Weiterbildungsrekord in schwieriger Zeit

Top-Ergebnis im IHK-Bereich / Kurzarbeit wurde zur Qualifizierung genutzt
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Mehr als 4.500 Teilnehmer haben im vergangenen Jahr Weiterbildungen im Bereich der IHK Saarland absolviert - so viele wie noch nie zuvor. Den größten Zuwachs gab es nach Angaben der IHK bei den Zertifikatslehrgängen: In 234 Lehrgängen wurden 2.551 Beschäftige qualifiziert (Vorjahr: 138 Lehrgänge mit 1.447 Teilnehmern). Dies entspricht einem Plus von jeweils rund 70 Prozent. In der Aufstiegsfortbildung (dazu gehören Qualifizierungsmaßnahmen, die als Fachwirt, Bilanzbuchhalter, Meister o.ä. mit einer IHK-Prüfung abschließen) gab es einen Anstieg um rund ein Fünftel; fast 2.000 Lehrgangsteilnehmer haben im vergangenen Jahr ihre Prüfung mit Erfolg abgelegt.

Fit für die Zeit nach der Krise

"Dieser Weiterbildungsrekord spiegelt wider, dass die Arbeitnehmer und Unternehmen die Wirtschaftskrise und zeitlichen Freiräume durch die Kurzarbeit genutzt haben: Viele Beschäftigten wurden auf kommende Aufgaben hin qualifiziert und für die Zeit nach der Krise fit gemacht", so IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch. Vorausschauende Qualifizierung sei angesichts der demografischen Entwicklung aber auch eine gute Investition in die Zukunft. Giersch: "Der Nachwuchsmangel nimmt in den nächsten Jahren deutlich zu. Deshalb ist es wichtig, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich zu qualifizieren. Das sichert den Unternehmen die dringend notwendigen Fachkräfte und erhöht die Arbeitsplatzsicherheit der Beschäftigten."

Weiterbildungspartnerschaft bewährt sich

Die hohe Weiterbildungsbeteiligung im Saarland sei auch Ergebnis eines hochwertigen und differenzierten Weiterbildungsangebots. "Unser Modell der Bildungspartnerschaft mit inzwischen rund 50 Bildungsträgern aus der Region hat wesentlich dazu beigetragen, dass Weiterbildungswillige im Saarland heute aus einem Angebot von mehr als 300 unterschiedlichen Zertifikatslehrgängen und rund 30 Weiterbildungsprüfungen wählen können", so Giersch. Darüber hinaus seien neue, passgenaue Konzepte deutlich schneller zu entwickeln. Diese Vorteile gelte es weiter zu nutzen. Dies sei auch wichtig, um potenzielle Bewerber, die bislang noch nicht oder nicht mehr in den Arbeitsmarkt integriert sind, oder einfach nach neuen beruflichen Perspektiven suchen, für ihre neue Beschäftigung zu qualifizieren.

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