Volle Kraft für sicheren Start

Das Auto-Bordnetz im Winter
(PresseBox) (München, ) Im Auto kommt der Strom weder aus der Steckdose, noch ist er umsonst. Experten von TÜV SÜD haben ausgerechnet, dass die Kilowattstunde dort nicht unter einem Euro zu haben ist. Deshalb ist es sinnvoll, auch unterwegs Strom zu sparen. Das entlastet nicht nur den Geldbeutel, sondern sichert auch die Startfähigkeit des Motors. Denn gerade im Winter ist der Energiespeicher Batterie extremen Belastungen ausgesetzt. Sprich: Das Kraftzentrum kann schneller leer werden. Wie sich das vermeiden lässt, erläutert TÜV SÜD.

Stromfresser: Die meisten Autofahrer meinen, der auch Lichtmaschine genannte Generator lade die Batterie stets sofort nach dem Kaltstart wieder nach. Das stimmt so meist nicht. Eine Vielzahl von Verbrauchern nimmt gerade bei kaltem Wetter auf den ersten Kilometern praktisch den gesamten Strom in Anspruch. Zu den Energiefressern gehören die heizbare Heckscheibe, Sitzheizungen und Gebläse. Wer solche Verbraucher nur eingeschaltet lässt, wenn sie wirklich benötigt werden, stellt das zuverlässige Nachladen der Batterie sicher.

Safety first: Keinesfalls darf aus Gründen der Energieeinsparung auf Sicherheitsrelevantes verzichtet werden. Licht zuerst an, lautet eine dringende Empfehlung von TÜV SÜD.

Tortur Kurzstrecke: Auf Fahrten unter zehn Kilometern wird die Batterie im Winter praktisch nie voll. Stop&Go-Verkehr und Ampelstopps mit viel Leerlaufbetrieb verstärken diesen negativen Effekt noch. Das beeinträchtigt sowohl die Lebensdauer als auch die Kaltstartleistung des Auto-Akkus. Manches vergebliche "Orgeln" an einem kalten Wintermorgen beruht nicht auf einer kaputten, sondern nur leeren Batterie. Das ist dann ein Fall für ein Ladegerät.

Pflege hilft: Die meisten Autobatterien tragen heute die Aufschrift "wartungsfrei". Der Begriff ist etwas missverständlich. Solange der Energiespeicher nämlich noch Öffnungen zur Kontrolle des Säurestands hat, sollte dieser mindestens einmal jährlich gecheckt werden. Achtung, nur destilliertes Wasser – zum Beispiel aus der Apotheke – nachfüllen. Vorsicht ist dabei angebracht, denn der sogenannte Elektrolyt des Akkumulators besteht nicht aus Wasser, sondern aus ätzender Schwefelsäure. Nur der Wasseranteil kann mit der Zeit verdampfen, bei heißer Batterie auch als explosives Knallgas. Deshalb empfiehlt TÜV SÜD, die Verschlussstopfen nur im kalten Zustand zu öffnen und mit der Kleidung auf Abstand zu gehen.

Nahezu alle Batterien haben nach Erfahrungen von TÜV SÜD praktische Säurestands-Anzeiger an den Einfüllöffnungen. Wenn nicht, sollte die Flüssigkeit rund zehn Zentimeter über den Platten stehen. Eine Taschenlampe macht sie und die Säurestands-Marker gut sichtbar. Die Kontrolle der Batterieflüssigkeit ist ein guter Anlass, einen Blick auf die Polklemmen zu werfen. Sind sie und die ganze Batterie sauber, können Kriechströme keinen Schaden anrichten. Die Experten von TÜV SÜD raten, etwas Vaseline oder spezielles Polfett aufzutragen.

Mehr Kapazität: In die meisten Autos passt eine etwas größere Batterie. Wenn ohnehin eine neue fällig ist, kann so die Versorgungssicherheit mit Startstrom erhöht werden. Der Aufpreis dafür ist in der Regel nur gering. Eine gute Idee ist, die ausgediente Batterie gleich zur Entsorgung mit in den Laden zu nehmen. Sonst wird ein Pfand von 7,50 Euro fällig. Batterien fürs Auto dürfen wie alle anderen nämlich nicht in den Hausmüll wandern.

Weitere Tipps für Autofahrer gibt es unter www.tuev-sued.de

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