AOK Bayern: Schneller und flexibler Zugriff auf tagesaktuelle Daten

Consol führt bei der AOK Bayern serviceorientierte Architektur (SOA) ein / Effiziente Betrugsverfolgung und beschleunigter Datenzugriff durch SAP-Anbindung
Peter Schmitt, Geschäftsbereichsleiter Kundenmanagement bei Kubus IT, dem IT-Dienstleister der AOK Bayern (PresseBox) (München, ) Die AOK Bayern hat den ersten Schritt in Richtung einer serviceorientierten Architektur (SOA) vollzogen: Die größte Krankenkasse im Freistaat nutzt jetzt die SAP-Schnittstelle ihrer Fachanwendung „Fehlverhalten im Gesundheitswesen“ auf Basis der Enterprise Case Management-Lösung Consol*CM. Die Anbindung an SAP war notwendig geworden, da alte Kunden-Datenbanken seit dem 17. Oktober 2009 nicht mehr gepflegt werden und stattdessen SAP als zentraler Verzeichnisdienst verwendet wird. Die neue Schnittstelle versorgt Consol*CM mit tagesaktuellen Daten der Versicherten und Leistungserbringer und ermöglicht es so, bisher manuelle Bearbeitungsschritte zu automatisieren. Consol ist Spezialist für Entwicklung, Integration und Betrieb komplexer IT-Systeme und setzt dabei auf Middleware-Produkte wie Tibco, Open ESB und Mule. Die AOK Bayern wird schon seit mehreren Jahren von Consol betreut.

SAP-Schnittstelle für Consol*CM

Consol unterstützte die AOK Bayern bei der Umsetzung der strategischen Entscheidung, SAP als zentralen Verzeichnisdienst einzusetzen. Um SAP an Consol*CM anzubinden, wurde als Integrationsschicht der Enterprise Service Bus (ESB) Mule verwendet. Mit Mule hat Consol* in bisherigen Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht.

Der ESB übernimmt die Aufgabe, die historischen Krankenversicherungs-, Rentenversicherungs- und Leistungserbringungsdaten aufzulösen, die Ergebnisse mehrerer SAP-Schnittstellen-Abfragen mit Adress-, Versicherungszeitraum- und Vertragsdaten sowie Ordnungsbegriffen zusammenzubringen und diese in ein einheitliches Format zu überführen.

Die Entkopplung der Systeme durch ESB als Integrationsmiddleware, der Einsatz von offenen Kommunikationsprotokollen (WebServices, JDBC, SMTP) und die Verlagerung der Integrationslogik in ESB folgten den Prinzipien der serviceorientierten Architektur (SOA). Mithilfe dieser zukunftssicheren Lösung können neue Anforderungen künftig schnell umgesetzt, die Kundendatenabfragen um weitere Datenquellen erweitert oder ältere Systeme ausgetauscht werden, ohne die betreffenden Business-Anwendungen modifizieren zu müssen.

Die Mitarbeiter, die mit Consol*CM arbeiten, profitieren ebenfalls von der neuen Schnittstelle. Die neuen ergonomisch gestalteten Masken enthalten sämtliche für das Tagesgeschäft relevanten Informationen über die Versicherten und Leistungserbringer. Damit entfällt das mühselige Zusammenstellen der Daten aus mehreren Systemen.

Ein weiteres Plus: Die Mitarbeiter arbeiten nur mit einem einzigen System – das spart Schulungs- und Lizenzkosten.

Neuer Prozess: Methadon-Management

Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs der Consol-Lösung im Bereich Betrugserkennung wird bei der AOK Bayern jetzt auch der Prozess „Methadon-Management“ in Consol*CM integriert. Die Betäubungsmittelverschreibungs-Verordnung (BtMVV) verpflichtet Ärzte, die Verschreibung von Methadon der Krankenkasse zu melden. Bisher erfolgte die Erfassung und Überprüfung der Meldungen mithilfe von sieben regional aufgeteilten Access-Datenbanken. Viele Bearbeitungsschritte mussten von den AOK-Mitarbeitern manuell durchgeführt werden, beispielsweise die Überprüfung, ob der Patient versichert ist, ob er sich parallel von mehreren Ärzten Methadon verschreiben lässt oder ob der Arzt berechtigt ist, Methadon zu verschreiben. Dies geht jetzt einfacher: Durch den in Consol*CM integrierten Workflow findet eine automatisierte Überprüfung statt. Dies vereinfacht und beschleunigt den Prozess und sorgt gleichzeitig dafür, dass künftig keine Irrtümer möglich sind. Dabei greift das Methadon-Fallmanagement in Consol*CM auf tagesaktuelle Versichertendaten zu, die durch die neue Schnittstelle bereitgestellt werden.

„Consol*CM hat der AOK geholfen, den ersten Schritt in Richtung SOA zu gehen. Darüber hinaus war das Projekt für unsere strategische Ausrichtung im Bereich IT sehr wichtig. Künftig kann die AOK flexibel auf Änderungen reagieren und Kosten in der Softwareentwicklung langfristig senken. Da wir im Behandlungsfehler- und IT-Service-Management seit vielen Jahren erfolgreich mit Consol zusammenarbeiten, haben wir uns erneut für den Einsatz von Consol entschieden“, erläutert Peter Schmitt, Geschäftsbereichsleiter Kundenmanagement bei Kubus IT, dem IT-Dienstleister der AOK Bayern.

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