INP entwickelt Steuerung für das neue Gasentnahmesystem SCK der ABB

(PresseBox) (Römerberg, ) Nach über 500 installierten Gasanalysesystemen für Drehrohröfen und Kalzinatoren in Zementwerken ersetzt ABB das seit Jahren erfolgreiche Analysesystem ACK und spendiert dem Nachfolger ACX ein komplett neues Gasentnahmesystem mit vielen komfortablen Neuerungen. Die Steuerung für das Gasentnahmesystem SCK wurde von einem Projektteam der ABB Frankfurt a.M. und dem Ingenieurdienstleister INP Deutschland GmbH aus Römerberg/Pfalz entwickelt.

Die Gasanalyse am Gasausgang eines Drehrohrofens im Zementwerk ist eine Herausforderung für Gasanalyseausrüstungen. Extreme Umgebungsbedingungen bei der Entnahme von heißen Zementrauchgasen mit hoher Staubkonzentration stellen höchste Ansprüche an Messsonden und das System. Das neue Gasentnahmesystem SCK der ABB ist dabei Teil des kompletten Gasanalysesystems ACX, das eine effektive Überwachung der Primär- und Sekundärfeuerung sicherstellt. Das SCK-System zur Gasentnahme besteht aus drei Einheiten: Einer Sondenfahrvorrichtung mit Staubschutz, automatischer Ofenklappe und Sonden, dazu einer Sondenkühlung mit drehzahlgeregeltem Wärmetauscher und Kühlwasserpumpe und letztlich einer in einem Touch Panel integrierten Systemsteuerung mit industrieller Steuerungseinheit.

Wesentliche Neuerung des neuen SCK Systems ist die Bedien-, Beobachtungs- und Steuerungsoberfläche in einer Einheit mit umfangreichen modernen Vernetzungsmöglichkeiten. Im vollgrafischen 3,5“ Touch Panel befindet sich eine integrierte SPS (Speicher programmierbare Steuerung IEC 61131-3) auf Basis eines handelsüblichen Windows CE Betriebssystems. Die Anwender-Programme zur Bedienung und Steuerung sind auf einer SD Memory Card installiert, die zur Inbetriebnahme des Gasanalysesystems in das Touch Panel gesteckt wird. Die Vorteile des Konzepts zeigen sich insbesondere bei der Bedienung, der Wartung und bei der Fernbedienung bzw. der Fernwartung.

Die komplett menü-geführte, mehrsprachige Visualisierung im Touch Panel macht es dem Bedienpersonal einfach, das System zu bedienen und zu überwachen. Sogar unterschiedliche Benutzerebenen mit verschiedenen Rechten, wie Administrator oder Bedienpersonal, sind beliebig einstellbar.
Das Bedienpersonal hat Kontrolle über die SPS Konfiguration, z.B. wie Laufzeit, Auslastung oder Ladezustand. Eine Meldefolgeanzeige (Alarme, Warnungen...) ist nicht nur permanent sichtbar, die Listen werden auch parallel dokumentiert.
Mit graphischen Trenddarstellungen wichtiger analoger Signale, wie Wassertemperatur und Durchfluss, wird eine kontinuierliche Überwachung ermöglicht. Die Speicherung der Meldefolgeanzeige und der Prozesswerte inklusive Zeitstempel in einer Excel-Datei erlaubt nun eine flexible Aufbereitung vergangener Prozesssituationen und leistet bei der Auswertung und Analyse einen wichtigen Beitrag.

Sämtliche Funktionsgruppen (Motoren, Pumpen,...) sowie deren Rückmeldungen werden ebenfalls über das zentrale Touch Panel angesteuert und überwacht. Bei auftretenden Fehlern, Warnungen und Alarmen bietet das System über ein Hilfefenster konkrete Anweisungen zu deren Behebung.

Die Konfiguration des Systems, wie z.B. zeitliche Abläufe, Grenzwerte oder Toleranzbereiche, ist nun ohne komplizierte SPS-Programmierung möglich. Sie kann wiederum als Excel-Datei auf der SD Memory Card der Steuerung gespeichert werden. Diese Datensicherung aller dynamischen und statischen Parameter erlaubt nicht nur die kundenspezifische Vorkonfiguration von Anlagen, sondern ermöglicht bei einem Stromausfall ein schnelles Wiederanlaufen der Anlage ohne Datenverlust. Tritt dieser Fall ein, fährt die Anlage mechanisch und steuerungstechnisch in eine gesicherte Ausgangsposition. Beim Wiederanlaufen liest die Steuerung automatisch sämtliche Parameter der Excel-Datei ein, so dass ohne weitere Verzögerung der Betrieb der Anlage fortgesetzt werden kann. Insbesondere in Regionen mit unsicherer Energieversorgung ist diese Methode ein unschätzbarer Vorteil.

Die Steuerung unterstützt auch vielfältige Schnittstellen wie CAN, Profibus (MPI/PPI/DP), RS232 oder Ethernet. Mit der Ethernet-Verbindung lassen sich Ferndiagnosen bequem durchführen. Aber auch mit Hilfe von USB-Sticks oder per eMail können Diagnosedaten an den ABB-Service übertragen werden. Über den Profibus-Anschluss kann der Betreiber das SCK-System fernbedienen und beliebige Aktionen, wie die Sonde ein- und ausfahren oder den Reinigungszyklus starten, auslösen.

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INP Deutschland GmbH
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Roger Kautz
Leiter Marketing & Kommunikation
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