Die Zukunft ist weiblich: Handwerk beim Girls' Day dabei

Handwerkskammer bietet Einblick für Mädchen in die Werkstätten des
(PresseBox) (Stuttgart, ) Die Handwerkskammer Region Stuttgart beteiligt sich auch am diesjährigen Girls' Day, der deutschlandweit am 22. April 2004 stattfindet. Schülerinnen bietet sich wie in den vergangenen Jahren eine hervorragende Möglichkeit, Einblick in die Arbeitswelt der unterschiedlichsten Handwerksberufe zu bekommen. Die Erfahrung der vergangenen Girls' Days zeigt, wie wichtig es für Mädchen ist, sich gerade auch über technische Berufe ein Bild zu machen. Immer noch sind es nämlich überholte Vorstellungen von 'typisch' weiblichen und männlichen Berufen, die die Berufsorientierung der jungen Frauen beeinflussen.

Was lernt man während der Ausbildung zur Zahntechnikerin oder Raumausstatterin? Was macht eine CNC-Maschine und wo liegen die Aufgabengebiete einer Kfz-Mechatronikerin? Antworten auf solche und andere Fragen bietet die Handwerkskammer Region Stuttgart allen interessierten Schülerinnen bei einem Rundgang durch das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Stuttgart-Weilimdorf. Am 22. April ab 9.30 Uhr schaffen Werkstattleiter und Lehrlinge einen Überblick über das breite Ausbildungsspektrum im Handwerk, stehen zu Gesprächen bereit und lassen sich gerne über die Schulter schauen. Auf dem Programm stehen: Kfz-Mechatronikerin, Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin, Feinwerkmechanikerin, Tischlerin, Raumausstatterin und Zahntechnikerin. Die Reaktionen der Schulen auf das Angebot waren einmal mehr sehr positiv und so die Rundgänge rasch ausgebucht. Teilnehmen werden mehr als 100 Schülerinnen der Klassen 6 bis 9.

Die junge Generation der Frauen in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Bei der Berufswahl entscheiden sich Mädchen jedoch weniger für Berufe und Studiengänge mit technischer Ausrichtung - ihre Wahl fällt meist auf 'typisch weibliche Berufsbilder'. "Der Girls' Day ist für uns ein wichtiger Baustein in unserer Werbung um qualifizierten Nachwuchs, der den Betrieben zunehmend gerade in technischen und techniknahen Berufen fehlt", sagt Michaela Geya, Berufsorientierungsberaterin bei der Handwerkskammer. "Deswegen nutzen wir diese Gelegenheit, den Mädchen die unterschiedlichen Berufsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten zu demonstrieren und Arbeitsabläufe und Fertigungsprozesse anschaulich zu machen." Der Trend ist derzeit positiv. Von den 11.989 Lehrlingen im Handwerk in der Region Stuttgart waren im vergangenen Jahr 3.218 weiblich. Damit stieg deren Anteil von 26,2 in 2002 auf 26,8 Prozent.

Insofern ist der Girls' Day eine optimale Ergänzung der Aktivitäten des Handwerks rund um die Nachwuchswerbung: Eine eigens ins Leben gerufene Nachwuchskampagne der acht Handwerkskammern informiert Schüler, Eltern und Lehrer über die Vielseitigkeit und Zukunftsperspektiven im Handwerk. Die zentrale Website www.handwerks-power.de bietet eine breite Palette an Informationen für die unterschiedlichsten Interessenlagen - auf diese Weise soll mehr und besserer Nachwuchs gewonnen und das Image des Handwerks in der Ausbildungslandschaft weiter verbessert werden.

Über die Kampagne handwerks-power.de

Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) hat gemeinsam mit den acht Handwerkskammern im Land eine groß angelegte Informations- und Imagekampagne ins Leben gerufen. Hintergrund der Kampagne ist, dass es für das Handwerk immer schwieriger wird, geeignete Lehrlinge zu finden, und die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierechancen von Jugendlichen nicht erkannt werden. Zwar ist die Ausbildungsleistung des Handwerks traditionell hoch: So befanden sich Ende 2003 in Baden-Württemberg 56.000 junge Menschen in einer handwerklichen Ausbildung, was etwa einem Drittel aller bestehenden Ausbildungsverhältnisse entspricht. Doch die technologische Weiterentwicklung und die strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft führen im Handwerk zu erhöhten Anforderungen in der beruflichen Bildung. Einfachere Tätigkeiten gehen zurück, die Nachfrage nach höheren Qualifikationen steigt, die Kundenorientierung wird immer wichtiger, und neben fachlichem Können gewinnen auch soziale Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Immer wieder kommt es vor, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben.

Die Kampagne möchte mit Informationen an Schüler, Eltern, Betriebe und Lehrer auf die Chancenvielfalt im Handwerk aufmerksam machen und über Ausbildungs- und Aufstiegschancen informieren. Finanziert wird die Kampagne von den acht Kammern sowie aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und des Europäischen Sozialfonds.

Kontakt

Handwerkskammer Region Stuttgart
Heilbronner Straße 43
D-70191 Stuttgart
Gerd Kistenfeger
Handwerkskammer Region Stuttgart
Leiter der Pressestelle
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