Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft zeigt aktuelle Entwicklungen der Hochwasservorhersage

(PresseBox) (Kaiserslautern, ) Am 22. und 23.03.2010 findet in Geb. 24, Raum 102, ab 10 Uhr, der internationale LARSIM-Anwender-Workshop (LARSIM - Large Area Runoff Simulation System) erstmalig an der TU Kaiserslautern statt. Der Workshop wird vom Institut für Hochwassermanagement und Gewässerentwicklung (Kaiserslautern Institute for Flood Management & River Engineering, KLIFF), dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz und den IKSMS (Internationale Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar) ausgerichtet.

Das jährliche Treffen wird dieses Jahr im Rahmen des INTERREG IV-A Projekts FLOW MS (Hoch- und Niedrigwassermanagement im Mosel- und Saareinzugsgebiet) als zweisprachige Veranstaltung mit deutscher, französischer, österreichischer und luxemburgischer Beteiligung durchgeführt. Das KLIFF der TU Kaiserslautern, Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft, Fachgebietsleiter Prof. Dr. Robert Jüpner, ist sowohl in das Projekt FLOW MS eingebunden und leistet auch in der Anwendung von LARSIM für das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz wissenschaftliche Beiträge.

Das Wasserhaushaltsmodell LARSIM wird in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern sowie in Teilen Österreichs, der Schweiz, Frankreichs und Luxemburgs zur Hochwasservorhersage genutzt. Darüber hinaus findet es immer stärkere Anwendung für langfristige wasserhaushaltliche Betrachtungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässer und den Landschaftswasserhaushalt. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Modellgrundlagen werden in gemeinsamer Anstrengung der Anwenderländer und institutionen durchgeführt. Das seit einigen Jahren jährlich stattfindende LARSIM-Anwendertreffen sowie zahlreiche Publikationen dienen dem Austausch der Ergebnisse.

An dem diesjährigen Workshop werden etwa 60 Vertreter der Hochwassermeldedienste im Einzugsgebiet von Rhein und Mosel, Mitarbeiter von Universitäten, Fachbüros, etc. teilnehmen. Zu diskutieren sind aktuelle Probleme und Entwicklungen der operationellen Hochwasservorhersage und der wasserhaushaltlichen Modellierung. Dabei stehen Aspekte des Routine-Einsatzes des Modelles, die Verfeinerung von Modellkomponenten, die Implementierung neuer Methoden sowie die Analyse und Verbesserung der Vorhersagesicherheit im Mittelpunkt der Betrachtungen.

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