Zweiter Sage Investitions-Atlas analysiert ITK-Ausgabeverhalten deutscher Mittelständler

München, Frankfurt und Stuttgart bleiben auf den ersten Plätzen bei den ITK-Investitionen / Verschiebungen besonders im Mittelfeld und auf den hinteren Rängen / Mittelstand senkt ITK-Budget im Krisenjahr 2009 um 2,5 Prozent
Investitions-Karte (PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Mittelständische Unternehmen haben 2009 rund 2,5 Prozent weniger in Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) investiert als noch im Jahr zuvor. Der bundesweite Durchschnitt an jährlichen Ausgaben in ITK sank in 2009 pro Arbeitsplatz von 1.910 Euro auf rund 1.862 Euro. Damit hat sich der deutsche Mittelstand auch in der Krise gut geschlagen, liegt doch der Rückgang auf dem gleichen Niveau wie der vom Bundesverband BITKOM analysierte Investitionsrückgang aller bundesdeutschen Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Investitions-Atlas der Sage Software GmbH (www.sage.de/studien), der durch Befragung von rund 2.500 mittelständischen Unternehmen durch das Marktforschungsunternehmen techconsult erstellt wurde.

Bei den ITK-Ausgaben in Bundesländern und Städten ergaben sich jedoch einige Wechsel auf der deutschen Investitionslandkarte: Spitzenreiter ist wie im Vorjahr die Region München, die mit 2.583 Euro pro Arbeitsplatz weit über den deutschen Durchschnittsausgaben in Hardware, Software, Services und Kommunikations-Equipment liegt. Auf dem zweiten Platz liegt weiterhin Frankfurt (2.274 Euro), gefolgt von Stuttgart und Berlin (je 2.234 Euro) sowie Düsseldorf (2.195 Euro).

Spitzenaufsteiger 2009 ist die Region Braunschweig, die sich um 32 Ränge verbesserte (2008: Platz 64). Zu den weiteren Aufsteigern zählen zudem die Region Bremerhaven, die sich von Platz 86 auf 61 steigerte, sowie Emden/Oldenburg mit einer Steigerung von 24 Plätzen auf jetzt den 45. Rang. Der größte Absteiger hingegen ist die Region Pforzheim, die von Platz 31 auf 56 abgerutscht ist. Lange Gesichter dürfte es auch in der Region Zwickau geben, dem Schlusslicht 2009 (1.721 Euro) - vergangenes Jahr noch auf dem 75. Platz. Ähnlich erging es Chemnitz (1.728 Euro), das vom 74. auf den 86. und damit vorletzten Rang abrutschte. Und nicht viel besser dran ist man in Göttingen (1.734 Euro): 2008 noch auf einem 76. Rang geführt, nun drittletzter.

Das sind die zentralen Ergebnisse des zweiten Investitions-Atlas für Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) der Sage Software GmbH (www.sage.de/studien), der nun zum zweiten Mal in Folge das Ausgabeverhalten mittelständischer Unternehmen in 87 Regionen Deutschlands analysiert. Er gibt einen repräsentativen Überblick über die Investitionen, die deutsche Mittelständler in Hardware, Software, Services und Kommunikations-Equipment tätigen. Befragt wurden rund 2.500 Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern.

Bundesländer im Vergleich: Hessen behauptet Rang 1, Sachsen neues Schlusslicht

Im Vergleich der Bundesländer konnte Hessen den bundesweiten Spitzenplatz auch 2009 behaupten, mit einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 1.980 Euro. Großer Aufsteiger 2009 ist die Region Schleswig-Holstein/Hamburg, die mit nun 1.937 Euro einen Sprung vom fünften auf den zweiten Rang machte und mit Baden-Württemberg die Plätze tauschte: Während Baden-Württemberg damit wenigstens noch einen Platz in der Spitzengruppe behaupten konnte, ging es für Sachsen steil bergab. Mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von lediglich 1.755 Euro pro Arbeitsplatz ist der Freistaat nun Schlusslicht im Ranking - 2008 war es noch Sachsen-Anhalt mit 1.805 Euro. Mittelständische Unternehmen in Hessen geben somit rund 225 Euro mehr für ihre IT- und Telekommunikationsinfrastruktur pro Arbeitsplatz aus als jene in Sachsen.

Ausgaben im Vergleich: Services weiter auf Rang 1, verlieren aber deutlich

In 2009 entfielen 29,1 Prozent aller Ausgaben auf Software, 22,0 Prozent auf Hardware und 12,1 Prozent auf Kommunikations-Equipment - den Hauptanteil machen mit 36,7 Prozent Dienstleistungen wie Beratung und Training aus. Damit sind letztere zwar nach wie vor der mit Abstand größte Posten - auffällig ist jedoch der Rückgang um knapp zehn Prozentpunkte. Zum Vergleich: 2008 wurden rund 46,8 Prozent in Services, 24,6 Prozent in Software, 19,4 Prozent in Hardware und 9,1 Prozent in Kommunikations-Equipment investiert.

"Mittelstand hat sich gut geschlagen"

"Welchen Stellenwert die IT-Ausstattung in mittelständischen Unternehmen hat, demonstriert der Investitions-Atlas ITK", erklärt Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH, die mit 250.000 Kunden einer der führenden Anbieter betriebswirtschaftlicher Software im deutschen Mittelstand ist. "Er zeigt zum einen einige Besonderheiten auf der 'Investitionslandkarte' für Deutschland: Vor allem in wirtschaftlich erfolgreichen Regionen wie München, Frankfurt, Stuttgart, Berlin oder Düsseldorf sind die Ausgaben in die technische Infrastruktur pro Arbeitsplatz besonders hoch - hier zeigt sich, welche große Rolle moderne Informationstechnologie bei der Erreichung wirtschaftlicher Ziele inzwischen spielt."

"Zwei Drittel der Regionen haben 2009 zwar weniger für IT- und Telekommunikationsinfrastruktur ausgegeben als im Vorjahr", so Dewald weiter. "Dies kann sicherlich als ein Ausdruck von Unsicherheit gegenüber der wirtschaftlichen Lage in 2009 bewertet werden. Umso erfreulicher ist es jedoch, dass der Rückgang in kleinen und mittelständischen Betrieben mit 1 bis 499 Mitarbeitern mit rund 2,5 Prozent auf dem gleichen Niveau lag, wie der vom Bundesverband BITKOM analysierte Investitionsrückgang aller bundesdeutschen Unternehmen." Der Mittelstand habe sich also auch in der Krise gut geschlagen, so der Sage-Geschäftsführer. "Und immerhin ein Drittel der Regionen hat ihre Ausgaben trotz Krise sogar gesteigert, was zeigt, dass Informationstechnologie nicht Teil des wirtschaftlichen Problems in 2009, sondern Teil der Lösung war."

Über den Sage Investitions-Atlas ITK

Die Daten für den Sage Investitions-Atlas ITK wurden aus der techconsult Regional-Grundgesamtheit (Quelle DeStatis: Statistik Regional) sowie aus dem eAnalyzer* von techconsult errechnet. Die repräsentative Stichprobengröße betrug rund 2.500 Unternehmen in der Größenklasse 1 bis 499 Mitarbeiter, die per Telefoninterview mit IT-Entscheidern wie Geschäftsführer, IT-Leiter, CIOs etc. ermittelt wurden. Der Analysezeitraum war das erste Halbjahr 2009. Die Werte wurden zusätzlich mit einem Regionalfaktor gewichtet, der die regionalen Differenzen des ITK-Ausgabeverhaltens widerspiegelt und sich aus den Dimensionen Wirtschaft, Bildung und Raumdichte zusammensetzt (Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: INKAR). Berücksichtigt wurden Ausgaben aller Sektoren.

Unter ITK-Ausgaben werden alle Investitionen in Hardware, Software und Services sowie Kommunikations-Equipment zusammengefasst und pro Arbeitsplatz erfasst. Der deutsche Durchschnitt an ITK-Ausgaben pro Arbeitsplatz liegt bei 1.862 Euro; sämtliche Werte zwischen 1.800 und 1.920 Euro gelten in dieser Untersuchung als durchschnittlich.

Bei Fragen zur Methodik wenden Sie sich bitte an: techconsult, Herr Dirk Martin, Leiter Marktforschung, Tel.: +49-0561-8109-155, dirk.martin@techconsult.de, http://www.techconsult.de/

Der Sage Investitions-Atlas sowie weitere Informationen finden sich unter www.sage.de/studien.

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