Unternehmensinsolvenzen erstmals wieder über der 100er Schwelle

Im Jahresvergleich deutlich rückläufige Insolvenzzahlen seit 2004 / IHK Bonn/Rhein-Sieg wertet aktuelle Zahlen des LDS aus
IHC-Geschäftsführer Kurt Schmitz-Temming und die Vorstandsmitglieder Georg von Wick, Klaus Küsgen und Norbert Mattar (von links) gratulierten Vera Demmer, Tobias Reil und Stella Vootz (von links mit Blumen) (PresseBox) (Bonn, ) Die Unternehmensinsolvenzen sind im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg im dritten Quartal 2007 gestiegen und liegen erstmals seit über einem Jahr wieder über der 100er Schwelle. Im IHK-Bezirk wurden 101 Insolvenzen von Unternehmen registriert. Obwohl das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (LDS) wegen noch erfolgter Nachmeldungen keine Vergleichszahlen für 2006 angeben kann, macht ein Blick auf die vorläufigen Zahlen im IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg die Entwicklung deutlich: Im 3. Quartal 2005 wurden nach offiziellen LDS-Zahlen 126 Unternehmenspleiten gezählt, nach vorläufigen Zahlen der IHK waren es im 3. Quartal 2006 84 Insolvenzen von Unternehmen.

Das die Situation im Kammerbezirk aber nach wie vor erfreulich ist, machen die Zahlen für die ersten drei Quartale 2007 deutlich. Mit 269 Unternehmensinsolvenzen sind deutlich weniger Pleiten zu verzeichnen als in den Vorjahreszeiträumen 2006 (378) und 2005 (464). Im Jahresvergleich gibt es seit 2004 einen deutlich rückläufigen Trend bei den Unternehmensinsolvenzen. Zur Zeit liegen die Insolvenzzahlen sogar unter dem Niveau von 2002.

In der Stadt Bonn wurden im 3. Quartal 2007 25 Unternehmensinsolvenzen gezählt. Davon betroffen waren 78 Beschäftigte. Der voraussichtliche Forderungsausfall beläuft sich auf 14,483 Millionen Euro. Die meisten Insolvenzen gab es im Handel (7), im Baugewerbe (5) sowie im Gastgewerbe (4). Der größte Anteil entfällt mit 15 Unternehmensinsolvenzen auf Einzelunternehmer, freie Berufe und das Kleingewerbe gefolgt von den GmbH (8) und den Personengesellschaften (2).

Im Rhein-Sieg-Kreis gab es im 3. Quartal 76 Unternehmensinsolvenzen. Die voraussichtlichen Forderungen belaufen sich auf 27,294 Millionen Euro, davon betroffen sind 527 Beschäftigte. Die meisten Insolvenzen wurden im Handel (17), unternehmensnahe Dienstleistungen / Grundstücks- und Wohnungswesen (16), Baugewerbe (15), Gastgewerbe sowie Verkehr / Nachrichtenübermittlung (je 9) gezählt. Bei der Rechtsform lagen Einzelunternehmer, freie Berufe und Kleingewerbe (46) deutlich vor den GmbHs (28) und den Personengesellschaften(2)

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