Surfen in 10.000 Meter Höhe: Vom Kostenlos-Service für Premiumkunden zum lukrativen Geschäftsmodell?

(PresseBox) () HP IUM ermöglicht die nutzungsbasierende Abrechnung von Wireless Cabin-Diensten

Böblingen, 4. 12. 2002 – World Wide Web und UMTS heben ab. Immer neue Technologien kommen auf den Markt, über die sich Internet und Mobilfunknetze direkt aus Linienflugzeugen nutzen lassen – als Basis so genannter Wireless Cabin-Dienste, denen Experten angesichts 4,7 Millionen Flugpassagieren täglich und weltweit mehr als 300 Millionen Internetnutzern sowie rund 700 Millionen Handybesitzern ein enormes Marktpotenzial zuweisen. Hewlett-Packard bietet Airlines und deren Geschäftspartnern bereits heute eine Lösung, um solche Services nicht nur als kostenloses Kundenbindungsinstrument einzusetzen, sondern frühzeitig in ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu verwandeln: Das konvergente Mediationssystem HP IUM (Internet Usage Manager) überträgt vollautomatisch alle Nutzungsdaten von Wireless Cabin-Services in entsprechende Gebühreninformationen.

Zahlreiche Akteure engagieren sich derzeit in der Entwicklung von Kommunikationstechnologien für Luftfahrtpassagiere: Airlines, Flugzeugbauer, Mobilfunkgesellschaften, Anbieter von Netzwerktechnologien sowie staatliche und private Forschungsinstitute. In Pilottests haben sie bereits mehrfach den Beweis erbracht, dass sich mittels Satellitenfunkanlagen ebenso robuste wie schnelle Internet-, UMTS- oder Wireless LAN-Verbindungen zur Erde realisieren lassen – ohne dass dabei Störeffekte auf die sensible Bordelektronik auftreten, wegen denen beispielsweise die Handy-Nutzung im Flugzeug bisher untersagt ist. So ist es etwa schon heute technisch weitgehend machbar, dass Flugpassagiere mit tragbaren PCs E-Mails verschicken, auf Nachrichten-Portale und anderen Webseiten zugreifen, Standleitungen ins Büro aufbauen, Videokonferenzen nutzen oder Fernsehkanäle empfangen. Experten der Branche gehen davon aus, dass bis 2004 oder spätestens 2005 die noch bestehenden rechtlichen Hindernisse überwunden sind und der technologische Reifeprozess soweit fortgeschritten ist, dass Fluggesellschaften kommerzielle Wireless Cabin-Angebote aufbauen können.

Kostenlos dürften solche Dienste angesichts der hohen Anfangsinvestitionen nur in der Testphase sein. Denn um Wireless Cabin-Technologien zu nutzen, sind Flugzeuge zunächst um teure Empfangsanlagen aufzurüsten und auch an Bord umzubauen. Hinzu kommt eine ganze Reihe laufender Kosten. Dazu gehören etwa Vermittlungsgebühren für den Datentransfer über Satelliten und terrestrische Netze sowie Entgelte für die beteiligten Content Provider. Der HP IUM eröffnet Airlines und deren Wireless Cabin-Partnern deshalb die Chance, für das Surfen und Telefonieren im Flugzeug mit minimalem Aufwand nutzungsbasierende Gebührenmodelle aufzusetzen sowie flexibel anzupassen. Mit fertigen Datenkollektoren für alle relevanten Kommunikationstechnologien sammelt die Lösung automatisch die anfallenden Nutzungsinformationen, um diese zu filtern sowie mit Aggregations- und Korrelationsmechanismen aufzubereiten. Quasi noch in Echtzeit leitet der HP IUM die Usage-Informationen von Mobile Cabin-Services als abrechenbare Daten an die Billing-Systeme der beteiligten Geschäftspartner weiter.

Der HP Internet Usage Manager (HP IUM)
Der HP IUM bietet Unternehmen der Kommunikationsindustrie wie Carriern und Service Providern im Mobilfunk und Festnetz sowie Versorgungsunternehmen, Kabelanbietern, Behörden und Unternehmen eine Plattform für die konvergente Mediation. Die Lösung sammelt automatisch und über Netzgrenzen hinweg aktuelle Nutzungsinformationen, um diese quasi verzögerungslos zu filtern, mit Aggregations- und Korrelationsmechanismen aufzubereiten, in ein offenes, flexibel konfigurierbares Format zu transformieren und anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen – etwa Billing-Systemen oder Applikationen für Kundendienst und Marketing. Dank zahlreicher Daten-Kollektoren unterstützt die Software alle Infrastrukturen, die derzeit zu Kommunikationsnetzen der nächsten Generation verschmelzen: von analogen Telefonnetzen über digitale Sprach- und Datennetze auf Basis von IP-Technologien bis hin zu Mobilfunknetzen der Standards GSM, GPRS und UMTS.

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