SGI Systeme mit 25.000 Prozessorkernen für den norddeutschen Hochleistungsrechnerverbund HLRN

Mit neuen SGI Altix Supercomputern steigert der HLRN seine Rechenkapazitäten um das 60-fache
(PresseBox) (Hannover / Berlin / München, ) SGI wird den norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN, www.hlrn.de) mit einem neuen, SGI® Altix® ICE Supercomputer-Komplex ausstatten, der 60 Mal leistungsfähiger ist als das bisherige HPC-System des Verbunds. Ein entsprechender Vertrag wurde heute unterzeichnet. Die sechs Bundesländer Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben im Rahmen ihrer Kooperation die Ressourcen gebündelt und erwerben die neuen Systeme, mit dem Namen HLRN-II, gemeinsam unter Beteiligung des Bundes.

Der Gesamtlieferumfang des Projektes, das in zwei Phasen ausgeführt wird, beträgt rund 25.000 Prozessorkerne, je ca. 12.500 davon werden an den zwei Standorten Berlin und Hannover eingesetzt. Bei den Betreibern des HLRN-Systems, dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin (ZIB, www.zib.de) und dem Regionalen Rechenzentrum für Niedersachsen (RRZN, www.rrzn.uni-hannover.de) werden jeweils Teilsysteme installiert. Beide Teilsysteme sind über eine schnelle Datenleitung, dem HLRN-Link, gekoppelt. Die beiden Systemkomplexe in Hannover und Berlin werden eng integriert und zu einem einheitlichen Gesamtsystem verbunden (Ein-Systemeigenschaft).

Der neue Supercomputer-Komplex des HLRN wird nach der 2. Ausbaustufe eine Spitzenleistung von 312 TFlop/s aufweisen. Damit wird dem Norddeutschen Rechnerverbund eines der weltweit leistungsfähigsten Systeme gehören. Auf der aktuellen Top500 Supercomputerliste gibt es weltweit nur ein System mit einem höheren Spitzenwert. Insgesamt wird der Komplex auch über mehr als 90 Tbyte Hauptspeicher und 2.3 Pbyte Storage-Kapazität verfügen. Die Speicherlösung basiert auf SGI® InfiniteStorage.

Die erste Ausbaustufe des Projekts ist für März 2008 vorgesehen. Der weitere Ausbau in Stufe 2 erfolgt in zwei Teilabschnitten Ende 2008 und im September 2009. Je Ausbaustufe werden ein Massively-Parallel-Processing-System, ein Symmetric-Multiprocessing-System und ein Global-File-System geliefert und installiert. SGI ist Vertragspartner beider HLRN-Standorte und wird hier die entsprechenden Lösungen liefern. In dem HLRN Systemkomplex werden – wie in allen SGI Server-Systemen – ausschließlich Intel® Prozessoren zum Einsatz kommen. Intels technologischer Vorsprung bei der Prozessorentwicklung hat den Erfolg in dem Projekt maßgeblich mit beeinflusst.

SGI hat sich hier als Anbieter mit klarem Fokus auf den HPC-Markt durchgesetzt. Die Flexibilität und Fachkenntnis des Unternehmens und die Technologieführerschaft beim High-Performance-Computing haben zu dieser Entscheidung geführt. Mit dem neuen Supercomputer-Komplex wird die Wettbewerbsfähigkeit der Norddeutschen Spitzenforschung auf Gebieten wie beispielsweise der Umwelt- und Klimaforschung, der Geo-, Küsten- und Meeresforschung, der Biowissenschaften, des Schiffbaus, der Quantenchemie oder der Ingenieurwissenschaften wesentlich gestärkt. "Der HLRN-II ist ein gewaltiger Fortschritt für die Grundlagenforschung in Norddeutschland. Wir freuen uns, dass das Regionale Rechenzentrum für Niedersachsen der Leibniz Universität Hannover seinen Beitrag dazu auch in der Zukunft leisten können wird", sagt Prof. Gabriele von Voigt, Geschäftsführende Direktorin des Regionalen Rechenzentrums für Niedersachsen. "Mit dem neuen SGI Altix System verfügt der HLRN-Verbund erstmals über 25.000 Rechnerkerne", sagt Prof. Alexander Reinefeld, ZIB Berlin. "Viele Anwendercodes müssen daher angepasst werden. Ich bin zuversichtlich, dass die HLRN-Fachberater diese besondere Herausforderung meistern und unsere Anwender optimal unterstützen werden."

Robert Übelmesser, Geschäftsführer der Silicon Graphics GmbH, Deutschland: "Mit diesem Vertrag wird den HLRN-Nutzern insgesamt eine Spitzenleistung von mehr als 312 TFlop/s zur Verfügung stehen. Zusätzlich bahnbrechend ist auch das HLRN-Konzept eines integrierten Gesamtsystems verteilt auf zwei Standorte. Das Konzept ermöglicht die Bündelung vorhandener Infrastruktur, um so den dramatisch steigenden Anforderungen zukünftiger Höchstleistungsrechner an die Infrastruktur der Rechenzentren, insbesondere an Stromversorgung und Kühlung, Rechnung zu tragen."

Die Ausschreibung nach dem sogenannten Verhandlungsverfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge fand unter Federführung des Regionalen Rechenzentrums der Leibniz Universität Hannover (RRZN) statt. Ein langer und harter Wettbewerb über ein knappes halbes Jahr führte zu der nun erfolgten Entscheidung. Mit HLRN-II wird das bisherige IBM-System abgelöst.

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