Hauskauf: Ehrliche Kosteneinschätzung erforderlich

(PresseBox) (Nürnberg, ) Beim Immobilienerwerb muss der Käufer neben dem reinen Kaufpreis auch noch eine Reihe weiterer Kosten tragen. Sie müssen bei der Finanzplanung unbedingt berücksichtigt werden.

Sowohl die Bauzinsen als auch die Immobilienpreise sind derzeit noch günstig. Dennoch sollten sich angehende Immobilienbesitzer den Hauserwerb nicht schön rechnen, rät das Immobilienportal Immowelt.de. Denn neben dem reinen Kaufpreis fallen zahlreiche weitere Kosten an, die bei der Finanzplanung unbedingt berücksichtigt werden müssen. Eine ehrliche Kostenschätzung über den tatsächlichen finanziellen Aufwand ist deshalb unabdingbar.

So werden Kaufnebenkosten fällig, die über zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen können.

Grunderwerbsteuer:

Die Grunderwerbsteuer beträgt in den meisten Bundesländern 3,5 Prozent des Kaufpreises. Neuerdings ist die Höhe dieser Steuer jedoch nicht mehr bundesweit einheitlich geregelt, sondern kann von den Ländern selbst festgelegt werden. Berlin hat als erstes Bundesland zum 1. Januar 2007 den Satz auf 4,5 Prozent angehoben. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Bundesländer diesem Beispiel folgen könnten.

Notar- und Gerichtskosten:

Die Kosten für Notar und Eigentumsübertragung im Grundbuch betragen rund 1,5 Prozent des Kaufpreises.

Maklerprovision

Die übliche Höhe der Maklerprovision ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. In den meisten Fällen verlangen Makler sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer jeweils drei Prozent plus Mehrwertsteuer. Der Käufer hat demnach 3,57 Prozent zu tragen. In Berlin und Brandenburg ist es üblich, dass der Käufer die volle Provision trägt (7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer). Manche Makler arbeiten allerdings auch mit einer so genannten Innenprovision, bei der der Verkäufer den Maklerlohn bezahlt, berichtet Immowelt.de.

Renovierungen

Oft unterschätzt werden auch Folgekosten für Renovierungen nach dem Erwerb einer Gebraucht-Immobilie. Dabei gilt in der Regel: Je älter ein Haus ist, desto mehr Sanierungsaufwand ist einzuplanen. Und die Kosten hierfür dürfen nicht unterschätzt werden. Ein günstig erworbener, desolater Altbau kann sich als wahres Groschengrab erweisen. Sind viele Gewerke zu sanieren - also zum Beispiel Dach, Fassade, Heizung, Elektrik, Versorgungsleitungen und Sanitäreinrichtungen - können die Kosten hierfür im Einzelfall auch höher sein als der Kaufpreis, mahnt Immowelt.de. Bei neueren Häusern mit guter Substanz ist der finanzielle Aufwand dagegen meist absehbar. Doch auch hier investieren Käufer erfahrungsgemäß Geld. Zum Beispiel, weil das Bad zwar gut erhalten ist, aber den Design-Ansprüchen der neuen Bewohner nicht entspricht. Oder für neue Tapeten oder eine Umgestaltung des Gartens.

Umzug, Küche, Möbel

Doch damit ist immer noch nicht Schluss mit den Kosten: Auch der Umzug kostet Geld, womöglich muss auch noch für ein paar Monate sowohl Miete für die alte Mietwohnung als auch schon die Rate fürs neu erworbene Haus bezahlt werden - das ja während der Renovierung noch nicht bewohnbar ist. Auch eine neue Einbauküche ist oft fällig. Außerdem ist das neue Haus meist größer als die alte Bleibe. Und das bedeutet, dass auch neue Lampen und Möbel angeschafft werden müssen.

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