Top Ten der Viren und Hoaxes im Juli 2004

Höchste Virenrate seit Dezember 2001 registriert – Zafi Wurm immer noch stark im Umlauf
(PresseBox) (Nieder Olm, ) Sophos, größter spezialisierter Entwickler
von Antiviren- und Antispam-Software, hat eine Top-Ten-Liste der
Viren und Hoaxes zusammengestellt, die Unternehmen rund um
den Globus im Juli am meisten Probleme bereitet haben.

Die Statistik zeigt, dass der ungarische Zafi Wurm weiterhin die
Virencharts anführt. Er macht mehr als die Hälfte aller Viren aus,
die im globalen Überwachungsnetzwerk von Sophos eingegangen
sind. Insgesamt ist mit 1.157 Virenneulingen auch eine größere
Zahl an neuen Viren innerhalb eines Monats identifiziert worden -
die höchste monatliche Rate seit Dezember 2001.

Neben dem dominanten Zafi Wurm belegten im Juli 2004 folgende
Schadprogramme die ersten zehn Plätze:

1. W32/Zafi-B 59,2 %
2. W32/Netsky-P 15,8 %
3. W32/Netsky-D 4,5 %
4. W32/Bagle-AA 3,3 %
5. W32/Netsky-Z 2,9 %
5. W32/Netsky-B 2,9 %
7. W32/ Netsky-Q 1,9 %
8. W32/MyDoom-O 1,7 % NEUEINSTIEG
9. W32/Mimail-C 1,5 %
10. W32/Bagle-Zip 0,9 %

Andere: 5,4 %

‘Der Zafi Wurm, der in verschiedenen Sprachen auftreten kann,
wird nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden. Ein
deutliches Indiz dafür sind die vielen umlaufenden Versionen
von Zafi-B, die derzeit versuchen, durch die Schutzschilde der
Computernetzwerke zu gelangen’, erklärt Gernot Hacker, Director
of Technology bei Sophos. ‘Der Handlungsbedarf liegt ganz klar
bei den PC-Anwendern, denn nur sie können durch das regelmäßige
Aktualisieren ihrer Virenschutz-Software dafür sorgen, dass Würmer
wie Zafi nicht zur lästigen Dauerplage werden.’

‘MyDoom-O, der am 26. Juli das erste Mal auftauchte, hat es mit
seiner neuartigen Technik auch gleich zu zweifelhaftem Ruhm
gebracht. Die Domains der E-Mail-Adressen, die er auf befallenen
Rechnern eingesammelt hatte, konnte er nutzen, um in Suchmaschinen
weitere E-Mail-Adressen zur Verbreitung aufzustöbern. Mit Erfolg,
denn der Störenfried landete schnell in den Sophos-Virencharts
und versagte Millionen von Anwendern die Internetsuche über
Google’, fasst Gernot Hacker zusammen.

Sophos hat im Juli die rekordverdächtige Anzahl von 1.157 neuen
Viren entdeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt.
Derzeit bietet Sophos Anti-Virus Schutz vor insgesamt 92.645 Viren.
Sophos-Zahlen zufolge waren mehr als neun Prozent aller im Juli
verschickten E-Mails mit einem Virus infiziert.

‘Seit Dezember 2001 hatten wir nicht so viele neue Virenvorfälle
wie in diesem Monat. Wir haben mehr als doppelt so viel Virenschutz
zur Verfügung gestellt als noch im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich
zum Juli 2003 gab es sage und schreibe 532 Viren mehr’, gibt Gernot
Hacker zu bedenken.

Im Juli 2004 ergab sich außerdem die folgende Rangliste
der am häufigsten aufgetretenen Hoaxes:

1. Hotmail hoax 16,0 %
2. Meninas da Playboy 11,8 %
3. Bonsai kitten 6,6 %
4. WTC Survivor 6,4 %
5. A virtual card for you 5,7 %
6. Budweiser frogs screensaver 3,7 %
7. Spunkball 3,5 %
8. Bill Gates fortune 3,3 %
9. JDBGMGR 2,9 %
10. Jamie Bulger 1,2 %

Andere: 39,0 %

‘Der Hotmail Hoax ist auf die Spitzenposition zurückgekehrt’,
sagt Gernot Hacker. ‘Da Monat für Monat die gleichen Hoaxes
dominieren, sollten Administratoren eine Unternehmensrichtlinie
einführen, die Mitarbeitern das Weiterleiten von E-Mail-Scherzen
ausdrücklich untersagt.’

Sophos stellt für die Verwendung auf Intranet- und
Internetseiten einen kostenlosen Info-Dienst zur
Verfügung. So können Nutzer immer die aktuellsten
Informationen über Viren und Hoaxes abrufen:
http://www.sophos.de/...

Für eine Grafik zur Viren Top Ten besuchen Sie:
http://www.sophos.de/...

Weitere Informationen über sichere Computeranwendung
und Tipps zum richtigen Umgang mit Hoaxes gibt es unter:
http://www.sophos.de/...

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