Saarwirtschaft bleibt auch im Winter auf Wachstumskurs

Geschäftslage nochmals verbessert, Aussichten aber leicht gedämpft
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Trotz winterlicher Temperaturen bleibt die Stimmung in der Saarwirtschaft gut. Die aktuelle Geschäftslage hat sich im Dezember gegenüber dem Vormonat sogar leicht verbessert. Der IHK-Lageindikator ist um einen Punkt auf 37 Zähler gestiegen. Die Geschäftsaussichten für die kommenden Winter- und Frühjahrsmonate werden dagegen von den Unternehmen nicht mehr ganz so freundlich beurteilt wie in den Vormonaten. Der IHK-Erwartungsindikator bewegt sich mit vier Punkten aber weiterhin im positiven Bereich. "Die Saarwirtschaft wird auch im nächsten Jahr weiter wachsen. Wir rechnen sogar damit, dass das Wachstum an der Saar mit rund zwei Prozent etwas kräftiger ausfällt als im Bund. Dazu wird nicht zuletzt auch der Fahrzeugbau beitragen, der im nächsten Jahr mit neuen Modellen und Produkten zu alter Stärke zurückfinden dürfte." So kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Dezember-Umfrage der IHK Saarland, an der sich 180 Unternehmen mit rund 110.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 45 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage mit "gut", 47 Prozent mit "befriedigend" und acht Prozent mit "schlecht. Die Industrieunternehmen profitieren weiterhin von der robusten Weltkonjunktur und legen auf den Auslandsmärkten trotz des starken Euro weiter zu. Die Exportquote der Saarindustrie hat mit 49 Prozent einen neuen Rekordstand erreicht und liegt damit vier Prozentpunkte über der Quote für den Bund. Zusätzliche Impulse kommen aus dem Inland von der unverändert lebhaften Nachfrage nach Investitionsgütern. Im Dienstleistungsbereich ist die Lage eher durchwachsen. Während Versicherungen, die IT-Branche und die unternehmensnahen Dienstleister ganz überwiegend gute Geschäfte melden, ist die Stimmung im Handel trotzt des Weihnachtsgeschäfts eher gedämpft.

Verhaltener Optimismus für das Winterhalbjahr

Dass die Saarwirtschaft weiter auf Wachstumskurs bleibt, signalisieren die Erwartungen der Unternehmen für das erste Halbjahr. Insgesamt rechnen 12 Prozent der befragten Unternehmen mit besseren, 80 Prozent mit gleich bleibenden und acht Prozent mit schlechteren Geschäften. Damit bewegt sich der IHK-Erwartungsindikator als Saldo aus Besser- und Schlechtermeldungen mit vier Punkten weiterhin im positiven Bereich. Giersch: "Das signalisiert weiteres Wachstum – aber auf geringerem Niveau. Wir brauchen deshalb dringend Reformen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik, die die Wachstumskräfte stärken. Mit ihrer Entscheidung für Mindestlöhne bei der Post hat die Bundesregierung das genaue Gegenteil getan: Sie hat zusätzliche Risiken für Konjunktur und Arbeitsmarkt geschaffen."

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