4,2 Millionen Europäische Fördergelder für Mittelstand

Qualifizierungsangebote sichern Betriebe und Arbeitsplätze
(PresseBox) (Stuttgart, ) Es gibt bereits gute Beispiele, wie der Mittelstand von den Geldern der Europäischen Union profitiert hat. Diese Erfolgsgeschichte soll weiter gehen. Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften und Bildungsträger sowie wirtschaftsnahe Institutionen und andere interessierte Träger können sich mit innovativen Projektideen bewerben. Ziel ist, die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen zu sichern.

Für die Antragstellung ist es wichtig, dass der Projektinhalt sowie die anfallenden Kosten genau beschrieben werden. Bei den Finanzierungsmodalitäten hat sich seit Herbst 2003 eine Änderung ergeben, da die Europäische Kommission seit diesem Zeitpunkt auch private Mittel als Kofinanzierung anerkennt. Die Finanzierung eines Projektes sieht deshalb künftig in der Regel so aus, dass bis zu 50 Prozent aus ESF-Mitteln gefördert werden kann und sich die entsprechende Kofinanzierung zu einem Drittel aus öffentlichen Mitteln und zu zwei Dritteln aus privaten Mitteln zusammensetzt.

Für die Antragsteller bedeutet dies, dass weniger öffentliche Mittel als bisher notwendig sind und verstärkt private Mittel eingebracht werden können. Mit Landesmitteln können die Projektträger auch dieses Jahr nicht rechnen. In der Region Stuttgart können die Anträge beim regionalen Arbeitskreis Stuttgart eingereicht werden, dessen Geschäftstelle bei der Handwerkskammer Region Stuttgart, Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart eingerichtet ist. Antragsformulare gibt es beim Landesgewerbeamt Baden-Württemberg sowie bei den Geschäftstellen der regionalen Arbeitskreise. Zudem können der Antrag und die Adressen der regionalen Arbeitskreise auf der Internetseite www.lgabw.de/ziel3 abgerufen werden. Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds Ziel 3 können noch bis zum 31. März 2004 beantragt werden. Der nächste Stichtag ist der 31. August.

In der Region Stuttgart wurden seit Beginn der Förderperiode 25 Projekte mit Gesamtkosten von ca. 12 Millionen Euro und einem ESF-Anteil von ca. 4,2 Millionen Euro bewilligt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie die Region Stuttgart durch den Europäischen Sozialfonds Ziel 3 profitiert hat:

- Das Projekt „Betriebsübergabe-Check“ der Handwerkskammer Region Stuttgart wurde mit ESF-Mitteln unterstützt. Ziel dieses Projektes war es, möglichst viele übergabefähige Betriebe zu erhalten und auf geeignete Nachfolger zu übertragen. Hierfür wurden Infomedien erstellt.

- Das Internet für Geschäftsaktivitäten zu nutzen, wird für Betriebe immer wichtiger. Die Deutsche Angestellten Akademie bot deshalb ein Projekt „E-Commerce Supporter für Klein- und Mittelbetriebe“ an. Beschäftigte aus der Region Stuttgart können hier lernen, wie Dienstleistungsprogramme im Internet professionell geplant und aufgebaut werden. Während der zweijährigen Projektlaufzeit, die im Oktober 2003 geendet hat, konnten 35 Beschäftigte teilnehmen.

- Mit dem Projekt „Balanced Scorecard“ will die Exportberatungsstelle der Handwerkskammer Region Stuttgart dieses Führungsinstrument an die Bedürfnisse der Handwerksbetriebe anpassen und MitarbeiterInnen im Umgang damit schulen. Das Projekt trägt dazu bei, dass sich Unternehmen durch eine zukunftsorientierte Analyse, Planung und Steuerung am Markt behaupten können und so Arbeitsplätze gesichert werden. Geplant ist, dass insgesamt 100 Beschäftigte und InhaberInnen während der dreijährigen Projektlaufzeit an dem Qualifizierungsangebot teilnehmen können.

Eine Broschüre informiert ausführlich über den Europäischen Sozialfonds Ziel 3. Sie ist erhältlich beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Referat Berufliche Bildung, Theodor-Heuss-Str. 4, 70174 Stuttgart, Herr Willke, Tel. 0711/0123-2204 sowie beim Landesgewerbeamt Baden-Württemberg, Willi-Bleicher-Str. 19 in 70174 Stuttgart, Frau Köchel, Tel. 0711/0123-2605.

Kontakt

Handwerkskammer Region Stuttgart
Heilbronner Straße 43
D-70191 Stuttgart
Gerd Kistenfeger
Handwerkskammer Region Stuttgart
Leiter der Pressestelle
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