Software AG verzeichnet starkes Wachstum in 2009

(PresseBox) (Darmstadt, ) .
- Umsatz wächst um 18 Prozent auf 847,4 Mio. Euro
- Operatives Ergebnis (EBIT) steigt um 21 Prozent auf 218,2 Mio. Euro
- EBIT-Marge steigt auf 25,8 Prozent
- Gewinn nach Steuern erhöht sich um 22 Prozent auf 140,8 Mio. Euro
- Free Cash Flow wächst um 41 Prozent auf 188,4 Mio. Euro
- 4. Quartal 2009: webMethods-Lizenzumsätze 21 Prozent über Vorjahr
- Ausblick 2010: Umsatzwachstum zwischen 25 und 30 Prozent
- Gewinn nach Steuern in 2010: Steigerung um 8 bis 12 Prozent

Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) berichtet für das Geschäftsjahr 2009 eine signifikante Steigerung von Umsatz und Ertrag und hat damit die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der Konzernumsatz stieg 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 847,4 Mio. Euro (Vj: 720,6 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im gleichen Zeitraum um 21 Prozent auf 218,2 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 25,8 Prozent entspricht. Die Lizenzumsätze beliefen sich auf 269,9 Mio. Euro (Vj: 272,0 Mio. Euro) und spiegeln das schwierige Marktumfeld im Geschäftsjahr 2009 wieder. Dagegen entwickelten sich die Wartungsumsätze sehr erfreulich und stiegen um 16 Prozent auf 310,6 Mio. Euro (Vj. 267,1 Mio. Euro). Durch die Akquisition der IDS Scheer AG erhöhte sich der Umsatz im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft um 48 Prozent auf 262,5 Mio. Euro (Vj. 177,8 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern konnte um 22 Prozent von 115,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 140,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009 erhöht werden. Der Gewinn je Aktie nahm entsprechend auf 4,92 Euro (Vj. 4,05 Euro) zu. In ihrem Ausblick für 2010 geht die Software AG von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen 25 und 30 Prozent aus. Zusätzlich soll der Gewinn nach Steuern um 8 bis 12 Prozent in 2010 erhöht werden.

Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2009

Der für ein Softwareunternehmen wichtige Produktumsatz (Lizenzen und Wartung) stieg insgesamt um 8 Prozent auf insgesamt 580,5 Mio. Euro (Vj. 539,1 Mio. Euro), der im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft erzielte Umsatz erhöhte sich um 48 Prozent auf 262,5 Mio. Euro (Vj. 177,8 Mio. Euro).

Während die weltweite Rezession andauerte, stiegen die im Geschäftsbereich webMethods (Integrationssoftware) erzielten Produktumsätze im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 219,9 Mio. Euro (Vj. 208,0 Mio. Euro), der Gesamtumsatz um 3 Prozent auf 324,9 Mio. Euro (Vj. 315,7 Mio. Euro). Durch einen verbesserten Umsatzmix und eine Steigerung der Vertriebseffizienz steigerte der Geschäftsbereich webMethods seinen Beitrag zum Konzernergebnis um 15 Prozent auf 70,1 Mio. Euro (Vj. 60,8 Mio. Euro). webMethods trug damit 2009 stärker als je zuvor zum Ergebnis des Konzerns bei.

Der im Geschäftsbereich ETS (Datenmanagement) erzielte Produktumsatz belief sich auf 327,7 Mio. Euro und lag damit nur marginal unter dem im Vorjahr erzielten Umsatz in Höhe von 330,6 Mio. Euro. Eine Zunahme der Wartungsumsätze in diesem Geschäftsbereich um 8 Prozent auf 187,9 Mio. Euro (Vj. 173,8 Millionen Euro) kompensierte den Rückgang an Lizenzumsätzen auf 139,8 Mio. Euro (Vj. 156,8 Mio. Euro), der auf die schwierige ETS-Geschäftssituation in Japan zurückzuführen ist.

Die ab dem 20. August 2009 vorgenommene Konsolidierung der mehrheitlich übernommenen IDS Scheer AG in einem dritten Geschäftsbereich der Software AG hat 126,5 Mio. Euro zum Konzernumsatz beigetragen.

"Für das Geschäftsjahr 2009 können wir erneut ein Rekordergebnis ausweisen. Die Übernahme von IDS Scheer wird uns helfen, unsere technologische Führungsrolle im Bereich Business Process Excellence weiter auszubauen", so Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. "Im vierten Quartal konnten wir eine steigende Anzahl großer Aufträge abschließen. Wir erkennen darin ein erstes Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Die Software AG ist hervorragend aufgestellt, um diese Entwicklung in 2010 zu nutzen."

Viertes Quartal 2009

Im vierten Quartal 2009 erzielte die Software AG einen Gesamtumsatz in Höhe von 292,1 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von 38 Prozent im Vergleich zu dem im Vorjahr erzielten Umsatz von 212,4 Mio. Euro entspricht. Der Produktumsatz stieg um 11 Prozent auf 181,1 Mio. Euro (Vj. 163,2 Mio. Euro); Services- und Consulting erlösten mit 109,0 Mio. Euro 130 Prozent mehr (Vj. 47,3 Mio. Euro). Diese beachtliche Umsatzsteigerung im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft ist auf den Beitrag von IDS Scheer zurückzuführen, die erstmalig für volle 3 Monate konsolidiert wurde.

Eine weitere deutliche Umsatzsteigerung konnten wir im vierten Quartal im Geschäftsbereich webMethods erzielen. Die Lizenzumsätze stiegen um 21 Prozent auf 43,5 Mio. Euro (Vj. 35,8 Mio. Euro); im Vergleich zum dritten Quartal 2009 bedeutet dies sogar eine Verdopplung des Neugeschäfts. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs webMethods belief sich auf 98,9 Mio. Euro, dies entspricht einer Steigerung um 8 Prozent im Vergleich zu den 91,4 Mio. Euro im vierten Quartal 2008. Diese Zunahme der webMethods-Umsätze deutet zusammen mit einer im vierten Quartal gestiegenen Anzahl von großen Aufträgen auf erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung hin.

Die Produktumsätze im ETS-Bereich im vierten Quartal lagen mit 87,7 Mio. Euro um 6 Prozent über dem dritten Quartal und zeigten damit einen normalen saisonalen Verlauf. Sie lagen aber noch unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Vj. 101,2 Mio. Euro), was auf das Japan-Geschäft zurückzuführen ist. Damit lag auch der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs mit 105,4 Mio. Euro 13 Prozent unter dem Vorjahreswert von 121 Mio. Euro.

Im Vergleich zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal konnte IDS Scheer im vierten Quartal in allen Umsatzbereichen Zuwächse erzielen. Der Gesamtumsatz stieg operativ um 14 Prozent und trug 87,9 Mio. Euro zum Konzernumsatz bei, wobei die Umsätze im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft um 9 Prozent und die ARIS-Lizenzumsätze um 83 Prozent auf 11,5 Mio. Euro zunahmen.

Dieses starke Wachstum im Lizenzumsatz spiegelt die Entwicklung im Geschäftsbereich webMethods wieder und ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass Kunden in neue Technologien investieren.

Operatives Ergebnis und Cashflow

Die Software AG erreichte ein Umsatzsteigerung von 18 Prozent, während die Kostenbasis nur moderat angestiegen ist. Somit konnte die Effizienz weiter gesteigert werden. Dies führte zu einer Erhöhung des operativen Ergebnisses (EBIT) auf 218,2 Mio. Euro, was einer Steigerung von 21 Prozent (Vj. 180,5 Mio. Euro) und einer EBIT- Marge von 25,8 Prozent (Vj. 25,1 Prozent) entspricht.

Die auf 32,7 Prozent verbesserte Steuerquote des konsolidierten Unternehmens ermöglichte ein Wachstum des Ergebnisses nach Steuern um 22 Prozent auf 140,8 Mio. Euro (Vj. 115,9 Mio. Euro). Damit stieg der Gewinn je Aktie auf 4,92 Euro (Vj. 4,05 Euro).

Die Entwicklung des Free Cashflow war überaus erfreulich. Dieser konnte um 41 Prozent von 133,4 Mio. Euro in 2008 auf 188,4 Mio. Euro in 2009 gesteigert werden. Im vierten Quartal 2009 stieg der Free Cashflow um sogar 62 Prozent auf 68,5 Mio. Euro.

"Über das gesamte Geschäftsjahr 2009 haben wir von den Kostensenkungsmaßnahmen profitiert, die wir bereits 2008 eingeleitet hatten. Es ist uns gelungen, unseren Gewinn je Aktie um 21 Prozent und den Free Cashflow um 41 Prozent zu steigern. Im Rahmen der Integration der IDS Scheer werden wir die effizienten Prozessabläufe der Software AG nutzen, um nachhaltig den Gewinn des Konzerns zu steigern", so Arnd Zinnhardt, Finanzvorstand der Software AG.

Prognose für 2010

Die Software AG erwartet für das Geschäftsjahr 2010, dass der um Wechselkurseffekte bereinigte Gesamtumsatz um 25 bis 30 Prozent und der Produktumsatz um 12 bis 15 Prozent wachsen wird.
Das Unternehmen geht weiter davon aus, dass sich dabei der Gewinn nach Steuern um 8 bis 12 Prozent erhöht.

IDS Scheer Akquisition

Die Software AG hält inzwischen rund 91 Prozent der IDS Scheer Aktien. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung von IDS Scheer wurde am 8. Januar 2010 einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zugestimmt. Die Software AG rechnet in der Folge mit Kostensynergien von 25 bis 30 Millionen Euro. Zur Beschleunigung der vollständigen organisatorischen Eingliederung ist eine Verschmelzung der beiden Unternehmen geplant. Die Minderheitsaktionäre der IDS Scheer AG würden dann Aktionäre der Software AG. Die hierfür benötigten Aktien, will die Software AG in den nächsten Monaten am Markt kaufen.

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