Deutsche Ärzte blicken mit Skepsis auf 2010

Repräsentative Mediziner-Umfrage: 86% trauen Reformdiskussionen nicht
(PresseBox) (Koblenz, ) Die Stimmung unter Deutschlands niedergelassenen Ärzten ist düster. Knapp 86 Prozent (85,7%) der Mediziner geht gegenwärtig nicht davon aus, dass es in 2010 oder 2011 zu einer umfassenden Gesundheitsreform kommen wird. So das Ergebnis des monatlich erhobenen CompuGROUP GesundheitsMONITORs, einer repräsentativen Umfrage unter 440 zufällig ausgewählten Ärzten der CompuGROUP Holding AG, der Rhein-Zeitung und der Medical Tribune aus dem Februar.

Ernüchternder Blick in den Geldbeutel

Ähnlich pessimistisch sehen die Mediziner die Honorarentwicklung. Sieben von zehn Ärzten (70,4%) glauben nicht, dass sich ihre Einkommenssituation im Jahresverlauf "zufrieden stellend" verbessern wird. Optimistisch bewerten nur 6,4% der Befragten ihre finanzielle Situation, etwa jeder Vierte (23,2%) geht immerhin von einer "Teilreform" aus.

Gute Vorsätze (und deren Scheitern) machen auch vor Ärzten nicht halt

Immerhin nehmen sich Deutschlands Ärzte für ihre eigene Gesundheit im "nicht mehr ganz so neuen Jahr" einiges vor. So wollen 21,1% in 2010 ein paar Kilos abnehmen, und fast 70% (68,8%) ihr Gewicht zumindest halten. Lediglich vier von 100 Medizinern (3,6%) lehnen solch gute Vorsätze zum Jahresstart als "Anlass" ab. Warum, sagt der GesundheitsMONITOR nicht.

In Sachen Nichtrauchen sind sich die Mediziner ihrer Vorbildfunktion offensichtlich bewusst. 86,3% geben an, ohne Glimmstängel zu leben. Jeder 50. (2,4%) hat sich den Rauchstopp für 2010 selbst verordnet und ist darüber hinaus auch fest davon überzeugt, es zu schaffen. Weitere vier von 100 Medizinern (4,0%) wollen ebenfalls Nichtraucher werden, zweifeln aber an ihrem eigenen Durchhaltevermögen. Ebenfalls spannend: Nur 7,3% der Niedergelassenen - und damit vier Mal weniger als bei der Allgemeinbevölkerung - möchten sich das Rauchen auch weiterhin gönnen.

Zumindest bei den Patienten soll alles besser werden

Unabhängig von der eigenen Einstellung oder dem erwarteten Durchhaltevermögen: Deutsche Mediziner werden nicht müde, ihren Patienten eine gesündere Lebensführung nahe zu bringen. Fast 90% der Ärzte versuchen jeden Patienten oder zumindest solche, bei denen es etwas bringen könnte, immer wieder zu motivieren. Ein Spitzenwert. Nur knapp sechs Prozent (5,8%) sind hier sehr zurückhaltend oder fahren - nach zwei erfolglosen Versuchen - ihre Bemühungen zurück (6,0%).

Der CompuGROUP GesundheitsMONITOR:

Der CompuGROUP GesundheitsMONITOR ist eine gemeinsame Initiative der CompuGROUP Holding AG, der Medical Tribune sowie der Rhein-Zeitung. Monatlich werden repräsentative Umfragen unter 440 Allgemeinmedizinern, Internisten, Kinderärzten und Gynäkologen zu aktuellen Fragestellungen im Gesundheitssystem durchgeführt. Grafiken zum Download und kostenlosem Abdruck / Veröffentlichung sowie Informationen zur repräsentativen Umfrage finden Sie unter www.cg-gesundheitsmonitor.de.

Über Medical Tribune:

Seit über 40 Jahren gehört die Medical Tribune zu den meistgelesenen Fachtiteln für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Die beliebte Wochenzeitung bietet eine attraktive Mischung praxisrelevanter Themen aus Medizin, Gesundheits- und Berufspolitik sowie fachspezifische Wirtschaftsfragen. In einzigartiger Weise verwirklicht Medical Tribune vielseitige Fortbildung, persönliche Beratung und Lesefreude in einem Zeitungskonzept. Die Erfolgsgeschichte der Medical Tribune wird seit Jahrzehnten von der unabhängigen Leserschaftsuntersuchung (LA-MED) dokumentiert. Mehr unter www.medical-tribune.de

Über Rhein-Zeitung:

Das Verbreitungsgebiet der Rhein-Zeitung verbindet die Ballungsräume Köln-Bonn und das Rhein-Main-Gebiet. Im Zentrum liegt die wirtschaftsstarke Region um Koblenz. Mit einer Auflage von rund 224.000 Exemplaren und 17 Lokalausgaben zählt die Rhein-Zeitung ca. 640.000 Leser.

Mehr unter www.rhein-zeitung.de

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