Finisar übernimmt Geschäft mit Glasfaserkomponenten von Infineon

Gemeinsame Presseinformation von Infineon und Finisar
(PresseBox) (München und Sunnyvale/ Kalifornien, ) Die Finisar Corporation, und Infineon Technologies AG haben vereinbart, dass Finisar das Geschäft mit Glasfaserkomponenten von Infineon für 135 Millionen Finisar-Stammaktien übernehmen wird. Die beiden Unternehmen unterzeichneten heute einen entsprechenden Vertrag. Das Transaktionsvolumen hat einen Wert von 263 Millionen US-Dollar, basierend auf dem Schlusskurs der Aktien vom 28. April 2004. Nach Abschluss der Transaktion wird Infineon einen Anteil von 38 Prozent an Finisar halten. Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen der Finisar-Aktionäre, der zuständigen Behörden sowie der Erfüllung der üblichen Bedingungen. Jerry Rawls, Vorstandsvorsitzender von Finisar und Frank Levinson, Chairman und Chief Technology Officer von Finisar, die zusammen 15 Prozent der Anteile von Finisar besitzen, haben eine Vereinbarung mit Infineon abgeschlossen und werden entsprechend ihrer Stimmrechte für die Transaktion stimmen.

Die Akquisition umfasst das Infineon-Geschäft mit Glasfaserkomponenten, einschließlich der Entwicklung, Produktion und verschiedener Marketingaktivitäten sowie etwa 1.200 Mitarbeiter. Im Segment Glasfaserkomponenten entwickelt, produziert und vermarktet Infineon ein breites Portfolio mit Glasfasermodulen nach MSA-Standards für die Daten- und Telekommunikation. Zu den weiteren Produkten gehören BIDI-Komponenten für die bidirektionale Übertragung über eine Glasfaser, die vorwiegend bei Fiber-to-the-Home-Anwendungen (FTTH) zum Einsatz kommen, sowie POF-Komponenten (Plastic Optical Fiber), die für optische Netzwerke in Autos verwendet werden, insbesondere für Unterhaltungs- und Sicherheitssysteme.

Finisar erwartet, im ersten Jahr nach Abschluss der Transaktion bedeutende Synergien realisieren zu können. Diese Synergien ergeben sich im Wesentlichen durch die komplementären Technologien und die sich ergänzenden Kunden.

In dem am 31. März 2004 abgelaufenen zweiten Quartal erzielte Infineon mit Glasfaserkomponenten einen Umsatz von rund 32 Millionen US-Dollar. Zusammen mit dem erwarteten Finisar-Umsatz von 55 bis 60 Millionen US-Dollar für das vierte Geschäftsquartal (30. April 2004) würde somit das größte, ausschließlich auf optische Komponenten spezialisierte Unternehmen der Welt entstehen.

„Mit der einzigartigen Kompetenz, über die beide Unternehmen im Bereich optischer Systeme verfügen, ist dieser Zusammenschluss ein wesentlicher Schritt in der fortschreitenden Konsolidierung im Markt für Glasfaserkomponenten“, sagte Thomas Seifert, Leiter des Geschäftsbereichs Drahtgebundene Kommunikation von Infineon. „In Finisar haben wir einen ausgezeichneten strategischen Partner mit dem gemeinsamen Interesse gefunden, die Zukunft des Segments Glasfaserkomponenten zu sichern. Als einer größten, ausschließlich auf optische Komponenten spezialisierten Anbieter kann das so verstärkte Unternehmen flexibler, kosteneffizienter und mit einem breiteren Produktportfolio im Markt agieren, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen.“

„Mit dieser Akquisition werden wir wichtige neue Produkt- und Technologieplattformen übernehmen, die unsere Position in unseren Schlüsselmärkten verstärken sollte und unsere Umsatzbasis im Hinblick auf Absatzmärkte, Kunden und Distributionskanäle diversifiziert“, erklärte Jerry Rawls, Vorstandsvorsitzender von Finisar. „Rund 40 Prozent des Geschäfts von Infineon liegt in Marktsegmenten, in denen wir zurzeit nicht vertreten sind. Dazu gehören unter anderem die Automobilindustrie und der Zukunftsmarkt Fiber-to-the-Home. Das kombinierte Produktportfolio beider Unternehmen wird hinsichtlich der Produktvielfalt und der Technologie für Datenkommunikationsanwendungen einzigartig sein, wodurch sich für uns neue Chancen für eine Marktdurchdringung für WDM- und Telekommunikationsanwendungen bieten. Ferner haben wir bedeutende Synergien gefunden, durch die der Zusammenschluss erfolgreich und profitabel gestaltet werden könnte.“

Vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Genehmigungen und der Zustimmung der Finisar-Aktionäre wird die Transaktion voraussichtlich im dritten Kalenderquartal dieses Jahres abgeschlossen. Bestandteil der Transaktion ist die Infineon Fiber Optics GmbH mit den Standorten Berlin (Entwicklungs-, Produktions- und Marketingaktivitäten), München (Entwicklung und Produktion) und Regensburg (Entwicklung und Marketing). Zudem werden die Produktionsstätten in Trutnov (Tschechische Republik), Entwicklungs- und Marketingaktivitäten in Longmont und San Jose (USA) und die Beteiligung von Infineon am Joint Venture ParoLink mit UEC in Taiwan übertragen. Darüber hinaus wird Finisar mit nahezu 450 Patenten und Patentanwendungen Know-how und geistiges Eigentum in beträchtlichem Umfang übernehmen.

Mit dem Abschluss der Transaktion wird Thomas Seifert, Leiter des Geschäftsbereichs Drahtgebundene Kommunikation bei Infineon, voraussichtlich Mitglied des Board of Directors von Finisar. Es ist davon auszugehen, dass Infineon weiterhin als strategischer Zulieferer von Chips für das verstärkte Unternehmen fungiert.

Deutsche Bank Securities unterstützte Finisar als Finanzberater.

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