SAP gibt Ergebnisse für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2002 bekannt

(PresseBox) () Walldorf, 30.1.2003. Das operative Ergebnis (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie wesentlicher akquisitionsbezogener Aufwendungen) erhöhte sich im Gesamtjahr 2002 um 15 % auf 1,7 Mrd. Euro (2001: 1,5 Mrd.). Die Marge beim operativen Ergebnis (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie wesentlicher akquisitionsbezogener Aufwendungen) verbesserte sich für das Gesamtjahr 2002 um rund drei Prozentpunkte auf 22,7 % (2001: 20 %).

Die Umsatzerlöse im Gesamtjahr 2002 erhöhten sich um 1% auf 7,4 Mrd. Euro (2001: 7,3 Mrd.). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz in diesem Zeitraum um 6 % gestiegen. Der Produktumsatz, der sich aus Lizenz- und Wartungserlösen zusammensetzt, erreichte wie im Vorjahr 4,7 Mrd. Euro. Die Lizenzumsätze sanken im Geschäftsjahr auf 2,3 Mrd. Euro (2001: 2,6 Mrd.), die Wartungsumsätze stiegen auf 2,4 Mrd. Euro (2001: 2,1 Mrd.). Die Beratungsumsätze betrugen im gleichen Zeitraum 2,2 Mrd. Euro (2001: 2,1 Mrd.) und die Schulungserlöse 414 Mio. Euro (2001: 466 Mio.).

Die SAP konnte erhebliche Marktanteilsgewinne verzeichnen. Im Gesamtjahr 2002 betrug der Marktanteil der SAP (basierend auf Lizenzumsätzen) im Vergleich zu ihren wichtigsten Wettbewerbern (wie in Fußnote 2 definiert) 50 %. Dies entspricht einem Anstieg von 9 Prozentpunkten gegenüber dem Marktanteil von 41 % im Gesamtjahr 2001.

Das Ergebnis nach EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) belief sich im Gesamtjahr 2002 auf 1,8 Mrd. Euro (2001: 1,6 Mrd.).

Das Konzernergebnis für das Gesamtjahr 2002 lag bei 509 Mio. Euro (2001: 581 Mio.). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,63 Euro (2001: 1,85 Euro). Das Konzernergebnis (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Erträge, wesentlicher akquisitionsbezogener Aufwendungen, Commerce One Einfluss und sonstiger Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen) stieg im Gesamtjahr 2002 um 21 % auf 1 Mrd. Euro (2001: 851 Mio.) oder 3,29 Euro pro Aktie (2001: 2,70 Euro).

Die SAP generierte im Gesamtjahr 2002 Free Cash Flow (definiert als Operativer Cash Flow abzüglich Investitionen) in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Zum Stand 31. Dezember 2002 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 1,2 Mrd. Euro.

Im Gesamtjahr 2002 kaufte die SAP Aktien im Wert von 279 Mio. Euro zurück. Im Rahmen der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, die von der Hauptversammlung im Mai 2002 erteilt wurde, plant das Unternehmen, in den nächsten Monaten weitere Aktien zurückzukaufen. Wie in der Vergangenheit wird das Unternehmen weitere Aktien besonders kursschonend und im Einklang mit allen Gesetzen und Vorschriften zurückkaufen.

Die Umsätze in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) erhöhten sich um 7 % auf 4,1 Mrd. Euro (2001: 3,8 Mrd.). Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in weiten Teilen Europas erzielte die SAP erneut gute Ergebnisse in dieser Region. Dies gilt vor allem für den deutschen Heimatmarkt: Hier steigerte die SAP den Umsatz im Gesamtjahr 2002 um 10 % gegenüber der Vorjahresperiode. Die Umsätze in der Region Amerika gaben im Gesamtjahr 2002 um 8 % auf 2,5 Mrd. Euro (2001: 2,7) nach. Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz in der Region Amerika um 2 % gestiegen. Im Vergleich zu den US-amerikanischen Wettbewerbern war dies ein gutes Ergebnis. Die SAP hat ihren Marktanteil in den USA weiter ausgebaut und ist nun der größte Anbieter von Business-Software in den USA (basierend auf dem Lizenzumsatz)1. In der Region Asien/Pazifik (APA) stiegen die Umsätze im Gesamtjahr 2002 um 2 % auf 862 Mio. Euro (2001: 841 Mio.). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz in dieser Region um 9 % gestiegen. Dies ist im wesentlichen auf die starke Umsatzsteigerung in Japan zurückzuführen. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz in Japan um 22 % gestiegen.

"Unser Erfolg in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2002 beweist erneut, dass die SAP ihre führende Marktposition und ihren Wettbewerbsvorsprung weiter ausgebaut hat. Grund für den Erfolg der SAP ist unsere Fähigkeit, die sich verändernden Kundenbedürfnisse aufzugreifen sowie Technologie für einen umfassenden Nutzen bei den Kunden bereitzustellen", sagte Hasso Plattner, Vorstandssprecher und Mitgründer der SAP AG. "Die im Januar vorgestellte SAP Enterprise Services Architektur (ESA) sowie SAP NetWeaver ermöglichen es Unternehmen, aus vorhandenen Softwarelösungen zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu erzielen und zugleich die gesamten Anwendungskosten - Total Cost of Ownership - weiter zu senken. Wir gehen davon aus, dass SAP NetWeaver zusätzliche Impulse für den Umsatz mit unseren Produkten und Lösungen sowohl bei Bestands- als auch bei Neukunden geben wird."

"Wir sind sehr zufrieden mit den erreichten Ergebnissen im vierten Quartal wie auch im Gesamtjahr 2002. In einem unsicheren ökonomischen und politischen Umfeld haben wir erfolgreich agiert" sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. "In den Schlüsselmärkten und wichtigsten Produktbereichen erhöhten wir unseren Marktanteil weiter. Unsere Profitabilität verbesserte sich durch ein effizientes Kostenmanagement bei den Verwaltungsaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie eine insgesamt schlankere Organisation".

Im vierten Quartal 2002 sank der Gesamtumsatz um 2 % auf 2,28 Mrd. Euro (2001: 2,32 Mrd.). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz in diesem Zeitraum um 5 % gegenüber dem vierten Quartal 2001 gestiegen.

Kagermann führte fort: "Im vierten Quartal setzte sich der Trend zu kleineren Vertragsabschlüssen fort. Zugleich entscheiden sich viele unserer Kunden für eine immer umfassendere strategische Zusammenarbeit. Dieses Engagement ist nach unserer Auffassung ein Zeichen dafür, dass unsere Kunden bereit sind, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, dem sie umfassend vertrauen. Dieses Vertrauen beruht auf dem Verständnis, dass die SAP zum einen die Lösungen und Produkte anbietet, die für den Geschäftserfolg grundlegend sind und eine finanzielle Stabilität besitzt. Zum anderen, dass sie ihre Innovationsfähigkeit kontinuierlich beweist und das umfassendste Produkt- und Lösungsportfolio anbietet, gebündelt mit überzeugender Technologie sowie Service- und Supportangeboten."

Das Konzernergebnis für das vierte Quartal 2002 stieg auf 474 Mio. Euro (2001: 319 Mio.). Das entsprechende Ergebnis je Aktie betrug 1,52 Euro (2001: 1,02 Euro). Ohne Berücksichtigung außerordentlicher Erträge, wesentlicher akquisitionsbedingter Aufwendungen, Commerce One Einfluss und sonstiger Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen verbesserte sich das Konzernergebnis für das vierte Quartal um 19 % auf 492 Mio. Euro (2001: 413 Mio.) oder 1,58 Euro pro Aktie (2001: 1,31 Euro).

Im vierten Quartal 2002 stiegen die Umsätze in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) um 7 % auf 1,3 Mrd. Euro (2001: 1,2 Mrd.). Die Region Amerika verzeichnete einen Umsatzrückgang um 17 % auf 721 Mio. Euro (2001: 864 Mio.). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz nur um 1 % gesunken. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik (APA) erhöhten sich im vierten Quartal um 7 % auf 265 Mio. Euro (2001: 248 Mio.). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz in dieser Region um 16 % gestiegen.

Der Produktumsatz erreichte im vierten Quartal 2002 wie in der Vorjahresperiode 1,6 Mrd. Euro. Der Lizenzumsatz betrug 958 Mio. Euro (2001: 1 Mrd.), die Wartungserlöse betrugen 628 Mio. Euro (2001: 573 Mio.). Der Beratungsumsatz belief sich im vierten Quartal auf 575 Mio. Euro (2001: 572 Mio.), und die Schulungserlöse lagen bei 92 Mio. Euro (2001: 117 Mio.).

Zum Stichtag 31. Dezember 2002 betrug die Zahl der Mitarbeiter umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte 28.797. Dies sind 112 Vollzeitmitarbeiter weniger als am 30. September 2002.

Mit mySAP CRM (Customer Relationship Management) erzielte die SAP AG im vierten Quartal einen Softwareumsatz von rund 205 Mio. Euro (2001: 196 Mio.). Dies entspricht einem Anstieg von 5 % gegenüber der Vorjahresperiode und einem Anteil von 21 % am Softwareumsatz insgesamt. Der Softwareumsatz mit mySAP SCM (Supply Chain Management) sank um 20 % auf 186 Mio. Euro (2001: 232 Mio.) und beträgt 20 % des gesamten Softwareumsatzes. Bei den Umsatzzahlen wurden sowohl die Softwareumsätze aus Verträgen für einzelne Lösungen sowie aus Verträgen für integrierte Komplettlösungen berücksichtigt. Die Zuordnung der Umsätze aus Komplettlösungen basiert auf Erhebungen zur geplanten Verwendung der Softwarelizenzen.

Ausblick

Trotz des weiterhin nicht vorhersehbaren politischen und wirtschaftlichen Umfelds geht die SAP davon aus, in 2003 ihren Marktanteil weiter auszubauen und die Profitabilität zu verbessern. Unter der Annahme, dass die Umsätze moderat steigen, die Kostensenkungsmaßnahmen weiter greifen und das Kaufverhalten der Kunden im Rahmen der gewöhnlichen Saisonalität bleibt, geht die SAP davon aus, dass sich die operative Marge (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbezogener Aufwendungen) in 2003 um ungefähr 1 Prozentpunkt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert verbessert. Darüber hinaus erwartet die SAP, dass das Ergebnis je Aktie (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme und akquisitionsbezogener Aufwendungen sowie außerplanmäßiger Abschreibungen) im Gesamtjahr 2003 zwischen 3,45 Euro und 3,60 Euro liegen wird.

Höhepunkte im Jahr 2002

SAP gewann erneut Marktanteile und baute die Position als weltweiter Marktführer für Business-Softwarelösungen weiter aus. In diesem Quartal konnten unter anderem mit folgenden Unternehmen Verträge unterzeichnet werden: Hydro Québec, NASA, Scotts Company und Unilever in der Region Amerika; E.ON, Suez, Telefonica und Zürich Kantonalbank in der Region EMEA sowie Asia Pulp & Paper, Ezaki Glico, Sankyo und Sharp in der Region APA. SAP präsentierte xApps. Kunden, Partner und Drittanbieter unterstützen eine neue Art von vorkonfigurierten Anwendungen - die so genannten SAP xApps. Dabei handelt es sich um funktionsübergreifende Softwarelösungen, die auf bestehenden Anwendungen aufbauen und unternehmensübergreifende, adaptive Geschäftsprozesse ermöglichen. Die erste SAP xApp wurde im Dezember ausgeliefert: Die SAP xApp Resource and Program Management (SAP xRPM) hilft Unternehmen dabei, ihre Strategie umzusetzen, indem sie Managern und Teams die Kontrolle gibt über ein Portfolio von Projekten, die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die kontinuierlichen Programmergebnisse, um so intelligente Entscheidungen treffen können. SAP führte die neueste Version von mySAP Customer Relationship Management (mySAP CRM) ein. Sie ist die erste CRM-Lösung weltweit, die vollständig auf der Portal-Technologie basiert. Durch den Einsatz von Portal-Technologie in Verbindung mit mySAP CRM erhält der Anwender die vollständige Funktionalität des Kunden-Management und den einfachen Zugriff auf Informationen, die direkt auf seine Rolle im Unternehmen zugeschnitten sind. SAP lieferte R/3 Enterprise aus. SAP R/3 Enterprise, die neue Version der SAP Software für Enterprise Resource Planning, ist jetzt generell verfügbar. SAP R/3 Enterprise wurde an über 200 Kunden ausgeliefert, von denen 19 mit der ERP-Lösung produktiv gegangen sind. Einer der ersten Kunden in der Ramp-up Phase, die in Deutschland führenden Technologie-Anbieter Preh-Werke, konnten nach nur acht Wochen den Produktivbetrieb aufnehmen. Weitere Kunden, die an der Ramp-up Phase teilnehmen, sind unter anderem Nestlé, SONY UK, United Nations Children's Fund und UNICEF. SAP kündigte das Programm "Smart Business Solutions" für kleine und mittelständische Unternehmen an. Seit März bietet die SAP mit "mySAP All-in-One" und "SAP Business One" Softwarelösungen für Unternehmen verschiedener Industrien und Größen an. Diese decken Buchhaltung, Finanzen, Kundenbeziehungs-Management, Einkauf und Vertrieb sowie Berichtswesen und Controlling ab. SAP Business One kann schnell implementiert werden, ist einfach zu bedienen und deckt allgemeine Funktionen im Bereich Buchhaltung, Logistik, Vertriebsunterstützung und Berichtswesen ab. mySAP All-in-One ist auf die industrie-spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten. Beide Lösungen sind vorkonfiguriert und enthalten die für die jeweilige Industrie erfolgreichsten Lösungsansätze. Die Smart Business Solutions profitieren von den Erfahrungen der SAP aus mehr als 30 Jahren Entwicklung von Unternehmenssoftware. Angepasst auf die speziellen Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen sie, die "Total Cost of Ownership" zu senken. SAP erweitert den Vorstand. Shai Agassi wurde in den Vorstand der SAP berufen, wo er für einen neuen Bereich zuständig ist, der sich auf die nächste Generation von "Collaborative Solutions" konzentriert. Léo Apotheker wurde zum Präsidenten der Global Field Operations und ebenfalls zum Mitglied des Vorstands der SAP ernannt. Mehr als 25.500 Kunden, Partner und Interessenten informierten sich auf der Sapphire '02 in Lissabon, Orlando und Tokio über das Lösungsportfolio der SAP. Über 140 SAP-Kunden - vom globalen Konzern über Mittelständler bis hin zu kleinen Unternehmen - präsentierten, wie sie mit ihrem Investment in Software der SAP ihre Geschäftsprobleme lösen.

Fußnoten: (1) Der Marktanteil in den USA basiert auf den US-Lizenzumsätzen von i2 Technologies, Inc., J. D. Edwards & Company, Oracle Corporation, Peoplesoft, Inc. und Siebel Systems (für einige Anbieter wurde der US-Lizenzumsatz geschätzt); siehe auch Wall Street Journal-Artikel vom 28.1.2003

(2) Der globale Marktanteil basiert auf den weltweiten Lizenzumsätzen von i2 Technologies, Inc., J. D. Edwards & Company, Oracle Corporation, Peoplesoft, Inc. und Siebel Systems.

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