Enea Embedded Technology bietet Mobile-IP-Lösung für das OSE Echtzeitbetriebssystem

IPNET-Dual-Mode-IPv4/IPv6-TCP/IP-Stack bringt in mobile Endgeräte uneingeschränkte Mobilität über Netzwerke hinweg
(PresseBox) (Ismaning, Deutschland, und Cannes, Frankreich, ) Enea Embedded Technology hat auf dem 3GSM World Congress mit Mobile IP für OSE eine Zusatzkomponente für das OSE Betriebssystem vorgestellt, die eine erweiterte Datenkommunikation und neue mobile Dienste für Mobiltelefone und Netzwerke der nächsten Generation ermöglicht. Der IPNET-Dual-Mode-IPv4/IPv6-TCP/IP-Stack in Verbindung mit dem OSE Betriebssystem für embedded Systeme erlaubt es durch eine feste IP-Adresse, künftig mit mobilen Kommunikationsgeräten mobile Dienste über verschiedene Netzwerke hinweg zu nutzen, ohne dass der Endanwender ein Umschalten bemerkt.

„Wir gehen davon aus, dass Mobile IP einen großen Einfluss auf den Markt für drahtlose Geräte und Dienste haben wird,“ sagte Eva Skoglund, Produktmarketing-Manager bei Enea Embedded Technology. „Eine feste IP-Adresse ist die Voraussetzung für viele Services wie Voice-over-IP, Spiele oder Nachrichtenübermittlung, die häufig eine permanente Peer-to-Peer-Internet-Kommunikation in 3G-Netzwerken benötigen. Mobile IP wird sich unserer Meinung nach als die Technologie herausstellen, die im Rückblick 3G-Services wirklich möglich gemacht hat.“

Normalerweise identifiziert die Host-IP-Adresse einen Host eindeutig an einem bestimmten Verbindungspunkt für das Internet. Das Mobile-IP-Protokoll ermöglicht die Adressierung eines mobilen Hosts über die IP-Adresse seines Heimnetzwerks (Home IP Address) und zwar unabhängig vom Netzwerk, mit dem er gerade physikalisch verbunden ist. Dies gestattet es, permanente Netzwerkverbindungen aufrecht zu erhalten, selbst dann, wenn der mobile Host große Entfernungen zurücklegt oder von einem Netzwerk wie ein Wireless-LAN in ein anderes wechselt. Zum Beispiel werden bestehende TCP-Verbindungen nicht unterbrochen, wenn der Anwender sich von Netzwerk zu Netzwerk bewegt.

Mobile IP für OSE unterstützt erweiterte, sichere und zuverlässige Datenkommunikation. Ein Mobile-IP-Daemon, der in einem TCP/IP-Stack integriert ist, erkennt automatisch Änderungen in einem Netzwerk und sorgt für eine Anpassung an die neue Umgebung. Der Stack verwendet eine hochsichere Passwort-Authentifizierung, Tunneling, wenn notwendig umgekehrtes Tunneling und überwacht die Adressen. All dies sind erforderliche Komponenten und Prozesse, die in der IETF (Internet Engineering Task Force, http://www.ietf.org/) RFC (Requests for Comments*) 2002 zusammengefasst sind. Der gesamte Prozess erfolgt vollständig übergangslos und ist unsichtbar für den Anwender. Zudem kann der Systemadministrator Mobile IP für OSE problemlos konfigurieren.

Der Mobil-IP-Knoten und der Dual-Mode-IPv4/IPv6-TCP/IP-Stack für OSE wurden von Eneas Partnerunternehmen Interpeak entwickelt und in das OSE Echtzeitbetriebssystem integriert. Interpeak ist ein Anbieter von Netzwerksoftware für embedded Systeme.

Das OSE Echtzeitbetriebssystem

OSE ist ein schnelles und zuverlässiges Echtzeitbetriebssystem für embedded Kommunikationssysteme, die höchste Qualität bei internetfähiger Software fordern. OSE bietet zuverlässige und sichere Datenkommunikation in Anwendungen wie Mobiltelefone, Funkbasisstationen, Funknetzwerkcontroller und Media-Gateways. Es ist optimiert für fehlertolerante Systeme mit mehreren Prozessoren und bietet moderne Funktionen wie das dynamische Laden von Applikationen in ein System während der Laufzeit, erhöhtes Speichermanagement und Speicherschutz, Multicore-Unterstützung, Sicherheitsprotokolle, Bluetooth, Java, Grafik und Applikationen. OSE unterstützt alle ARM-, PowerPC- und MIPS32-Architekturen sowie die Mehrheit der DSP-Architekturen.

Verfügbarkeit
Mobile IP für OSE ist ab sofort bei Enea Embedded Technology erhältlich.

*RFC
Die Requests for Comments(RFC)-Dokumente sind eine Reihe von technischen und organisatorischen Schriften über das Internet (ursprünglich ARPANET), die ihren Anfang im Jahr 1969 haben. Mitteilungen in den RFC-Dokumenten beschreiben viele Aspekte von Computernetzwerken. Dazu gehören Protokolle, Prozeduren, Programme und Konzepte ebenso wie Besprechungsnotizen, Meinungen und manchmal auch humorvolle Randbemerkungen. Die offiziellen Spezifikationsdokumente des Internet-Protokolls, die durch die Internet Engineering Task Force (IETF) und die Internet-Engineering-Steering-Group (IESG) definiert sind, sind als Standard-Track-RFCs aufgezeichnet und veröffentlicht. Das hat zur Folge, dass der Veröffentlichungsprozess in den RFC-Dokumenten ein bedeutende Rolle im Internet-Standard-Prozess spielt. RFC-Dokumente müssen als Internet-Drafts publiziert werden.

Kontakt

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