IPHT koordiniert drei EU-Projekte mit 10-Millionen-Euro-Budget

Kultusminister Goebel: „Institut baut Spitzenposition aus“
(PresseBox) (Erfurt, ) Das Institut für Photonische Technologien (IPHT) Jena koordiniert ab diesem Jahr drei EU-Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Energie und Nanotechnologie. Die Vorhaben haben insgesamt ein Gesamtbudget von etwa 10,3 Millionen Euro. Dem IPHT stehen im Rahmen der institutionellen Förderung rund 8,26 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Insgesamt arbeiten mehr als 250 Mitarbeitern und Gastwissenschaftler am Institut. Die Landesregierung unterstützt die Neuprofilierung des Instituts im Rahmen der EU-Infrastrukturförderung mit Investitionsprojekten über einen Zeitraum bis 2010 im Bereich Photonische Instrumentierung mit ca. 5 Millionen Euro und im Bereich optische Fasern/ Faseranwendungen mit etwa 3,4 Millionen Euro. Zudem werden für fünf Jahre zwei Nachwuchsforschergruppen gefördert.

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) dazu: "Das IPHT hat in den 16 Jahren seines Bestehens eine außerordentlich erfolgreiche Entwicklung genommen. Um im nationalen und weltweiten Wettbewerb weiter bestehen zu können, haben das IPHT und das Thüringer Kultusministerium eine Stärkung des Forschungsprofils vereinbart. Mit dem von der Strukturkommission erarbeiteten Konzept setzt das Institut zukünftig konsequent auf Photonische Technologien, die zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts gehören. Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Profilierungskonzepts sind die drei Forschungsprojekte. Dass das IPHT dabei die Leitungsfunktion für die beteiligten europäischen Partner übernimmt, ist Ausdruck für die herausragende und international anerkannte Kompetenz des Instituts. Damit wird eines der größten Landesforschungseinrichtungen seine leistungsfähige und innovative Spitzenposition weiter ausbauen."

Ziel des Projekts PHOTONICS4LIFE ist die Steigerung der Lebensqualität durch eine bessere gesundheitliche Versorgung. Dabei koordiniert das IPHT den Zusammenschluss 13 hochrangiger Forschungseinrichtungen aus neun EU-Staaten und Russland. Um die vielfältigen Möglichkeiten der optischen Technologien in der medizinischen Praxis nutzen zu können, sollen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Biophotonik gebündelt und zusammengeführt werden. Damit sollen dann Früherkennung und Behandlung von Krankheiten auf den einzelnen Patienten optimal zugeschnitten werden. Gefördert wird das EU-Exzellenznetzwerk mit ca. 4 Millionen Euro.

Einen Durchbruch in der Herstellung von Siliziumdünnschichten auf Glas für die Photovoltaik strebt das EU-Projekt HIGH_EF an. Dabei soll der mit Siliziumdünnschichten arbeitenden Industrie ein neues Verfahren zur Produktion effizienterer Solarzellen eröffnet werden. An dem Vorhaben beteiligen sich neun Partner aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Ungarn und der Schweiz. Die Fördersumme beträgt 2,9 Millionen Euro.

An einem "Multi-Nano-Werkzeug", einem zweistrahligen fokussierten Ionenstrahl zur Oberflächenbearbeitung, arbeitet das EU-Projekt FIBLYS. Erreicht werden soll dies durch Strukturierung und Manipulation auf molekularer Ebene, eine gleichzeitige Beobachtung des Prozesses und eine sofortige Analytik. Im Ergebnis erwarten die sieben Wissenschaftspartner aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Frankreich ein Prototyp-System, das den verschiedensten Anwendungen in den schnell wachsenden Disziplinen im Bereich der Nanotechnologie gerecht wird. Gefördert wird das Vorhaben mit etwa 3,4 Millionen Euro.

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