Mit Maya erbaut: CAD-Rekonstruktion des Kremls

Kunsthalle Bonn stellt Geschichte des Kremls ins Zentrum der aktuellen Ausstellung "Gottesruhm und Zarenpracht"
(PresseBox) (Unterföhring, ) Maya, die für komplexe (Architektur-)Visualisierungsprojekte geeignete 3D-Software von Alias Systems GmbH, kam bei einer CAD-Rekonstruktion der Baugeschichte des Moskauer Kremls zum Einsatz. Die Visualisierung, erstellt vom Fachgebiet CAD in der Architektur, der TU Darmstadt ist seit dem 12. Februar in der Ausstellung "Gottesruhm und Zarenpracht" der Kunsthalle Bonn zu sehen.

"Der Moskauer Kreml - 850 Jahre Baugeschichte im Computer", unter diesem Titel wurde im Auftrag der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland eine bisher einmalige Rekonstruktion erarbeitet. Fünf historische Bauphasen des Moskauer Kremls wurden in die Visualisierung einbezogen, wobei die Befestigungsart der Außenmauern den Bauphasen ihren Namen verleiht: Vom Holzkreml im 12. Jahrhundert bis zu den Kremln mit steinernen Mauern, darunter Weißer Kreml (Ende des 14. Jahrhunderts) und Roter Kreml (um 1600, 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert).

Unter Leitung von Prof. Manfred Koob und Dipl. Ing. Marc Grellert wurden diese prägnanten und beispielhaften Bauphasen jeweils in zwei unterschiedlichen Informationsdichten in Maya Version 5.0 rekonstruiert. Sie geben Auskunft über bauliche, funktionale und architektonische Besonderheiten der einzelnen Epochen und über die Machtverhältnisse im Kreml. Komplexe Geschichte wird im Bild erlebbar, geführt entlang der Wege und aus der Sicht von historisch bedeutenden Personen, die den Kreml bewohnten oder ihn besuchten.

Die Rekonstruktion erfolgte in Partnerschaft mit dem Staatlichen Historischen Museum Kreml, der Geisteswissenschaftlich Universität in Moskau (RGGU) und dem Fachgebiet CAD in der Architektur, Prof. Manfred Koob an der TU Darmstadt (TUD). Das Projekt wurde zudem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und es konnten in diesem Rahmen auf Grundlage der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien beispielhaft neue Formen der universitären Zusammenarbeit entwickelt werden. Das Projekt-Team umfasste insgesamt 35 Studierende aus Deutschland und Russland.


Die Arbeiten an der TU Darmstadt sollen auch nach der Ausstellung in Bonn weitergeführt, ergänzt und verbessert werden, um sie anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Kreml Museums im Jahre 2006 für die Öffentlichkeit in Russland zugänglich zu machen.


Projektleiter Marc Grellert erläutert: "Wir haben mit Maya bereits bei ähnlich ambitionierten Projekten gute Erfahrungen gemacht. Das Tool eignet sich für Visualisierungsprojekte ideal. Es ermöglicht die unkomplizierte Erstellung generierter Texturen wie etwa Mauerwällen, Steinfußböden oder Ähnlichem - das ist unerlässlich bei der Nachbildung von Bauwerken dieser Größenordnung. Der Einsatz des mental ray Renderes hat es zudem möglich gemacht, extrem realitätsnahe Schatten- und Lichteffekte mit kurzen Renderzeiten zu realisieren. Nicht zu vergessen ist, dass Maya zwar hochkomplex, aber doch in seiner Funktionsweise so bedienerfreundlich aufgebaut ist, dass sich unsere Nachwuchsstudenten rasch in die Software einarbeiten und sie bedienen konnten."


Unter dem Ausstellungstitel "Gottesruhm und Zarenpracht" zeigt die Kunsthalle Bonn ab dem 12. Februar einen aufwändig gestalteten historischen Überblick mit insgesamt über 300 Exponaten, der neun Jahrhunderte wechselvoller russischer Geschichte anhand der Entwicklung des Kremls von einer bescheidenen Moskowiter Festung zum Synonym des russischen Staatswesens, des orthodoxen Glaubens und der russischen Kultur, nachvollziehbar macht. Die Ausstellung wurde am 12. Februar eröffnet und dauert bis zum 31. Mai.

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