Fackel-Kette gegen die Elbvertiefung

(PresseBox) (Hamburg, ) Der und weitere Organisationen werden in Hamburg mit einer Fackel-Kette gegen die ökologisch und ökonomisch unsinnige erneute Elbvertiefung demonstrieren.

Die Aktion reiht sich ein in den Protest entlang der gesamten Unterelbe zwischen Cuxhaven und Dresden. 10.000 Menschen wollen auf den Deich und an Ihren Fluss gehen, um gegen die Baggerwut der Maritimen Wirtschaft und der Hamburger Politik Front zu machen.

Termin: Sonntag, 13. Januar 2008, 19 Uhr
Treffpunkt: unten an der Treppe vom S/U-Bahnhof "Landungsbrücken" zur Uferpromenade

Cuxhaven-Hamburg-Magdeburg-Dresden, 9. Januar 2008

Aufruf zur Aktion "Fackeln für die Elbe" am 13. Januar 2008

Die Aktion "Fackeln für die Elbe" von Dresden bis Cuxhaven, getragen von einem breiten "Bündnis für die Elbe", steht für den umfassenden Schutz des letzten, noch relativ naturnahen Stromes in Deutschland: Die Elbe. Mehr als 40 Initiativen, Vereine und Verbände an über 30 Orten entlang der Elbe mit mehr als 20.000 Teilnehmern rufen dazu auf, Lichter für die Elbe zu entzünden, um zu zeigen:

Diese Flusslandschaft ist einzigartig - aber sie ist akut bedroht!

Die Akteure wehren sich gegen die massiven und überdimensionierten Bauprojekte, die dem Lebensraum Fluss und seinen Auen unumkehrbare Schäden zufügen sowie die Hochwasserrisiken verschärfen. Dazu zählen die Elbvertiefung zwischen Cuxhaven und Hamburg, der Ausbau der sogenannten "Reststecke" zwischen Dömitz und Hitzacker, die Einengung und Vertiefung der Mittleren und Oberen Elbe durch Schotterung der Ufer, der Saalekanal im Mündungsbereich der Saale in die Elbe, die Waldschlösschenbrücke in Dresden und die geplante Staustufe in Tschechien.

"Die Baumaßnahmen an Elbe und Saale sind keine Lösung für den Gütertransport im Elbegebiet, sie sind nicht zielführend!" sagt Dr. Ernst Paul Dörfler, Leiter des BUND-Elbeprojekts. "Der Mittleren und Oberen Elbe fehlt schon seit fast zwei Jahrzehnten für eine ganzjährige und rentable Güterschifffahrt die nötige Wassermenge."

Die kritisierten Verkehrsprojekte verursachen enorme Kosten für den Steuerzahler. Sie sind entweder entbehrlich oder es bieten sich Alternativlösungen an - z.B. Schienentransporte oder der bereits bestehende Elbeseitenkanal. Die Bürger wenden sich gegen die blinde Bauwut an der Elbe, die im Hinblick auf den Klimawandel sogar kontraproduktiv ist. Bereits jetzt werden an vielen Orten entlang der Elbe geschützte Lebensräume am Fluss durch Bauvorhaben und Unterhaltungsmaßnahmen zerstört und den Feuchtgebieten in der Aue das Wasser abgegraben.

Die Flusslandschaft der Elbe ist als eines der größten UNESCO Biosphärenreservate in ganz Deutschland geschützt. Sie hat internationale Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel und bildet für den Weißstorch den wichtigsten zusammenhängenden Lebensraum in Deutschland. Die Elbe ist Heimat für viele weitere, seltene und bedrohte Arten wie Elbebiber, Seeadler und Schwarzstorch. Nahezu die gesamte Flusslandschaft ist deshalb auch nach europäischen Naturschutzrecht geschützt.

Die Aktion "Fackeln für die Elbe" ist der Auftakt einer Reihe von überregionalen Veranstaltungen zur Elbe im Jahr 2008. Am 7. Juni findet der erste Elbe-Kirchentag in Coswig (Anhalt) statt und am 25. Oktober das dritte Elbesymposium in Dessau.

Rückfragen:
Walter Rademacher: 04752 841074
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Kontakt

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