Europäische Verbraucher hätten von Microsofts Einigungsvorschlägen profitiert

Das Unternehmen lässt die Entscheidung der EU-Kommission rechtlich überprüfen. Gleichzeitig soll die intensive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und den europäischen Regierungen zu wichtigen Themen wie Sicherheit und Datenschutz fortgesetzt werden
(PresseBox) (München, ) Verbraucher und Softwarefirmen in Europa hätten von den Einigungsvorschlägen, die Microsoft zur Beilegung des EU-Verfahrens unterbreitete, profitiert. Diese Vorschläge hätten weitaus mehr Auswahlmöglichkeiten geboten als die Entscheidung, die von der Europäischen Kommission heute in Brüssel bekannt gegeben wurde.

"Wir haben hart daran gearbeitet, eine Einigung zu erzielen, um alle Bedenken der Europäischen Kommission aus dem Weg zu räumen und um unsere Produkte im Interesse der Verbraucher durch Innovationen und Verbesserungen zu optimieren", so Steve Ballmer, Microsofts Chief Executive Officer. "Wir respektieren die Zuständigkeit der Kommission, glauben aber dennoch, dass unser Einigungsvorschlag, den wir letzte Woche unterbreitet haben, den Verbrauchern mehr Auswahlmöglichkeiten gelassen und ihnen mehr Vorteile gebracht hätte."

Wie Brad Smith, Microsofts Senior Vice President und General Counsel, mitteilte, wird Microsoft die Entscheidung der Kommission beim Europäischen Gericht Erster Instanz in Luxemburg überprüfen lassen.

In monatelangen Diskussionen und Verhandlungen zur Beilegung des Verfahrens im Vorfeld der heutigen Entscheidung hat Microsoft weit reichende Vorschläge unterbreitet, um die strittigen Punkte in Zusammenhang mit der Interoperabilität und Integration der Media-Player-Funktionalität in Windows zu klären. So hätte das Unternehmen im Rahmen seiner Vorschläge Wettbewerbern Zugang zu seinem geistigen Eigentum in bislang beispiellosem Ausmaß zugestimmt. Darüber hinaus hätten Microsofts Einigungsvorschläge dazu geführt, dass auf jedem mit dem Windows-Betriebssystem verkauften PC auch drei Media-Player-Produkte von Drittanbietern installiert worden wären. Damit wären in den nächsten drei Jahren über eine Milliarde von Wettbewerbern stammende Media Player ausgeliefert worden. Da die Kommission darauf bestand, hätte Microsoft viele der von dem Unternehmen vorgeschlagenen Maßnahmen sogar weltweit umgesetzt.

"Bei der Entwicklung von Produkten, die den Anforderungen unserer Kunden gerecht werden sollen, sind wir verantwortungsvoll vorgegangen", so Smith ergänzend. "Wir sind der Meinung, dass die heutige Entscheidung der Kommission die Wahlmöglichkeit für Verbraucher sogar einschränken und den europäischen Softwareentwicklern schaden würde. Wir wollen hinsichtlich der strittigen Punkte so schnell wie möglich eine Einigung erzielen und sehen den Gesprächen in der nächsten Verfahrensphase erwartungsvoll entgegen."

Microsofts Verbraucher-Befragungen ergeben, dass diese von der Technologie verbesserte Funktionalitäten und erhöhte Anwenderfreundlichkeit erwarten. Außerdem sind, diesen Untersuchungen zufolge, die meisten Verbraucher in Europa der Meinung, dass der Windows Media Player weiterhin in das Windows-Betriebssystem integriert sein sollte. Die heute bekannt gegebene Entscheidung der Kommission würde die Funktionalität von Windows verringern und die Integration von Technologien, von denen Microsofts Kunden profitieren, einschränken.

"Im Verlauf des Verfahrens haben wir sehr konstruktiv mit der Europäischen Kommission zusammen gearbeitet und unseren Respekt gegenüber dem Verfahren und den Bedenken der Kommission deutlich gemacht", so Ballmer. "Wir werden den europäischen Gesetzen voll und ganz entsprechen, gleichzeitig weiterhin in technologische Entwicklungen investieren und Innovationen im Interesse unserer Partner und Kunden betreiben."

"Obwohl wir die Entscheidung von heute bedauern, werden wir weiterhin mit den europäischen Regierungen und der europäischen Industrie kooperieren, um Fortschritte bei anderen wichtigen Themen wie z.B. Interoperabilität, Sicherheit, Datenschutz, Spam, Bildung und IT-Kompetenz sowie Jugendmedienschutz zu erreichen", so Ballmer.

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