Bundeskabinett beschließt Jahreswirtschaftsbericht 2008; "Kurs halten!"

(PresseBox) (Berlin, ) Das Bundeskabinett hat heute den Jahreswirtschaftsbericht 2008 der Bundesregierung beschlossen. Er trägt den Titel "Kurs halten!".

"Kurs halten!" - der Titel des diesjährigen Berichtes gibt die Richtung vor. Denn Deutschland ist auf gutem Kurs: mit einem Aufschwung für alle, mit einer Rekordbeschäftigung und mit einem ausgeglichenen Staatshaushalt. Die Reformen der letzten Jahre zahlen sich jetzt aus. Auch 2008 wächst die deutsche Wirtschaft weiter. Die Bundesregierung geht von einen wirtschaftlichen Wachstum von 1,7 Prozent aus.

Auch vor dem Hintergrund gestiegener Unsicherheit - nicht zuletzt aufgrund der Finanzmarktturbulenzen und der Kurseinbrüche an den Börsen - bleibt Bundesminister Glos für die weitere wirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich zuversichtlich: "Das Auf und Ab an den Börsen spiegelt die Verunsicherung der Marktteilnehmer wieder, dazu haben vor allem die Subprime-Krise und die damit verbundenen Rezessionsängste in den USA beigetragen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der Dax in den letzten fünf Jahren auch kräftig zugelegt hat. Vor diesem Hintergrund sollte man die derzeitige Korrektur nach unten nicht überbewerten." Zudem seien die Auftragsbücher der deutschen Unternehmen gut gefüllt. Insgesamt sei die Wirtschaft stabiler aufgestellt als noch vor einigen Jahren. "Der diesjährige Jahreswirtschaftsbericht zeigt ganz klar, dass sich die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gegen externe Schocks deutlich verbessert hat. Dazu haben auch die Strukturreformen der letzten Jahre maßgeblich beigetragen. Aber wir müssen noch mehr tun, um Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Märkte und der Marktteilnehmer weiter zu verbessern".

Die bisherige Reformbilanz der Bundesregierung kann sich sehen lassen. Der Aufschwung kommt bei den Menschen an: In Form verbesserter Einkommensperspektiven und zusätzlicher Arbeitsplätze. Mit über 40 Millionen Erwerbstätigen wurde im Herbst 2007 ein historischer Höchststand erreicht. Die wirtschaftliche Dynamik kommt nun zunehmend auch den Menschen zugute, die mit besonderen Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt konfrontiert sind: den Älteren, den Langzeitarbeitslosen und Arbeitnehmern mit einfachen Qualifikationen. Auch die Haushaltskonsolidierung ist auf gutem Weg. Im Jahre 2007 war der Staatshaushalt insgesamt ausgeglichen - erstmals seit dem Jahr 1989. Ein ausgeglichener Bundeshaushalt soll spätestens im Jahr 2011 erreicht werden.

Jetzt gilt es, wirtschaftspolitisch auf Kurs zu bleiben und die erfolgreichen Strukturreformen der vergangenen Jahre fortzuführen. Finanzpolitische Spielräume sind wie bisher zu nutzen, auf der einen Seite, um zu konsolidieren, und auf der anderen Seite, um Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu geben. Bundesminister Glos: "Weitere Reformen werden auch weitere Erträge für alle bringen. Ziel ist es, das Wachstumspotenzial und die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter zu erhöhen, die Bürger noch stärker am Aufschwung zu beteiligen und Staatshaushalt und Sozialversicherungssysteme nachhaltig zu gestalten."

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