EnBW-Umspannwerk Trossingen erhält neuen Transformator

60 Meter langer Schwertransport unterwegs von Marbach nach Trossingen
(PresseBox) (Villingen., ) Ein Schwertransport mit einem Gesamtgewicht von 475 Tonnen rollte am gestrigen Dienstag vom Bahnhof Marbach südlich von Villingen-Schwenningen zum Umspannwerk Trossingen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Im Gepäck ein neuer, rund drei Millionen Euro teurer 380/110-Kilovolt (kV)-Transformator der EnBW Transportnetze AG, für das Umspannwerk Trossingen, das von 220- auf 380-kV-Betrieb umgerüstet wird. Nach dem ersten 380-kV-Anschluss im Jahr 2002 aus der Leitung Engstlatt - Lauffenburg erhält das Umspannwerk derzeit einen weiteren Höchstspannungsanschluss mit einem zweiten Transformator sowie eine neue Freiluftschaltanlage. Die beiden Trafos haben die Aufgabe, den Strom aus dem 380-kV-Höchstspannungsnetz auf 110 kV Hochspannung herunter zu transformieren.
Gegen 9:00 Uhr machte sich der insgesamt 60 Meter lange, über vier Meter breite und 4,80 Meter hohe Schwertransport auf den 24 Kilometer langen Weg. Vorn und hinten mit einer jeweils 700 PS starken Zug- bzw. Schubmaschine ausgestattet wurde der rund 270 Tonnen schwere Transformator von Marbach aus über Tuningen und Schura nach Trossingen befördert. Jede der beiden baugleichen Antriebsmaschinen ist mit zehn Achsen und 72 Rädern ausgerüstet. Sie können unabhängig voneinander gelenkt werden - ein Vorteil, der sich vor allem beim Befahren von Kurven auszahlt. Denn das starre rund 30 Meter lange Mittelteil, auf dem der elf Meter lange Trafo steht, schert weit aus. Hindernissen links und rechts der Fahrbahn können durch die einzeln lenkbaren Antriebseinheiten ausgewichen werden. An der elfprozentigen Steigung kurz vor Weigheim wurde den 1400 PS starken Antriebseinheiten vorsorglich Verstärkung zur Seite gestellt. Dort warteten drei weitere Zugmaschinen mit jeweils 530 PS auf ihren Einsatz. Zwei wurden dem Schwertransport vorgespannt, eine als Schubfahrzeug hinten eingesetzt. Mit knapp 3000 PS ging es bergauf.

Nach rund sechs Stunden erreichte der durch Polizei- und Begleitfahrzeuge sowie einer Vielzahl von Einsatzkräften eskortierte Transport das Umspannwerk Trossingen. Dort werden im Laufe der nächsten Wochen die Nebenaggregate an den Trafos montiert. Dem Transport der 24 Kilometer langen Wegstrecke war eine umfangreiche Planung voraus gegangen. Statische Gutachten für das Befahren von Brücken mussten eingeholt werden und die Erlaubnis zum Sperren von Strassen war ebenso erforderlich wie das entfernen von Leitplanken und Verkehrsschildern.

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG investiert innerhalb von fünf Jahren rund eine Milliarde Euro in ihre Stromnetze und damit in die Versorgungssicherheit. Ein Projekt ist dabei die Umstellung der 220kV-auf 380kV-Leitungen. In einem ersten Schritt werden dazu rund 170 Millionen Euro in die Erneuerung und Erweiterung der ersten Umspannwerke investiert. Weitere werden folgen. Dieses Investitionspaket ist Teil der Zukunftsstrategie der EnBW und eine weitere Investition für die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg.

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