ATLAS-Einführung bei der Liebherr-Gruppe

(PresseBox) () Bochum, 22. November 2002. Die GLI-MICRAM AG hat jetzt bei der Liebherr-Gruppe das Zollabwicklungs-System ATLAS eingeführt (ATLAS = Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem). Ab November läuft die Software ZBSpro bei der Liebherr Hydraulik- bagger GmbH in Kirchdorf im Echtbetrieb, zum Einsatz kommt dabei das Verfahren „Freier Verkehr“. Mit Hilfe der neuen Software reicht Liebherr seine Zollanmeldungen nun per Online-Kommunikation beim zuständigen Zollamt Memmingen ein, das zeitgleich selbst erst mit ATLAS ausgestattet wurde. Insgesamt sollen acht Standorte und damit weitere Liebherr-Unternehmen an das ATLAS-System angeschlossen werden, drei weitere (die Unternehmensbereiche Luftfahrttechnik, Verzahntechnik und Elektronik) voraussichtlich noch in diesem Jahr. Ein weiteres Projekt, nämlich die Einführung des Versandsystems NCTS, steht ebenfalls in Kürze an: Nach einer Vorgabe des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates muss dieses Verfahren bis zum 30. Juni 2003 voll einsatzfähig sein. Die ATLAS-Einführung insgesamt soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein; alle ATLAS-Vorgänge werden dann über den zentralen Server in Kirchdorf abgewickelt.

Rainer Kämpf, Leiter des Projektes „ATLAS“ bei der Liebherr Hydraulik Bagger GmbH, beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit der ATLAS-Thematik. Ein wesentlicher Grund für ihn, das Online-Zollabwicklungssystem heute schon einzuführen, war, bestimmte vereinfachte Verfahren wie zum Beispiel den Status „zugelassener Empfänger“ nicht zu verlieren. „Das Bundesfinanzministerium zwängt uns Unternehmen bisher noch sanft in die ATLAS-Thematik. Kommen werden die Online-Verfahren aber ohnehin, also erledigen wir dies jetzt ohne Zeitdruck im Projekt“, erklärt Kämpf, der die Vorteile von ATLAS vor allem auf Behördenseite sieht. Die Zusammenarbeit mit GLI-MICRAM bzw. mit der früheren GLI GmbH besteht schon seit 1990, denn Liebherr hatte bereits die Vorgänger-Software WIN-ZBS im Einsatz.

Etwa 150 bis 170 LKW-Lieferungen monatlich empfängt Liebherr am Standort Kirchdorf. Die Lieferungen wurden bislang per Sammelzollanmeldung an das Zollamt gemeldet. Künftig werden die Daten mit Hilfe der einfach zu handhabenden Software am PC eingegeben. Dabei unterstützt ZBSpro den Anwender mit regelmäßigen Plausibilitätsprüfungen, so dass die Zollanmeldung fehlerfrei an die Behörde übermittelt wird. Nach einer OK-Meldung können der LKW entladen und die Bauteile in der Produktion verwendet werden.

Die Testphase startete bei Liebherr in Kirchdorf im Juni 2002 und dauerte bis Ende Oktober. In dieser Zeit probten die Mitarbeiter einzelne Zollvorgänge wie Einzelzollanträge und summarische Anmeldungen. „Dies hat im Test bisher gut funktioniert, problematisch ist nur, dass ATLAS generell nur 5 Rechnungen pro Vorgang zulässt. Diese Begrenzung ist uns zu wenig, sie erfordert eine mühsame Aufteilung unserer Belege. Dies ist aber letztendlich kein Problem der Software. Eventuell kann man diese Schwachstelle mit einer zusätzlichen Programmierung umgehen“, berichtet Kämpf von seinen Erfahrungen. Insgesamt ist der Projektleiter mit der Software und seinem Dienstleister GLI-MICRAM zufrieden.

Zur GLI-MICRAM AG:
Die heutige GLI-MICRAM AG entstand im September 2002 aus dem Zusammenschluss der früheren GLI MICRAM GmbH und der MICRAM AG. Im Januar 2001 wurde die GLI-MICRAM GmbH als Joint Venture der GLI Schütte und Zurhausen - Gesellschaft für Logistik und Informationstechnik GmbH, Gelsenkirchen - und der MICRAM AG, Bochum, unter Beteiligung der West KB, Düsseldorf gegründet. Die heutige AG vereinigt die Kernkompetenzen und langjährige Erfahrung beider Unternehmen, nämlich rechnergestützte Zollabwicklung und innovative Kommunikationstechnologien.

Kontaktadresse für Interessenten:
GLI-MICRAM AG
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44801 Bochum
Tel.: 0234 / 9708-500
Fax: 0234 / 9708-301
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