Vielfältige Schullaufbahnmöglichkeiten nach der Grundschule

Kultusminister Goebel: „Regelschule ist Herzstück unseres Schulsystems“
(PresseBox) (Erfurt, ) Anlässlich der am morgigen Samstag stattfindenden 2. Messe der Erfurter Schulen weist Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) erneut auf die vielfältigen Schullaufbahnmöglichkeiten nach der Grundschule hin. Die Mehrheit der Schüler im Freistaat besucht nach der 4. Klasse die Regelschule. Dafür ist kein besonderer Antrag notwendig. Einen Antrag auf eine Empfehlung zum Übertritt an das Gymnasium müssen Eltern hingegen bis zum 8. Februar 2008 abgeben.

Dazu Kultusminister Goebel: "Die Regelschule ist eine Schule mit Chancen für alle. Sie sichert Schülerinnen und Schülern eine theoretisch fundierte, aber gleichzeitig praktisch und lebensnah orientierte Schulbildung. Die Entscheidung für einen Bildungsweg ist dabei noch längst nicht die Entscheidung für einen Abschluss. Denn die Durchlässigkeit unseres zweigliedrigen Schulsystems ermöglicht den Wechsel von der Regelschule an das Gymnasium oder vom Gymnasium an die Regelschule. Damit ebnet das Erfolgsmodell Regelschule den Weg sowohl zur Berufs- als auch zur Hochschulreife. Darüber hinaus erfüllt der Freistaat mit der Zahl der Übertritte von der Grundschule an das Gymnasium eine von internationalen Organisationen erhobene Forderung nach einer Erhöhung des Anteils der Abiturienten in Deutschland."

Eine gute Möglichkeit, sich über die einzelnen Schularten zu informieren, biete beispielsweise die Messe Erfurter Schulen, so Goebel weiter. Dabei würden sich 27 staatliche und drei Schulen in freier Trägerschaft, das Schulverwaltungsamt sowie das Staatliche Schulamt Erfurt den Fragen von Schülern, Eltern und Familien stellen. Einblicke in das Schul- und Internatsleben des mathematisch-naturwissenschaftlichen Spezialschulteils des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erfurt ermögliche Schülern der Klassenstufen sieben und acht außerdem der "Tag der offenen Tür" am morgigen Samstag von 10 bis 12.30 Uhr.

Rund 55 Prozent der Thüringer Grundschüler, die im Schuljahr 2006/2007 die 4. Klasse besuchten, wechselten zum Schuljahr 2007/2008 an die Regelschulen, aber auch an die Gesamtschulen und Förderschulen im Freistaat. "Damit wird deutlich, dass die Regelschule nach wie vor das Herzstück unseres Schulsystems ist", erklärt Goebel.

Von den insgesamt 14.764 Schülern in der 4. Klasse der Grundschule wechselten zum Schuljahr 2007/2008 6.637 Schüler auf ein Gymnasium. Das ist ein Anteil von rund 45 Prozent. Im Schuljahr 2006/2007 waren es 5.579 Schüler (43 Prozent). Das Thüringer Schulgesetz ermöglicht aber auch den Übertritt von der Regelschule auf das Gymnasium und umgekehrt. Im letzten Schuljahr nutzen diese Chance 806 Regelschüler und 894 Gymnasiasten.

In diesem Schuljahr werden in Thüringen insgesamt rund 257.300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon etwa 64.700 in den Grundschulen, 42.200 in den Regelschulen, 49.100 in den Gymnasien, 6.200 in den Gesamtschulen, 13.300 in den Förderschulen, 300 in den Kollegs und 81.500 in den Berufsbildenden Schulen.

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Gregor Hermann
Thüringer Kultusministerium
Stellvertretender Pressesprecher
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