Schavan startet Zukunftsinitiative Bioenergie und gesunde Ernährung

(PresseBox) (Berlin, ) Bundesforschungsministerin Annette Schavan startete am Donnerstag anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin die neuen Zukunftsinitiative Bioenergie und gesunde Ernährung: Mit 200 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren sollen Projekte in der Bioenergie-, Agrar- und Ernährungsforschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft gefördert werden. Bei der Zukunftsinitiative Bioenergie und gesunde Ernährung stehen drei Aktivitäten im Mittelpunkt:

BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse

"Wir fördern die Zukunft der Bioenergie und bringen Wirtschaftlichkeit, Energieversorgung sowie Klimaschutz im Einklang", sagte Schavan. Die züchterische Optimierung von Energiepflanzen sowie neue effiziente Umwandlungsprozesse von Biomasse - sowohl in Form von Rest- und Abfallstoffen als auch von Energiepflanzen - sollen in Forschungsprojekten vorangetrieben werden. Das entspricht den Zielen des integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Förderung von Arbeitsgruppen unter Leitung von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In langfristig angelegten Forschungsvorhaben mit völlig neuen Ansätzen zur Nutzung von Biomasse sollen auch die ökonomischen und ökologischen Aspekte berücksichtigt werden. Die Forschungsarbeiten können dabei sämtliche Nutzungspfade von Biomasse wie Treibstoff, Elektrizität und Wärme umfassen.

Welche Ernährung ist gesund?

Schavan: "Die biomedizinische Ernährungsforschung entwickelt Lösungen für eine passgenaue, gesunde Ernährung und die Prävention insbesondere der großen Zivilisationskrankheiten - und ist somit Impulsgeber für eine wettbewerbsfähige deutsche Ernährungswirtschaft." Das BMBF beabsichtigt, mit der Fördermaßnahme "biomedizinische Ernährungsforschung" Wirkungsweisen von Nahrungsfaktoren auf den menschlichen Stoffwechsel besser verstehen zu lernen und so die Entwicklung von optimierten funktionellen Lebensmitteln weiter voranzutreiben. Denn: auf die Frage "was ist "gesunde Ernährung"? fehlen nach wie vor wissenschaftlich fundierte Antworten. Dies umfasst generelles Ernährungs- bzw. Nährstoffwissen mit Bedeutung für die Bevölkerung im Allgemeinen, für spezifische Zielgruppen sowie individuelle Ansätze.

Auf der anderen Seite steigt die Anzahl der durch Fehlernährung hervorgerufenen Krankheiten wie z.B. Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen rasant an. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität von immer mehr jüngeren Menschen. Um einen optimalen Transfer der Forschungsergebnisse in die Anwendung und Entwicklung neuer Produkte zu gewährleisten, werden Forschungsvorhaben, die in Kooperation von wissenschaftlichen Institutionen unterschiedlicher Disziplinen mit Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft durchgeführt werden, bevorzugt gefördert.

Kompetenznetze in der Agrarforschung entwickeln Lösungen für globale Probleme

"In Kompetenznetzen bündeln wir das Wissen der besten agrarwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands unter Einbindung der Wirtschaft", erläuterte Forschungsministerin Schavan. Die Zerstörung von landwirtschaftlich und forstlich nutzbarer Fläche, der Rückgang der biologischen Vielfalt und die Verlagerung von landwirtschaftlichen Anbauzonen durch den Klimawandel zählen zu den globalen Herausforderungen, für die die Agrarwissenschaften Lösungen entwickeln können und müssen. Daher stärkt das BMBF diese Forschung im Rahmen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz und fördert die Bildung von Kompetenznetzen in den Agrar- und den benachbarten Ernährungswissenschaften in den nächsten fünf Jahren.

Ziel der BMBF Förderung ist es, eine international wettbewerbsfähige, exzellente Agrarforschungsinfrastruktur aufzubauen und die generierten Forschungsergebnisse schnell zur Anwendung bringt. Die Forschungsprojekte sollen auf die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette von der Urproduktion natürlicher Ressourcen bis hin zur Bereitstellung qualitativ hochwertiger Rohstoffe wie Biomasse, Futtermittel oder Lebensmittel für den Verbraucher ausgerichtet sein. Forschungsverbünde können sich in einem zweistufigen Wettbewerb um die Förderung bewerben.

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