Seit 1991 1,5 Milliarden Euro in Thüringer Hochschulbau investiert

Goebel: "Entscheidender Beitrag zur Modernisierung der Hochschullandschaft"
(PresseBox) (Erfurt, ) Die Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau habe entscheidend dazu beigetragen, die Hochschullandschaft im Freistaat zu modernisieren und wettbewerbsfähig zu machen, erklärte Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) heute in Erfurt. Seit 1991 seien 255 Einzelvorhaben der Thüringer Hochschulen mit insgesamt 1,495 Milliarden Euro gefördert wurden. Der Freistaat habe dabei 792 Millionen Euro investiert, der Bund 703 Millionen Euro.

Kultusminister Goebel dazu: "Thüringen ist ein Hochschul- und Wissenschaftsstandort mit Zukunft. Eine wichtige Voraussetzung für ausgezeichnete Forschung und Lehre waren auch die Investitionen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro in den Hochschulbau. Damit die Hochschulen im Freistaat weiterhin im weltweiten Wissenswettbewerb bestehen können, unterstützt das Land auch künftig deren Bauvorhaben. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung bestehender Einrichtungen. Allein im Doppelhaushalt 2008/2009 sind so Investitionen von rund 134 Millionen Euro vorgesehen. Bis zum Jahr 2011 sind im Hochschulpakt Ausgaben von durchschnittlich 70 Millionen Euro pro Jahr eingeplant."

Die seit 1970 bestehende Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau ist zum 1. Januar 2007 ausgelaufen. Von 1991 bis 2006 konnten auch die jungen Länder Investitionen in erheblichem Umfang tätigen. Gefördert wurden Bauvorhaben, Planungen und Grunderwerb sowie die Beschaffung von Ersteinrichtungen, Bücherbeständen und Großgeräten.

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurden 36 Einzelvorhaben wie die Sanierungen des Universitätshauptgebäudes, des Abbeanums und der Mensa sowie die Bauten von Fakultätsgebäuden und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek mit über 279 Millionen Euro gefördert.

Beim Universitätsklinikum Jena wurden mehr als 447 Millionen Euro in 79 Einzelvorhaben investiert, u. a. in die Neubauten eines Nothilfezentrums in der Bachstraße, des Klinikums in Jena-Lobeda und eines zentralen Forschungsgebäudes.

Für 32 Einzelvorhaben der Bauhaus-Universität Weimar wurden über 85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit wurde u. a. das Universitätshauptgebäude saniert sowie Lehr- und Laborgebäude und ein zentrales Bibliotheks-und Hörsaalgebäude gebaut.

Die Technische Universität Ilmenau finanzierte mit mehr als 120 Millionen Euro 28 Einzelvorhaben wie die Sanierung des Curiebaus sowie die Neubauten eines Reinraumgebäudes, eines zentralen Hörsaales und eines Laborgebäudes.

Die zwölf Einzelvorhaben der Universität Erfurt wurden mit über 85 Millionen Euro gefördert. Dazu gehörten u. a. der Neubau der Universitätsbibliothek sowie der Umbau und die Sanierung von Lehrgebäuden.

Für sieben Einzelvorhaben der Medizinischen Akademie Erfurt standen knapp 17 Millionen Euro bereit.

An der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar konnten mit mehr als 35 Millionen Euro zehn Einzelvorhaben wie die Sanierungen des Hauptgebäudes "Fürstenhaus" und der Kavaliershäuser in Belvedere realisiert werden. Zudem wurde eine ehemalige Kaserne zum Hochschulzentrum umgebaut.

Die sieben Einzelvorhaben der Pädagogischen Hochschule Erfurt wie die Sanierungen von Lehrgebäuden wurden mit über zehn Millionen Euro gefördert.

Mehr als 91 Millionen Euro konnten an der Fachhochschule Erfurt in 19 Einzelvorhaben wie den Erwerb und die Sanierung eines Gebäudes und den Neubau einer Laborhalle investiert werden.

Für fünf Einzelvorhaben der Fachhochschule Jena standen über 96 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurden u. a. der Standort Carl-Zeiss-Promenade sowie die Mensa erworben und ausgebaut bzw. saniert.

An der Fachhochschule Schmalkalden wurden zwölf Einzelvorhaben mit mehr als 77 Millionen Euro gefördert. Dazu gehörten u. a. der Erwerb und der Umbau eines Lehrgebäudes sowie der Neubau des Fachhochschulkomplexes mit Mensa.

In die acht Einzelvorhaben der Fachhochschule Nordhausen wurden über 16 Millionen Euro investiert. So konnten u. a. Gebäude saniert werden.

Darüber hinaus standen allen Thüringer Hochschulen mehr als 134 Millionen Euro für die Anschaffung von wissenschaftlichen Großgeräten zur Verfügung.

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Gregor Hermann
Thüringer Kultusministerium
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