Sicher durch die Berge

(PresseBox) (München, ) Fahrten im Gebirge stellen an Fahrer und Fahrzeug deutlich höhere Ansprüche als die Fortbewegung im Flachland. Damit Kehren und Pässe keinen Stress verursachen, haben die Experten von TÜV SÜD einige Tipps für Auto-Touren in den Bergen zusammengestellt.

Eis und Schnee: Wenn in den Niederungen vielleicht schon die ersten Frühblüher die Köpfe aus der Erde stecken, herrschen in den Bergen oft noch winterliche Verhältnisse. Den Skiausflug in die Alpen sollte man also unbedingt mit Winterbereifung angehen. Im Winter dürfen manche Strecken sogar nur mit Schneeketten befahren werden. Im Gebirge gehören sie deshalb als Teil der Winterausrüstung in jeden Kofferraum.

Schalten und Bremsen: Auf Gefällstrecken ist die Bremsanlage enormen Belastungen ausgesetzt. Die Bremswirkung des Motors hilft, Überhitzung und einen dadurch drohenden Ausfall zu verhindern. Eine alte Regel ist: Den gleichen Gang wie bei der Bergfahrt wählen. Beim Automatikgetriebe sollte der Fahrer dazu ein oder zwei Stufen von Hand zurücknehmen. Nach den Erfahrungen der TÜV SÜD-Experten sorgt bei manchen Autos das Sportprogramm der Automatik für höhere Drehzahlen und damit bessere Bremswirkung.

Öl und Benzin: Bergstrecken erhöhen den Kraftstoffverbrauch deutlich. Es empfiehlt sich, rechtzeitig zu tanken, denn in den Bergen sind Zapfsäulen eher dünn gesät. Beim Schiebebetrieb – also der Bergabfahrt – kann sich auch der Ölverbrauch erhöhen. Eine Kontrolle kann nicht schaden.

Recht und Ordnung: Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht gibt es keine Verkehrsregel, die dem bergan Fahrenden Vorrang gewährt. Praktiziert wird diese Gepflogenheit manchmal. Auf winterlichen Straßen ist jedoch mehr Rücksicht auf den zu Tal rollenden Verkehr zu nehmen – aufgrund der längeren Bremswege.

Langsam und vorsichtig: Pässe und Gebirgsrouten sind keine Rennstrecken. Wer Kurven schneiden muss oder das Quietschen der Reifen hört, ist auf jeden Fall zu schnell unterwegs. Drängler vorbei zu lassen ist besser, als unvernünftig schnell zu fahren. Umgekehrt sollten unsichere Fahrer den Platz an der Spitze einer Kolonne räumen, wenn sich eine Gelegenheit zum Vorbeilassen bietet.

Kalt und hoch: Nicht nur Kälte kann für Startschwierigkeiten verantwortlich sein. Manche Motoren haben Probleme mit dünner Höhenluft. Dank moderner Einspritzsysteme treten sie zwar eher selten auf. Einige Autos brauchen in einem solchen Fall aber eine andere Routine beim Anlassen, ein Blick in die Betriebsanleitung kann hier helfen.

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