Wissenschaftliches Prüfverfahren für selbstreinigende Gläser entwickelt

Neue Prüfmethode beim zuständigen europäischen Komitee eingereicht
Das Bulletin 5 von Pilkington enthält alle Informationen zur neuen Prüfmethode für selbstreinigendes Glas. © Pilkington (PresseBox) (Gladbeck, ) Ein multinationales Konsortium, bestehend aus industriellen und wissenschaftlichen Partnern, hat ein Verfahren erarbeitet, mit dessen Hilfe die Reinigungsleistung von Glasprodukten objektiv beurteilt werden kann. Im Rahmen des europäischen Specific Targeted Research Project (kurz: STREP) wurde 2004 das Projekt "self cleaning glass" gestartet. Die erzielten Ergebnisse belegen, dass die Funktion selbstreinigender Fenstergläser wie Pilkington ActivTM überzeugt. Aus diesem Grund wurde das angewandte Prüfverfahren nun auch als Normungsvorschlag beim zuständigen europäischen Komitee eingereicht. Pilkington bietet alle Einzelheiten zum Projekt in seiner neuen Publikation "Bulletin 5".

Die Ergebnisse des neuen Prüfverfahrens zeigen vor allem eines: Selbstreinigende Fenstergläser wie Pilkington ActivTM, die auf der Außenseite über eine wasseranziehende (hydrophile) Beschichtung verfügen, bleiben deutlich länger sauber als unbeschichtete Floatgläser. Die schwächsten Noten aller drei getesteten Glastypen erhalten Fenstergläser mit wasserabweisender (hydrophober) Beschichtung. "Der hohe Wirkungsgrad von Pilkington ActivTM wurde also bestätigt", resümiert Dr. Norbert Wruk, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Pilkington Deutschland AG.

Mit Abschluss des Projektes, an dem drei industrielle und sieben wissenschaftliche Partner sowie eine unabhängige Beratungsgesellschaft teilnahmen, wurden drei Zielvorgaben umgesetzt. So wurde ein geeignetes Messverfahren entwickelt, das zur Charakterisierung der Sauberkeit von Glasoberflächen dient: die Streulichtmessung. Dazu wurden über einen Zeitraum von 24 Monaten die Verschmutzungen der drei Glasarten von unabhängigen Personen bewertet. Diese subjektiven Bewertungen stimmten mit den Ergebnissen der Streulichtmessung überein. Mit dem Messverfahren lässt sich also der durch Verschmutzung hervorgerufene Trübungsgrad des Glases bestimmen. Das zweite Ziel des Projektes, mittels eines beschleunigten Prüfverfahrens auftretende Verschmutzung zu standardisieren, wurde anhand einer speziell entwickelten Sprühapparatur erreicht.

Diese trägt einen genau definierten Testschmutz gleichmäßig auf die Scheibe auf. Die folgende Bestrahlung durch UV-Licht und eine anschließende Beregnung simuliert das Wetter und damit den natürlichen Reinigungsvorgang.

Schlussendlich konnten die Partner des Konsortiums auf Basis der Ergebnisse beim zuständigen europäischen Komitee einen Normungsvorschlag zur Bewertung der selbstreinigenden Funktion bei Fenstergläsern einreichen. "Die Bewertung selbstreinigender Gläser erfolgt bisher lediglich hinsichtlich deren Haltbarkeit gemäß der europäischen Norm EN 1096. Der eigentlichen Leistung selbstreinigender Gläser wird diese Bewertung allerdings nicht gerecht", so Dr. Wruk.

Reihe der Bulletins erweitert

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes und eine Auflistung aller beteiligten Partner findet sich im neuen Bulletin 5. Es ergänzt die Reihe bisher erschienener Bulletins, die Pilkington in unregelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen rund um den Markt der Fenstergläser veröffentlicht, darunter etwa Anmerkungen zur Energie-Einsparverordnung und Verarbeitungstipps für Pilkington ActivTM. Alle Bulletins können bei Pilkington angefordert werden.

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