Kernkompetenzen decken exakt die in den kommenden Jahren eindeutig dominierenden automobilen Megatrends Sicherheit, Nachhaltigkeit und Information ab."

"In der Division Chassis & Safety wollen wir durch die Integration hochwertiger Komponenten im Bereich Bremssysteme, Sensoren und Fahrwerk in unser Sicherheitskonzept ContiGuard® eine automobile Zukunft ohne Unfälle und Verletzungen schaffen. Für die Zukunftsvision von "Null Emissionen" sind wir ebenfalls bestens gerüstet. Zum Beispiel haben wir durch die präzise und leistungsstarke Piezo-Einspritzung für Diesel- und Otto-Motoren sowie Hybridantriebslösungen oder auch rollwiderstandsoptimierten Reifen Standards gesetzt. Unter dem Motto "Mobilität erleben, Leidenschaft erfahren" wollen wir in der neuen Division Powertrain mit innovativen Produkt- und Systemlösungen für Diesel- und Benzinmotoren Fahrzeuge wirtschaftlicher, zuverlässiger, leistungsstärker und umweltfreundlicher machen", sagte Dr. Neumann.

Das strategische Ziel der neuen Division Interior lautet "Always On": "Wir sehen uns als Informationsmanager im Auto und wollen den Informationsfluss optimieren. Wir werden neue Funktionen für die Verbindung zur Außenwelt entwickeln sowie Daten für den Fahrer intuitiv erfassbar präsentieren. Dafür ist die neue Division Interior perfekt aufgestellt, denn das Portfolio reicht von Kombiinstrumenten, über Zugangs- und Kontrollsysteme bis hin zu Audio- und Navigationsplattformen für Pkw und Nutzfahrzeuge", ergänzte Wennemer, in dessen direkten Zuständigkeitsbereich auch die Division Interior fällt.

Der Continental-Konzern gehört mit mehr als 25 Milliarden Euro Umsatz (Basis 2006) und derzeit rund 150.000 Mitarbeitern an mehr als 200 Standorten (Werke, Forschungszentren und Teststrecken) in 36 Ländern weltweit jetzt zu den Top-Fünf der Automobil-zulieferindustrie. Das Unternehmen gliedert sich in sechs Divisionen:

Die neue von Dr. Ralf Cramer geleitete Division Chassis & Safety mit mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz sowie über 27.000 Mitarbeitern und mehr als 65 Standorten weltweit wird strategisch als weltweiter Markt- und Technologieführer für Bremsen- und Fahrwerk-Systeme, die Vernetzung von aktiver und passiver Sicherheit im Auto sowie Sensoren positioniert.

Die neue Division Powertrain mit mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz und über 27.000 Mitarbeitern und rund 70 Standorten weltweit wird von Dieter Rogge geleitet. Sie verfolgt mit Produkten und Systemlösungen rund um Antriebsstrang, Motorsteuerung, Einspritztechnik, Sensorik, Aktorik und Hybrid den Anspruch, weltweiter Markt- und Technologieführer für wirtschaftliches und umweltfreundliches Fahren zu sein.

Die neue Division Interior mit mehr als 6 Milliarden Euro Umsatz positioniert sich als weltweiter Markt- und Technologieführer für Informationsmanagement zwischen Automobil, Fahrer und Insassen, zwischen den Fahrzeugen sowie zwischen Auto und Umwelt. Die Division mit über 33.000 Mitarbeitern und rund 70 Standorten weltweit wird von Helmut Matschi geleitet.

Die Division Pkw-Reifen mit knapp 25.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 4,7 Milliarden Euro (2006) wird von Manfred Wennemer verantwortet. Continental ist bei Pkw-Reifen nach dem Joint Venture mit Matador die Nummer eins in Europa und Nummer vier weltweit. In Europa ist Continental darüber hinaus seit 2003 Marktführer im Erstausrüstungsgeschäft und führender Hersteller von Winterreifen und Tuning-Reifen.

Die von Konzernvorstand Dr. Hans-Joachim Nikolin geleitete Division Nfz-Reifen mit über 8.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von knapp 1,5 Milliarden Euro (2006) bietet für unterschiedlichste Einsatzbereiche und Anwendungsbedingungen Bus-, Lkw- und Industriereifen an. Alle Produkte sind in der Erstausrüstung und im Ersatzgeschäft erfolgreich.

Die Division ContiTech ist außerhalb der Reifenproduktion der größte Spezialist für Kautschuk und Kunststofftechnologie weltweit. Das Unternehmen entwickelt und produziert als Entwicklungspartner und Erstausrüster Funktionsteile, Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Apparatebau, die Schienenverkehrs-, Druck-, Bau- sowie die chemische und petrochemische Industrie, die Schiff- und Luftfahrt sowie die Bergbauindustrie. Im Konzernvorstand ist Gerhard Lerch für die Division mit einem Umsatz von knapp 2,9 Milliarden Euro (2006) und rund 22.000 Mitarbeitern verantwortlich.

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