Britische Polizei verhaftet verdächtige Phishing-Bande

Sophos rät zur Vorsicht vor vermeintlichen
(PresseBox) (Nieder-Olm, ) Die britische National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) hat heute zwölf Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, Mitglieder einer Phishing-Bande zu sein. Die sechs Männer und sechs Frauen, die aus Estland, Lettland, Litauen, Russland und der Ukraine stammen, sollen die Bankkonten-Daten von Computer-Nutzern ausspioniert haben. Das betrügerische Erfassen von Bankdaten im Internet wird auch 'Phishing' genannt, ein Ausdruck, der sich aus 'Password' und 'Fishing' zusammensetzt.

Laut englischen Medienberichten soll die Polizei Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bankkarten und große Mengen an Kokain bei mehreren Adressen in London und Ramsgate in Kent beschlagnahmt haben.

'Wir glauben, dass diese Gang Hunderttausende britische Pfund nach Russland transferiert hat', sagt Kriminalkommissar Mick Deats, Deputy Head bei der NHTCU in UK.
'Organisierte Kriminelle versuchen auf der ganzen
Welt, Internetnutzern das Geld vom Online-Konto
zu stehlen', meint Gernot Hacker, Director of
Technology bei Sophos. 'Leider können E-Mail-Nutzer
solchen Betrügern schnell zum Opfer fallen. Bei
E-Mails, die dazu einladen, die persönlichen
Bankdaten preiszugeben, sollten Anwender äußerst
misstrauisch sein. Auch wenn die Website, die sie
dazu besuchen sollen, wie eine echte Online-Bank
aussieht oder sie den Banknamen kennen, stecken
zumeist Internetbetrüger dahinter.'

Phishing-Attacken der letzten Zeit gestalteten sich hauptsächlich als gefälschte E-Mails von bekannten Banken, wie Wells Fargo, Nationwide, NatWest, Barclays, Westpac und Halifax.

Erst in der letzten Woche hatte die NHTCU einen 21-jährigen Mann in Lancashire verhaftet. Es hieß, dass dies die erste Festnahme in Zusammenhang mit Phishing in Großbritannien gewesen sei.

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