In einem Jahr amortisiert

USV-Anlage sorgt für zweckmäßigen Mitarbeitereinsatz
(PresseBox) (Kirchheim, ) Die Mitarbeiter von Bruckmann Tiefdruck, eine Betriebsstätte der TSB Tiefdruck Schwann-Bagel GmbH & Co. KG, stellen vertragsgemäß Millionen von Werbeprospekten fertig. Für großen Termindruck sorgen dabei zeitweise Ausfälle der Gravuranlagen für die Tiefdruckzylinder, die durch Probleme in der Stromqualität auftreten. Seit kurzem verhindert eine USV-Anlage der Marke Liebert von Emerson Network Power diese Ausfälle. Die Druckerei profitiert so von einer größeren Kontinuität im Produktionsablauf und im Mitarbeitereinsatz.

Das Tiefdruckverfahren wird für Druckerzeugnisse in Millionenauflagen eingesetzt wie Zeitschriften, Kataloge oder Flyer. Bei TSB Bruckmann produzieren rund 200 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb bis zu 110.000 Werbeprospekte in der Stunde gleichzeitig auf vier Tiefdruck-Rotationsmaschinen. Wesentlicher Bestandteil für den Druck ist der mit einer dünnen Kupferfolie ummantelte Druckzylinder. In die Kupferhaut stechen die winzigen Diamantstichel der Gravurmaschine 4.000 Näpfchen in der Sekunde für die Farbe. Gravurmaschinen reagieren hochempfindlich auf Stromunterbrechung oder Spannungsschwankungen. Die Stichel fallen auf die sich weiterdrehende Walze; die entstehenden Striche machen sie unbrauchbar.

Produktionsverzögerungen

Besonders ärgerlich ist eine Unterbrechung, wenn ein Gravurvorgang, der von einer Stunde bis zu sechs Stunden dauern kann, kurz vor der Beendigung steht. Neben der Zeit für die erneute Arbeitsvorbereitung, also die zerstörte Kupferhaut abziehen und die neue aufbringen, schlägt auch die Zeit für die Wiederholung des Gravierens zu Buche. „Ein Druckauftrag kann sich so im schlimmsten Fall um sechs, acht Stunden verzögern, da kann es schon eng werden mit dem termingerechten Druck eines Prospektes“, erläutert Werner Schlatter, Betriebsingenieur der Druckerei, die Problemlage.

Im Sommer treten die Ausfallzeiten am häufigsten auf. Blitzeinschläge ins Netz bewirken Spannungsstöße, die noch viele Kilometer vom Ort des Ereignisses spürbar sind. Bisher hat das Unternehmen die Ausfälle hingenommen und die Produktionszeit angepasst. Der steigende Termin- und Kostendruck führte die Entscheidung herbei, die drei eingesetzten Gravurmaschinen abzusichern.

Beratung vor Ort

„Leistungsfähig und robust sollte das USV-System sein und möglichst preisgünstig,“ beschreibt Schlatter die Anforderungen an die neue USV-Anlage. Mit der Problemskizze wandte er sich an verschiedene Hersteller. Fachleute von Emerson Network Power nahmen die Gravurmaschinen vor Ort in Augenschein und erfragten Details. „Ausschlaggebend für die Vergabe an Emerson Network Power waren der günstige Preis, der kurzfristige Liefertermin und die sorgfältige Beratung“, so Schlatter.

Leistungsstarke Lösung

Mit der Liebert-Anlage 7200 schlug Emerson Network Power eine zentrale Lösung vor, da diese günstiger kommt als die dezentrale Absicherung mit drei einzelnen Anlagen. Auch die Wartungskosten liegen niedriger. Außerdem ließ sich die Leistung der USV-Anlage mit 40 kVA für die jeweils 8 kVA der Maschinen großzügig bemessen. Dadurch ist sichergestellt, dass die USV-Anlage auch den hohen Anlaufstrom beim gleichzeitigen Start der drei Gravurmaschinen ohne Schaden übersteht.

USV-Anlagen dieser Größenordnung sind Dauerwandler, bei denen in die Stromversorgung der Verbraucher immer Batterien involviert sind. Für die Gravurmaschinen bedeutet das die Belieferung mit dem für den einwandfreien Betrieb nötigen völlig sauberen Strom plus einer kleinen Autonomiezeit. Zusätzliche Batterien stellen eine Überbrückungszeit von bis zu einer halben Stunde bei voller Last sicher. Bruckmann wurde zum Kauf von Standard-Zehn-Jahres-Batterien geraten, denn deren Preis-Leistungs-Verhältnis ist günstiger als das von Batterien mit einer Gebrauchsdauer von fünf Jahren.

Unproblematische Installation

Installation und Inbetriebnahme der Anlage 7200 verliefen reibungslos. Aufstellort des Systems ist ein Nebenraum, in dem eine ohnehin installierte Absauganlage das Problem der Abwärme erledigt. Nach Anlieferung und Aufbau von USV-Anlage und Batterieschrank installierten die Hauselektriker der Druckerei die Zuleitungen nach den Angaben der Mitarbeiter von Emerson Network Power. Ein Servicemitarbeiter von Emerson Network Power nahm danach die Anlage in Betrieb und überprüfte die Leistung aller Funktionen.

„Infrastrukturtechnik wie eine USV-Anlage sollte sich eigentlich nicht bemerkbar machen“, resümiert Schlatter. „Uns wird sie positiv auffallen. Die nächsten Gewitter und sonstigen Ursachen für Stromausfälle werden wir ohne Ausfallzeiten überstehen, und in einem Jahr wird sich die Anlage 7200 amortisiert haben.“

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