Scientific Supercomputing Center der Universitaet Karlsruhe (TH) setzt auf Hochleistungs-Cluster von HP: Rechenleistung erreicht elf TeraFlops

(PresseBox) (Böblingen, ) HP und die Universitaet Karlsruhe (TH) haben einen Vertrag ueber den Aufbau eines Itanium 2-basierten Hochleistungs-Clusters unterzeichnet. Der Hoechstleistungsrechner des Landes Baden-Wuerttemberg ist am Scientific Supercomputing Center (SSC) des Rechenzentrums der Universitaet Karlsruhe installiert und wird unter Linux betrieben. Mit dem Rechner eroeffnen sich neue Moeglichkeiten fuer Wissenschaft und Forschung an den Universitaeten und Forschungsinstituten im Land Baden-Wuerttemberg. In zwei Jahren wird die Endausbaustufe mit dann 1.200 Prozessorkernen eine maximale Gesamtrechenleistung von circa elf TeraFlop pro Sekunde erreichen und mehr als sieben TeraByte Hauptspeicher zur Verfuegung stellen. Das hochverfuegbar ausgelegte System wird ueber ein 40 TeraByte grosses Cluster File System verfuegen. Das von HP bereitgestellte System wird unter der neu entwickelten HP XC Cluster-Management-Software betrieben und hat bereits den Testbetrieb aufgenommen. Dieses kommt sowohl in den klassischen Ingenieurwissenschaften als auch in neueren Bereichen wie Life Sciences oder Energie- und Umweltforschung zum Einsatz.


Schrittweiser Ausbau auf 340 Knoten

Die Testphase des Clusters mit 16 Servern des Typs rx2600, die jeweils zwei Itanium 2-Prozessoren enthalten, beginnt noch im April. Bis Anfang 2006 wird das Gesamtsystem in zwei Stufen auf insgesamt 334 Knoten ausgebaut, die mit den Itanium Prozessoren der naechsten beiden Generationen (Code Names Madison9M und Montecito) jeweils zwei beziehungsweise vier Prozessorkerne enthalten. Zusaetzlich werden Ende des Jahres sechs rx8640-Server mit jeweils 16 Itanium 2-Prozessoren der naechsten Generation (Code Name Madison9M) in den Cluster integriert. In jeder Implementierungsphase koennen die jeweils marktreifen neuen Technologien in den Cluster uebernommen werden.


Das XC System wird in seiner jetzigen Konzeption eine maximale Rechenleistung von circa elf TeraFlop pro Sekunde erreichen und ueber 7,2 TeraByte Hauptspeicher verfuegen. Die zentral verwalteten Knoten kommunizieren ueber ein sehr schnelles Quadrics-Interconnect mit einer geringen Latenzzeit und einer UEbertragungsgeschwindigkeit von bis zu zwei GigaByte pro Sekunde simultan in jede Richtung.


Hohe Leistung durch Cluster File System

Das Cluster wird mit Lustre ueber ein zentrales paralleles File System verfuegen, das im Endausbau eine Kapazitaet von 40 TeraBytes fuer lokale Daten bereit stellt. Dieses besonders fuer den Einsatz bei grossen Linux-Clustern konzipierte Shared File System gewaehrleistet eine sehr hohe I/O-Performanz. Es ist aeusserst hoch skalierbar, beruht auf offenen Standards und ermoeglicht eine einfache und effiziente Verwaltung.


Redundante und separierte Systeme sichern Hochverfuegbarkeit

Um die Sicherheit und Hochverfuegbarkeit des Clusters zu gewaehrleisten, sind einzelne Bereiche separiert (Partitionierung). So bleiben nicht betroffene Bereiche weiterhin funktionsfaehig, falls doch einmal ein Teilsystem ausfallen sollte. Zusaetzlich sind Hard- und Software-Komponenten redundant ausgelegt. Weitere Funktionen zur Hochverfuegbarkeit werden waehrend der Projektlaufzeit implementiert. Dies betrifft insbesondere Knoten mit speziellen, wichtigen Funktionen wie zum Beispiel das Ressourcen-Management, spezielle Leader-Knoten, die Lustre File Server und die Knoten fuer externe Netzwerkfunktionalitaet.


Rechenleistung fuer Wissenschaft und Industrie

Das Rechnersystem steht Universitaeten und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie der Industrie zu Forschungszwecken zur Verfuegung. Die hohe Leistungsfaehigkeit ermoeglicht dabei Simulationen in vielen Bereichen, beispielsweise in der Materialforschung, der Stroemungsforschung, der Elementarteilchenphysik, der Klima- und Umweltforschung oder in den Life Sciences.

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