1. Carrotmob in Bremen: Verbrauchermacht spürbar

Bremer Bürger können am Samstag Kiosk für klimafreundliches Engagement belohnen
(PresseBox) (Bremen, ) Am 27. Februar findet erstmalig ein Carrotmob in Bremen statt. Die Aktion bietet Bürgern Gelegenheit, ihre Macht als Konsument auszuüben. Jeder hat die Möglichkeit den Kiosk "Que pasa Amigos" im Ostersteinweg 8-10 dafür zu belohnen, dass er 50 Prozent des an diesem Tag erbrachten Umsatzes in die klimafreundliche Modernisierung des Kiosk investiert. Die klimafreundlichen Maßnahmen werden durch eine Energieberaterin der Kampagne "Klima sucht Schutz", die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, vorgeschlagen, berechnet und umgesetzt. "Wir unterstützen deutschlandweit Carrotmob-Akionen, weil dadurch ganz konkret Energiesparmaßnahmen angestoßen werden," erklärt Steffi Saueracker, Projektmanagerin der Kampagne. "Unsere Energieberater berechnen vor Ort, wie viel CO2 durch den Austausch eines alten Kühlgerätes, den Einsatz energieeffizienter Beleuchtung und weiteren Energiesparmaßnahmen vermieden werden kann." Die Höhe des Umsatzes entscheidet am Ende des Tages, wie viele Maßnahmen umgesetzt werden können.

Hintergründe: Karotten für gutes Klima

Ein Carrotmob ist der positive Gegenpart des Boykotts: Hier werden Geschäfte belohnt, die sich für den Klimaschutz einsetzen wollen - und nicht jene bestraft, die diesen missachten. Durch die organisierte Einkaufsaktion können Kunden mit ihrem Handeln einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit 50 Prozent des Umsatzes investiert der Bremer Kioskbesitzer den zweithöchsten Anteil in Klimaschutz, den ein Carrotmob in Deutschland jemals eingebracht hat. Im Vorfeld der Aktion wurden mehrere Geschäfte gefragt, ob sie sich beteiligen wollen - und wie hoch der Umsatzanteil ist, den sie für klimafreundliche Maßnahmen einsetzen wollen. Das Geschäft, das den höchsten Anteil seines Umsatzes für den Klimaschutz einsetzen will, erhält den Zuschlag.

Das Konzept des Carrotmobs ist einfach, aber effektiv. Die Teilnehmer organisieren sich, ähnlich dem Flashmob, primär über das Internet mit Blogs, Twitter und anderen Online-Foren. Sie verabreden sich zu einer bestimmten Uhrzeit in einem bestimmten Geschäft, um gemeinsam Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen. Der Name "Carrotmob" steht bildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einem bestimmten Ziel geführt wird. Die Unternehmen werden nach dem gleichen Prinzip dazu animiert, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen.

Bilanz: Gezielter Konsum schützt Klima

In Deutschland wurde der erste Carrotmob im Juni 2009 in Berlin ins Rollen gebracht, um über gesellschaftliche Grenzen hinweg Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen. Seitdem gab es in Deutschland weitere Carrotmobs in Berlin, München, Bonn und Frankfurt. Bisher haben die Aktionen Energiesparmaßnahmen angestoßen, durch die künftig mehr als 40 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Darüber hinaus werden die Besucher durch ihren gezielten Einkauf motiviert, weiter aktiv zu bleiben und in den eigenen vier Wänden Energie zu sparen. Ob kleine oder große Klimaschutz-Schritte, mit den interaktiven Energiespar-Ratgebern auf www.klima-sucht-schutz.de findet jeder die sinnvollsten Energiesparmöglichkeiten für seine Lebenssituation.

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