Ist Vorsorgen immer besser als Heilen?

Symposium über Gesundheitsförderung und Prävention von 20. bis 21. Februar an der Donau-Universität Krems
(PresseBox) (Krems, ) Ist Gesundheitsvorsorge immer besser als Heilen? Gilt der Grundsatz "Wenn es nicht hilft, schadet es nicht"? Und wenn nicht, welche Risiken birgt Präventionsmedizin für gesunde Menschen? Diese und viele weitere spannende Fragen diskutieren nationale und internationale ExpertInnen von 20. bis 21. Februar im Rahmen eines Symposiums an der Donau-Universität Krems.

Präventionsmedizin ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Element der Gesundheitsversorgung geworden und hat die Auswirkungen vieler Erkrankungen wesentlich reduziert. Gesunde Menschen können mithilfe der Präventionsmedizin und relativ geringem Aufwand Erkrankungen oft vermeiden oder verzögern. Da meist keine unmittelbaren Nebenwirkungen offensichtlich werden, wird Präventionsmedizin von der Bevölkerung und von vielen Ärzten als frei von Nebenwirkungen gesehen. Nach dem Motto "Wenn es nicht hilft, schadet es nicht" werden häufig die potentiellen Risiken der Präventionsmedizin ignoriert. Mangelnde diagnostische Genauigkeit und Nebenwirkungen können jedoch schwerwiegende Folgen haben.

Kritischer Diskurs über Präventionsmedizin
Aus diesem Grund veranstalten die Donau-Universität Krems und die Agentur für Gesundheitsvorsorge des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds ein Symposium, bei dem die Gesundheitsförderung und Präventionsmedizin im Mittelpunkt stehen. Internationale und nationale ExpertInnen, darunter Sir Muir Gray vom UK National Screening Committee und Russell Harris von der US Preventive Services Task Force, werden bei der zweitägigen Veranstaltung in Krems die Notwendigkeit evidenzbasierten Vorgehens in der Präventionsmedizin erläutern. Vorträge behandeln sowohl aktuelle, klinische Themen, als auch den Einsatz evidenzbasierter Entscheidungshilfen zur Steuerung und Evaluierung von präventionsmedizinischen Maßnahmen.

Ziel des Symposiums ist es, einen kritischen Diskurs über Wirksamkeit und Schaden der Präventionsmedizin zu eröffnen. Es werden dabei sowohl Perspektiven der Wissenschaft, als auch der klinischen Praxis und der Gesundheitspolitik diskutiert. Den TeilnehmerInnen soll vermittelt werden, dass nur eine kritische Beurteilung einzelner vorsorgemedizinischer Maßnahmen nach den Kriterien der Evidenzbasierten Medizin eine effektive Präventionsmedizin ermöglicht. Schließlich soll mit dem Symposium der Grundstein für einen neuen Schwerpunkt der Donau-Universität Krems im Bereich klinische Epidemiologie und Evidenzbasierte Medizin gelegt werden.

Für EntscheidungsträgerInnen, Ärztinnen, WissenschafterInnen
Zielgruppen sind EntscheidungsträgerInnen aus dem Bereich Gesundheitsvorsorge und Präventivmedizin, ÄrztInnen und WissenschafterInnen aller angesprochenen Fachgebiete sowie alle am Thema interessierten Personen. Die Veranstaltung wird für das Diplom-Fortbildungsprogramm der österreichischen Ärztekammer approbiert und ist für FachärztInnen und AllgemeinmedizinerInnen als "Freie Fortbildung" anrechenbar. Die Teilnahmegebühr für beide Symposiumstage inklusive Abendveranstaltung beträgt 75 Euro. Auf Grund der beschränkten Teilnehmerzahl wird um eine möglichst frühzeitige Anmeldung gebeten.

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.donau-uni.ac.at/prev.

Ist Vorsorgen immer besser als Heilen?
Symposium über Gesundheitsförderung und Prävention
20.02.08 – 21.02.08
Donau-Universität Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems

Kontakt

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Dr. Karl-Dorrek-Straße 30
A-3500 Krems
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Kommunikation, Marketing & PR
Presseservice
Dr. Gerald Gartlehner
Donau-Universität Krems
Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie
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