Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im November 2007

(PresseBox) (Berlin, ) Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im November preis- und saisonbereinigt [2] kräftig um 3,4 % angestiegen, nachdem sie sich bereits im Vormonat um 4,0 % erhöht hatten. Der Umfang an Großaufträgen lag im November wie bereits im Oktober deutlich über dem Durchschnitt. Hier profitierten sowohl die Vorleistungs- als auch die Investitionsgüterproduzenten, die einen Orderzuwachs um 4,3 % bzw. 3,6 % verbuchten. Die Auftragseingänge bei den Herstellern von Konsumgütern gingen um 1,1 % zurück. Die Inlandsbestellungen erhöhten sich - insbesondere aufgrund einer starken Inlandsnachfrage nach Vorleistungsgütern - mit 4,2 % deutlicher als die Auslandsbestellungen (+2,8 %). Die Auslandsorders kamen zuletzt verstärkt aus der Eurozone (+6,8 %), während die Bestellungen aus der Nicht-Eurozone zurückgingen (-0,5 %).

Im Zweimonatsvergleich (Oktober/November gegenüber August/September) nahmen die Auftragseingänge in der Industrie um 4,9 % zu. Die stärksten Impulse kamen dabei von den Investitionsgüterherstellern (+8,7 %). Die Hersteller von Vorleistungsgütern verzeichneten ein Nachfrageplus von 1,6 %. Die Bestellungen bei den Konsumgüterproduzenten gingen dagegen um 1,6 % zurück. Mit einem Anstieg von 6,3 % erhöhte sich die Auslandsnachfrage nach industriellen Erzeugnissen stärker als die Inlandsnachfrage (+3,4 %).

Im Vorjahresvergleich lagen die Bestellungen in der Industrie im Oktober/November um 13,9 % höher. Die Auslandsaufträge notierten dabei mit +19,0 % über dem Vorjahresstand. Im Inland überschritt das Ordervolumen das Vorjahresniveau um 8,7 %.

Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat nach der schwächeren Entwicklung im dritten Quartal 2007 zuletzt wieder deutlich zugelegt. Begünstigt wurde dies durch umfangreiche Großaufträge. Bei einer nach wie vor robusten Auslandsnachfrage hat aktuell auch die Bestelltätigkeit im Inland wieder angezogen. Die Aussichten für eine aufwärts gerichtete Industrieproduktion haben sich damit für die nächsten Monate insgesamt wieder verbessert.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

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